Folge 119: Pressluftsommer
Shownotes
Unsere Entwicklung ist nie abgeschlossen, das beweisen Sommer wie dieser, der vor Selbsterfahrungsmöglichkeiten nur so strotzt. Überall knarrt und knistert es im Seelengebälk und die unbewussten Kellergeister melden sich auch wieder mal zu Wort. Da brauchen wir gegenseitige Unterstützung und im Idealfall Katzengötter, die angstvollen Schäferhunden ihre Grenzen aufzeigen. Brunnengeplätscher und Lastwagenlärm sind dann gerne Tools, an denen besonders Anke lernen darf, dass sie zur Selbstüberschätzung neigt. Wir wissen inzwischen: Das Leben ist wie ein Filzfisch und jeder hat sein Tempo. Aus diesem Grund müssen wir uns auch nicht mehr anpassen für gute Gefühle und unsere zuweilen eigensinnigen Mütter und ihre erprobten Mitleidstools räumen wir gut auf. Ordnung aus Liebe ist unsere Königinnendisziplin. Und dann haben wir das Vergnügen dicke Bücher zu lesen und Zeit für Selbstbestimmung. Gelehrt hat uns das die Demut vor dem Leben. Claudijas Sommererfolg ist besonders die angenehme Herbstankunft und ihre gelebte Raumverwaltung. Eine Lernaufgabe für uns alle ist es, unsere Bildschirmzeit mit unserer Lebensqualität abzustimmen. Und diese Kompetenz wünschen wir auch euch! Shine on!
Claudija Stolz https://www.claudijastolz.com https://fruehe-bindung.de https://www.youtube.com/@claudijastolz7433
Dr. Anke Elisabeth Ballmann https://www.ankeelisabethballmann.de https://www.youtube.com/@dr.ankeelisabethballmann https://stiftung-gewaltfreie-kindheit.de
Transkript anzeigen
00:00:01: Wie kommen bei Stolz und Ballmann
00:00:02: dem
00:00:03: Podcast von und für Herzensmenschen?
00:00:05: Dr.
00:00:06: Anke Ballmann in
00:00:07: Entwicklungspsychologin und Claudia Stolzz, Familientherapeutin
00:00:11: teilen
00:00:11: ein und Aussichten über Gott und die Welt – die inspirieren und stärken.
00:00:16: Fühl dich eingeladen das Schöne im Leben zu sehen und zu teilen!
00:00:33: Es geht mir gut.
00:00:34: Ich bin wieder
00:00:35: frei!
00:00:36: Ah, du hast alles abgekriegt?
00:00:39: Ja, ich hab die ärztliche Genehmigung, dass ich frei sein darf und kann schon ganz viel.
00:00:46: Ich kann noch nicht viel, aber ich kann schon viel.
00:00:48: Kannst du wieder Haare waschen so ein bisschen ...
00:00:51: Wer jetzt reinhört das erste Mal der muss oder sie muss alle sechs letzten Podcasts hören damit man weiß worum es geht.
00:01:01: So können wir auch Werbe machen
00:01:03: Genau.
00:01:03: Hört einfach mal, es lohnt sich auch für den Rest immer.
00:01:06: Also hört einfach rein in alle anderen Podcasts.
00:01:09: Du bist
00:01:10: frei?
00:01:11: Ich bin frei mit jetzt.
00:01:12: gut!
00:01:12: Ich kann meinen rechten Arm wieder ganz gut bewegen.
00:01:15: und ja ich habe heute...ich muss es einfach sagen weil wir jetzt schon so lange gequatscht haben bevor wir auf Aufnahme gedrückt haben haben wir schon telefoniert über Dinge über die wir hier nicht sprechen können weil sie total privat und total persönlich sind und ich schwör's euch Dafür wird ihr alles geben für dieses Gespräch.
00:01:35: Oh ja!
00:01:36: Ja, was erzählen wir?
00:01:37: Ich hab gleich einen Grinsen auf den Lippen
00:01:40: und X... also hmmm das war ein Gespräch.
00:01:45: nur jetzt ist die Zeit ein bisschen knapp geworden.
00:01:47: es heißt es wird ein kürzerer Podcast.
00:01:49: ich bin nämlich gerade in Weylbach Und wir sind beide wieder ein Stück zu Hause, Weilbach war ja sehr lange mein Zuhause und ist immer noch ein bisschen zu Hause.
00:01:58: Vielleicht wird Weilbach wieder mehr zu Hause?
00:02:00: Die Entscheidung ist nicht getroffen.
00:02:03: Du bist auch wieder ... Ist es für dich jetzt mehr oder weniger zu Hause oder gleich genau ... Oh Gott macht das Stottern weg!
00:02:12: Letztes Mal hatte ich Wortfindungsstörungen, jetzt stotter ich.
00:02:15: Irgendjemand will nicht, dass ich Podcast mache.
00:02:17: Das sind Energie, ich
00:02:18: fühl's.".
00:02:21: Dann lass ich's drin.
00:02:24: Also, ja ... Ich bin auch wieder zurück.
00:02:27: Ich bin gestern gelandet nach vielen Wochen, wo ich in Kroatien war, also zu Hause war.
00:02:34: und es ist tatsächlich so, wenn ich da bin, bin ich zuhause.
00:02:37: Ich fühle mich in Kroazien einfach zu Hause.
00:02:40: Das ist ... Und ich habe sehr gehardert.
00:02:46: immer seitdem ich zehn Jahre alt bin, hadere ich sehr schwer damit wieder nach dem Urlaub, nach Deutschland zu kommen.
00:02:56: Das hat aber ... Ich hab immer gedacht es wäre halt so der Nachurlaubsblues, den man halt so hat.
00:03:02: Dem ist aber nicht so.
00:03:04: Sondern ich habe nie richtig dieses traumatische Erlebnis was nicht zu einem Trauma, also ich hab dadurch keine PTBS entwickelt.
00:03:13: Aber das war ein sehr schweres Erlebnes für mich ein sehr stressbelastetes als wir Ich wollte gerade sagen, halb zehn.
00:03:22: Als ich neun und ein halb war, als wir nach Deutschland gegangen sind, das war für mich ein so großer Schock!
00:03:30: Und immer wenn ich aus Kroatien weggehe wird dieses Puzzle noch mal geschüttelt.
00:03:37: Und ich habe früher sehr... Also mich konntest du zwei Wochen kaum vernünftig ansprechen?
00:03:47: Ich war völlig neben mir.
00:03:50: So richtig wie in so einer melancholischen, leicht depressiven Stimmung alles infrage gestellt.
00:03:57: sehr leicht reizbar also.
00:03:59: mein Mann der lief immer schon auf rohen Eiern um mich herum und das war jetzt so süß.
00:04:05: ich bin jetzt wieder gekommen und hier ist alles tippitoppi.
00:04:08: man hat sogar jemanden gebeten der...also mein Mann hat noch Leute aktiviert die irgendwie die Bude mit putzen Damit hier alles bloß, was ich anmeckeln könnte.
00:04:21: Die
00:04:21: Königin kommt!
00:04:22: Das wird geputzt und das finde ich
00:04:26: gut.
00:04:26: Meine Tochter hat Räucherstäbchen angemacht, die Fusa aufgestellt mit Düften.
00:04:32: Es standen frische Blumen auf dem Tisch.
00:04:34: So soll es sein wenn du heimkommst?
00:04:40: Das war auch früher so, aber das habe ich nicht gesehen.
00:04:42: Weil ich in meiner Trauer war, dass ich diese Sachen überhaupt nicht registriert.
00:04:50: Ich bin wiedergekommen und hab mich gefreut hier zu sein.
00:04:53: Es sind siebzehn Grad- und Nieselregen.
00:04:55: In Kroatien sind es vierund dreißig.
00:04:58: strahlende Sonnenschein.
00:04:59: Und ich bin gerade sehr, sehr gerne hier und kann das auch wirklich als mein Zuhause akzeptieren was viele Jahre schwer war für mich tatsächlich und freue mich einfach dass ich da bin freue mich jetzt auf meine Aufgaben im September freue mich auf dich freue mich alles was irgendwie jetzt kommt und ja bleib ihm hier und jetzt wo meine Füße sind.
00:05:23: das ist immer mein Lieblingsspruch.
00:05:25: Ich freue mich auf mein Baby und bin einfach happy hier zu sein.
00:05:31: Und das war ein Weg dahin, wirklich diese alten Geschichten so zu integrieren, dass sie mich nicht mehr unter einer Decke begraben.
00:05:43: Das
00:05:43: ist gerade die Aufgabe, gell?
00:05:45: Ich habe mal letztes Mal auch kurz drüber gesprochen – ich glaube ja!
00:05:49: In diesem Sommer sind nicht wir die beiden, das ist überall.
00:05:53: Also das hab' ich wirklich beobachtet an allen Eckenventen.
00:05:57: Das ist so ein Sommer, in dem wir Dinge lernen dürfen.
00:06:00: Und zwar relativ deutlich, würde ich mal sagen ...
00:06:03: Es ist als ob aufgeräumt wird.
00:06:05: Ich hab das Gefühl, als ob jemand ... Mein Mann, wenn er unseren Staubsauger sauber macht und den Filter saubermacht, dann nimmt der immer so einen Aggregat was unwahrscheinlich pustet.
00:06:16: Dann
00:06:16: pustete er diesen Filter sauer.
00:06:18: Und ich habe das Gefühl es pustelt einmal durch und alles, was nicht sicher ist, was wirklich fest ist ist, pustet weg.
00:06:28: Das glaube ich auch.
00:06:29: Es ist ein
00:06:29: toller Vergleich.
00:06:30: Pressluft!
00:06:32: Ich nenne jetzt Presslufzommer.
00:06:36: Ja, das gefällt mir und ich meine du weißt ja dass sich sehr gern aufräumen uns auch sehr gerne so um mich herum zumindest ordentlich habe wie es woanders auch schon ist mir immer wuscht.
00:06:46: aber da wo ich bin will ich auch Ordnung haben.
00:06:49: innen außen die salte thema.
00:06:52: Und ich glaube auch, das war gut.
00:06:54: Ich kenne dich jetzt wirklich schon seit ein paar Jahren und ... Seit ich dich kenn, war es schon nicht mehr, dass du zwei Wochen in der Depression gefallen bist.
00:07:04: Aber du hast mir mal erzählt, dass das so war!
00:07:06: Aber so freudig habe ich's bei dir noch nie erlebt.
00:07:10: wenn du zurückkommst und dich einfach ist.
00:07:12: Und es war tatsächlich ein Pressluftsommer, also bei mir meine Herren!
00:07:16: Also die Wochen in Kroatien alter Verwalter das waren so viele herausfordernde Situationen weil wir waren ja mit mehreren Generationen da Die reisten an, die reisten ab Meine Eltern, es sortiert sich alles neu Man nimmt neue Positionen ein Neue Verantwortung ein und und und die ganzen alten Themen fliegen einem
00:07:38: um die Uhr.
00:07:40: Das kommen aber auch neue Themen zu den Alten.
00:07:44: Wir haben ja jetzt alle alte Eltern, wir sind die Generation ... Ich bezeichne uns mal als zwei ältere Frauen, die alte Eltern haben und alte Eltern heißt halt einfach auch, wir beginnen uns zu
00:08:01: verabschieden.
00:08:04: Also sei es nur, wenn's Stück für Stück die Gesundheit ist Und da wird das Leben echt nochmal neu gemischt.
00:08:14: Es ist aber so, dass ja unsere Beziehung zu den Eltern die ist, die sie ist, ihr gewachsen ist und jetzt verändern sich viele Dinge und viele Dinge werden hier noch mal deutlicher.
00:08:29: Die
00:08:29: verändert sich aber schon auch in Richtung ... Als Kind würde man sagen, das wäre eine Parentifizierung.
00:08:36: Nur
00:08:36: wenn du dich als alte Tochter um deine alten Eltern ein Stück weit kümmerst, dann ist es nicht Parentifiziert und einfach Anstand?
00:08:46: Es ist Anstand und das ist absolut ... Absolut richtig so.
00:08:51: Das ist aber so, dass ja viele Verstrickungen die noch nicht angeguckt
00:08:55: wurden in einem
00:08:56: schon um die Ohren fliegen und ich habe das sehr krass gemerkt wie viel Wut, teilweise auch Hass und durch Unverständnis einfach so hochgespült wurde an Emotionen auf allen Seiten.
00:09:14: Ich hatte einige Situationen wo durch die Arbeit, die ich mache.
00:09:21: Und dadurch ... dass ja doch durch dieses wirkliche Vielfiel auch reflektieren und viele Selbsterfahrungen und so eine Entscheidung jedes Mal getroffen haben nicht jedes Mal.
00:09:33: Ich bin auch in Situationen reingeschlittert weil mein Nervensystem ist so gemacht hat wie es es gemacht hat.
00:09:39: Du bist
00:09:41: ein Mensch?
00:09:42: Ja eben!
00:09:43: Aber in vielen Situationen war's so das ich gemerkt habe hier zieht was auf.
00:09:49: Ich sitze in einem Bötchen und ich habe jetzt zwei Möglichkeiten.
00:09:54: Und ich kann wählen, also ein Stück mal rausgehen und sagen gehe ich jetzt damit mit diesen ganzen Emotionen oder lasse sich diese Teile in mir alle aktiv werden?
00:10:04: Oder entscheide ich mich heute anders?
00:10:06: Total wichtig!
00:10:08: Ganz wichtig.
00:10:08: aber guck mal das hättest du nicht gekonnt wenn du nicht in den letzten
00:10:14: mit
00:10:14: dir, wenn du dich nicht gefunden hättest.
00:10:17: Ganz genau!
00:10:21: Wenn
00:10:22: ich jetzt am Anfang stünde ... Ich weiß ja, als ich am Anfang stand, dann sind mir halt Dinge über den Weg gelaufen.
00:10:28: Wo ich ein Gefühl hatte, oh, da prickelt was.
00:10:31: und ich bin der Mensch, der tut Dinge diebitzeln.
00:10:34: Ich mach's einfach ohne vorher unbedingt zu wissen, was es ist.
00:10:39: Und auch manchmal, wenn das etwas weh tut das Geld ist wegen oder wegen anderer Gründe, keine Ahnung.
00:10:45: Aber wenn ich jetzt zum Beispiel ... Ich kenn ja dich, ich kenn deine Arbeit, ich kenne uns.
00:10:52: Wenn mir
00:10:52: z.B.,
00:10:53: die Frieda über den Weg gelaufen wäre vor zwanzig Jahren?
00:10:57: Dann wäre das was, wo ich gesagt würde, mich bitselts total, da melde ich mich an.
00:11:03: Weil da eben auch diese ganzen ... Das soll gar keine Werbung sein!
00:11:06: Es fällt mir halt nur ein.
00:11:08: Weil Frieda, es geht ja darum zu gucken, was ist bei einem los?
00:11:12: Also Frieda, wenn jemand nicht weiß, was Frieda ist, muss ich mal kurz dazwischen sagen.
00:11:19: Ich biete eine Entwicklungsreise an die heißt das Faultier-Prinzip, die geht ein halbes Jahr und da bin ich jeden Tag mit den Menschen, die damit machen in Kontakt auf ne ganz besondere Art und Weise.
00:11:32: Und es läuft gerade um, es geht im Dezember geht, geht's um am fünften Dezsember fange ich wieder an.
00:11:40: Es ist genial.
00:11:42: Ich muss dir einfach so sagen, es ist wirklich richtig gut.
00:11:45: die Menschen, die da mitmachen und die ersten Rückmeldungen sind auf der Homepage – das macht mir wahnsinnig Freude!
00:11:52: Und genau darum geht's.
00:11:53: Es geht um diese Entwicklung, die ja nie abgeschlossen ist bei uns allen nicht.
00:11:58: Nein.
00:12:00: Aber die Entwicklung, die wir machen ... Also sagt ja immer, wenn ich das dann jetzt kann oder wenn ich dass habe und das integriert, nein!
00:12:07: Dann hast du den Blick frei für andere Dinge.
00:12:09: Genau.
00:12:09: Komm
00:12:10: neue Dinge.
00:12:10: Ganz genau.
00:12:11: Das Einzige was passiert oder was ich auch bei mir beobachte oder was denke ich de facto so ist?
00:12:17: Man kriegt mehr Tools, man hat mehr Stärke.
00:12:20: Man hat nicht mehr diese permanente Angst davor, dass irgendetwas passieren könnte.
00:12:24: Sondern man weiß das aus Krisen, man wächst daran und das sind ja Sachen die wir vielleicht in einer Zeit unseres Lebens eher nicht gestärkt haben weil andere Dinge wichtig waren.
00:12:36: Weil wir Erwartungen erfüllen mussten, weil wir keine Ahnung was gestern habe.
00:12:41: ich ist mir so ein schönes Beispiel gekommen.
00:12:44: Ich weiß gar nicht genau, wer es gesagt hat, ich habe irgendetwas gehört und da war so ein Bild mit, dass man durchs Leben geht auch als kleiner Mensch und versucht möglichst den Stress im Nervensystem zu regulieren da dann auch anfängt sich unbewusst zu verbiegen, dass man irgendwie sich wie so Krücken nimmt um damit klarzukommen.
00:13:09: Und jetzt hat man die und läuft halt damit durch die Gegend mit diesen ganzen Hilfsmitteln.
00:13:14: nur wenn man das alles in der Hand hat kann man sich ja ganz schwer wirklich frei bewegen.
00:13:21: Man läuft halt anders, wenn man auch diese Dinge mal ablegt.
00:13:24: Wenn man traut zu sagen ich brauche die heute nicht mehr.
00:13:26: Ich lege die ab.
00:13:27: aber das ist ja dann auch erst mal was mit Angst zu tun und ich finde wenn man in so einer geschlossenen Gruppe ist.
00:13:32: deswegen sprach ich das Faultier-Prinzip an und die Frieda und das hätte ich mir gewünscht damals dass ich jemanden habe der mich begleitet der mich über einen gewissen Zeitraum begleitete wo ich innerhalb einer Gruppe halt auch wachsen kann.
00:13:45: Na ja und die Perspektiven wechseln?
00:13:47: Ich meine Faultiere gibt es ja auch durch Perspektive.
00:13:51: Und es schaffen sich ja auch neue Communities.
00:13:54: Man hat dann vielleicht irgendwie,
00:13:55: findet
00:13:56: man irgendwie ein Body oder so mit dem man dann auch außerhalb des Kurses Sachen machen kann.
00:14:02: und ich habe das auch gemerkt bei mir und meiner Entwicklung dass mir die Menschen, die mich begleitet haben, dass diese unfassbar wichtig waren.
00:14:12: Ich hab zum Beispiel eine Gruppe mit zwei Frauen, ich glaube ich hab die vor über zehn Jahren kennengelernt.
00:14:18: wir sind gar nicht groß groß jetzt hier, dass wir uns ständig sehen oder wahnsinnig befreundet sind.
00:14:24: Aber diese Gruppe ist, dass sie unsere Dinge dort mitteilen können und das wir die aus verschiedenen Seiten beleuchten können.
00:14:31: also es ist eine Selbsterfahrungsgruppe und die ist so wertvoll für mich... Ja immer!
00:14:37: Und wir haben täglichen Kontakt seit Jahren.
00:14:41: Das ist krass Das ist
00:14:42: krass,
00:14:44: ja.
00:14:44: Mit mehreren
00:14:45: in einer Gruppe jeden Tag.
00:14:47: Ja aber das ist einfach auch das was uns im Prinzip ... Was trägt uns denn durchs Leben?
00:14:51: Es tragen uns Kontakte zu Menschen durchs Leben und zu Hunden natürlich!
00:14:56: Und
00:14:58: das
00:14:58: ist ja... Ja das ist das Open Mindestchen nicht da.
00:15:03: Zweiinhalb Tage ohne meine Hunde, nicht schön.
00:15:07: Die sind bei Papi und den Gletschtag.
00:15:08: gut, aber die kriegen nicht so viele Hühnerherzen
00:15:11: Die kriegen da ungefähr die Hälfte leckerlich.
00:15:15: Ich laufe ja immer mit so einem Schrankkoffer um den Bauch rum.
00:15:19: Es sind ja verschiedene Tränen, weil sie mögen... Ja ich komme vom Thema ab!
00:15:25: Also ich glaube dass wir in diesem Sommer,
00:15:27: ich
00:15:28: finde mir gerade mein Bruder wieder eigentlich war mit meinem Bruder der auch Hunde hat und ein bisschen anders mit Hunden umgeht.
00:15:36: Mit dem war ich mit meinen Hunden mal unterwegs, als ich noch nicht mit meinem Arm so gut konnte.
00:15:41: Er hat mich machen lassen aber ich glaube es war schwer für ihn zu sehen dass meine Hunde Guttis kriegen für ihr.
00:15:48: Ich bin auf dieser Welt und ich atme Und guck mal!
00:15:53: Ich kann sogar Pippi machen Mami.
00:15:55: Und dann stürze ich dahin und sage ja fein machst du das?
00:15:59: So ein schönes Pippi?
00:16:00: Ja genau!
00:16:00: Und dann kriegt man ein großes Geläkelied.
00:16:06: erst früher Aber wir hätten jetzt zum grünen Abschluss noch fast eine Katze gekriegt.
00:16:11: Mein Mann hat auf der Rückfahrt von Kroatien in Augsburg genächtigt, aber nicht bei dir sondern bei einem Freund und er erzählte mir dass der Freund gerade Katzenjungen hat die jetzt so weit sind das man die halt abgeben kann und ob er nicht eine mitbringen könnte.
00:16:28: Und ich hab gesagt, du mein Gohaste kannst deiner Tochter eine Katze mitbringen.
00:16:32: Hatte aber nicht gemacht!
00:16:33: Ist vielleicht doch gut dass er der vernünftigeren war.
00:16:36: Aber das wäre jetzt noch fast der krönende Abschluss gewesen.
00:16:39: Das wär doch schön gewesen?
00:16:40: Marktudelskatzen?
00:16:44: Mhm.
00:16:44: Aber
00:16:44: Tudels würde sich dran gewöhnen.
00:16:47: Hätte sie zu fressengern oder hätte es ihr einfach ...
00:16:50: Nein die Katze würde dem einmal eine ballern und dann wüsste er wo sein Platz ist.
00:16:55: Also, das würde ganz
00:16:57: schnell ... Ich hatte ja achtzehn Jahre lang eine Katze.
00:16:59: Die Hunde
00:17:01: sind
00:17:01: viel blöder
00:17:01: als Katzen?
00:17:04: Das würd ich jetzt.
00:17:04: Na ja!
00:17:05: Also sagen wir's mal so.
00:17:06: Du bist
00:17:07: ein bisschen stumpfer also
00:17:09: für dich schon.
00:17:10: Also meine Katze, mein Katzengott Sammy er war auch sehr groß.
00:17:15: Kinder haben bei meinem Sammy immer gedacht der ist ein Wow-Wow.
00:17:18: und dann hab' ich gesagt nein, nein, die ist eine Katzeit, die macht Miau Und nein, nein.
00:17:22: Wau-wau!
00:17:23: Also war halt eine sehr große Katze.
00:17:25: Wahrscheinlich hat er auch viele Leckerlies gekriegt?
00:17:28: Ja das war so ... wenn der saß hast du von hinten keinen Hals gesehen.
00:17:32: Das war so Kopf und dann
00:17:34: Körper aus.
00:17:34: Tierschützer bitte weghören.
00:17:36: Nein
00:17:37: den ging's gut dem ging es gut.
00:17:39: und da habe ich in einer Wohnung gewohnt noch vor Karstenszeit also sind schon über über dreiundzwanzig Jahre her.
00:17:47: Und da saß, da war so ein Freigang.
00:17:49: So eine kleine Terrasse und die war eingezäunt das Katze nicht raus kann aber immer doch draußen sein kann.
00:17:56: Da kamen auch Mäusereien und ich habe ganz lange mich um Igel gekümmert.
00:17:59: Die kamen alle, die Maschen waren groß genug Auf jeden Fall.
00:18:03: irgendwann hat mal einen Polizist mit einem Polizei-Cheferhund Ich weiß nicht was sie gesucht haben Irgendeinen Verbrecher sind sich rum gelaufen.
00:18:12: Dann kam Dieser Schäferhund, ganz nah an dieses Gitter und dann hat Semi Vollgas gegeben.
00:18:23: Und also ich habe nie den Film gesehen.
00:18:25: Friedhof der Kuscheltiere!
00:18:26: Ich guck sowas nicht an aber... Der Polizeihund hatte sehr viel Angst danach und danach kam der Polizist ohne seinen Hund wieder zu mir und hat sich da außen an das Gitter gestellt und sagte, das hat auch noch keine Katze geschafft.
00:18:46: Dass mein Hund nicht mehr mit mir hier
00:18:48: vorbeiläuft.".
00:18:50: Ich dachte nur, ich bin stolz auf dich!
00:18:54: Aber schau ... Das sind Katzen?
00:18:58: Na ja,
00:19:00: der ist ein Katzen, die natürlich auch ... Wenn du Hund bist, hast du es schon gut.
00:19:05: Wenn du Katze bist bei mir... Dann wirst du praktisch ... dann bete ich dich an.
00:19:12: Und war sie Freigängerin?
00:19:14: Nein, eben nicht!
00:19:16: Also das war auch mal frei ja und kam aber nach drei Tagen wieder Gott sei Dank.
00:19:23: Ja gut, aber mit dem München ist das auch was anderes.
00:19:27: Da war ich noch woanders, aber egal.
00:19:28: Also war mal weg, kam wieder und Sammy war nochmal der Katzen-Gott schlechthin.
00:19:36: Und es war ganz spannend weil Es gab ungefähr drei Leute, die die Katze berühren durften.
00:19:42: Ansonsten sind sie alle weggegangen.
00:19:45: Wenn Semmy auf einem Stuhl lag, da ist keiner hin.
00:19:51: Das war toll!
00:19:55: Eine sehr besonderes Tier aus Semmy.
00:20:01: Ja, ich weiß es noch nicht.
00:20:02: Weil der Freund von André hat gesagt gut, dass man es vielleicht jetzt nicht so ad hoc entscheidet aber er kommt halt in ... Ich glaube drei Wochen oder so zu uns und dann sind die Kätzchen noch ein bisschen bei der Mami und ihren Geschwistern und er könnte ja da eine mitbringen.
00:20:20: Das ist noch nicht ausdiskutiert also viel leicht.
00:20:22: Was für Katzen sind's denn?
00:20:24: Oh puh keine Katzen Keine bestimmte Sorte, Katzen halt.
00:20:29: Also
00:20:29: Freigänger-Katzen dürfen raus?
00:20:32: Ich denke ... ich weiß es gar nicht.
00:20:34: Noch nicht!
00:20:37: Das ist ja auch so ein ... Es gibt diese klassischen Wohnungskatzen aber da machen wir ein anderes Thema
00:20:42: auf uns.
00:20:43: Lass uns mal wieder zu unserem Thema gehen.
00:20:45: Wir hatten den Pressluftsommer, das wird rausgeblasen geprustet was die Welt überall braucht.
00:20:52: Überall,
00:20:54: überall.
00:20:55: Also es gibt auch ... Du hast ja gesagt du kennst niemanden wo nicht wirklich Dinge grüttelt haben.
00:21:00: Ja und zwar existenziell
00:21:02: also nicht so ein bisschen von wegen welcher Farbe mache ich auf meine Fingernägel?
00:21:06: Apropos Fingernegel?
00:21:08: Heute heute, vierzehn Uhr.
00:21:11: Gott
00:21:11: sei gelobt!
00:21:13: Schick
00:21:13: mir bitte ein Bild wegen der farbe.
00:21:16: lasst dich beraten.
00:21:17: Wahrscheinlich werde ich sie Bonbon machen alle unterschiedlich Nein,
00:21:25: nein.
00:21:25: Ich mache rot, hell oder schwarz?
00:21:28: Ich weiß es noch
00:21:28: nicht.
00:21:29: Mach schwarz, weißt du, was da kann falschen Rot tun!
00:21:31: Das
00:21:36: kann nichts passieren.
00:21:38: Nein genau dieser Sommer der hat wirklich gerüttelt.
00:21:41: also meine Herren.
00:21:43: aber ich finde das ist wie ja mit so einer Achterbahnfahrt wenn man einmal drin sitzt macht man am besten mit.
00:21:49: Also, nicht zu arg vorkrampfen.
00:21:52: Locker bleiben und durch
00:21:54: die Gärze... Wenn du das kannst!
00:21:56: Aber das kannst du ja nur ... wenn du vorher schon mal die Erfahrung gemacht hast, dass es dir am wenigsten bedrohlich ist, wenn du locker drin bleibst.
00:22:04: Ich bin dann der Mensch, der nicht Dachtermann fährt.
00:22:08: Also dieser Sommer vor zehn Jahren wäre ich am Ende.
00:22:12: Ich wäre am Ende.
00:22:13: Am Ende, ich hätte mit meiner Familie gebrochen, hätte keinen Kontakt mehr in Kroatien wahrscheinlich alles verkauft
00:22:20: und wär hier
00:22:22: depressiv.
00:22:23: Aber
00:22:23: guck mal es ist auch eine spannende Geschichte!
00:22:25: Ich kenne einige Menschen die haben... Übrigens wenn du im Hintergrund heute was hörst, ich sitze hier Dorfmitte offene Fenster und hier verandern manchmal also auch LKWs durch.
00:22:39: Das ist übrigens ein Argument des gegen Weihlbach spricht, gegen hier wohnen die Lkw's.
00:22:46: Die hier gelegentlich durchfahren.
00:22:49: aber es gibt auch ganz gewaltige Dinge, die dafür sprechen
00:22:52: Ja und du hast einen Brunnen wo man sich reinlegen kann im Februar?
00:22:57: November, ich weiß gar nicht was es war.
00:22:59: Äh ...
00:23:00: Ich glaub, Februar war's?
00:23:02: Ja, aber dieser Brunnen zum Beispiel, das hab' ich heute Morgen ... Ich werd ja immer sehr früh wach und da lag ich so da und hab dem Geplätscher des Brunnens zugehörten.
00:23:11: Das fand ich total schön!
00:23:13: Und dachte mir so... Ach komm', das ist so schön wenn du's hier so plätschern hörst.
00:23:19: Dann kommt halt doch keine Ahnung.
00:23:21: alle paar Minuten knattert ihr dann halt so ein Mofa durch.
00:23:26: Und dann denke ich mir so, der Brunnen ist halt einfach nur schön wenn kein Mofa durchknattert.
00:23:32: Aber wenn man halt am Marktplatz wohnt fahren halt auch Mofas vorbei.
00:23:37: Also, mmh!
00:23:37: Ja das stimmt.
00:23:39: Die Fahners ist halt Dorfmittes.
00:23:40: Es
00:23:41: ist auch Dorfmitz.
00:23:42: Genau.
00:23:43: Am Marktplatz eins.
00:23:44: Ja es bleibt auf jeden Fall spannend aber ich wollte woanders hin.
00:23:47: Ich wollt dahin dass du kannst natürlich kannst du auch mit deiner Familie brechen und kann sagen ich habe da keine Lust mehr drauf.
00:23:57: Ich kenne relativ viele Menschen sogar die mit ihren Eltern zum Beispiel keinen Kontakt mehr haben Weil sie gesagt haben, nö.
00:24:04: Also mache ich nicht, trage ich nicht will ich nicht tut mir nicht gut.
00:24:08: Problem an der Sache.
00:24:10: Sie haben zwar die aktuellen Themen Nichts Sonntagsmittag auf dem Tisch Aber die Eltern haben sie ja noch.
00:24:19: Ja und Ich finde also ich höre das auch oft und ich glaube auch Ohne gewisse Entwicklungsschritte könnte es durchaus sein dass ich das gemacht hätte an einem Punkt.
00:24:33: Ich fühle mich aber gut, damit es nicht getan zu haben.
00:24:35: Damit möchte ich niemandem auf den Schlips treten, der im Moment die Entscheidung getroffen hat sich aus irgendwelchen toxischen Dingen zurückzuziehen.
00:24:43: Das ist völlig in Ordnung!
00:24:45: Ich für mich selber denke, dass ich diese Dinge ja immer bei mir hätte und ich könnte mich eben nicht von meinen Eltern lösen weil ich sie hier eben in mir habe.
00:24:54: Naja das ist genau das, was ich meine.
00:24:56: Ja
00:24:57: du hast es zwar nicht am Tisch sitzen Ja.
00:25:00: Und trotzdem hast du's bei dir und ich glaube, dass gar nicht, oh Gott, wer das machen will soll es machen!
00:25:08: Es gibt auch Eltern die so übergriffig sind, dass halt wirklich ein Schaltstopp ... bis hierhin und nicht weiter.
00:25:17: Ein absolut nicht geht, da geht es nicht anders als sich rauszuziehen so.
00:25:22: Na ja, also Themenfischmensch ist auch nicht auf Eltern beschränkt?
00:25:25: Das gibt Menschen die haben neuen Arme, da schlägst du einen ab, dann kommt der nächste nach!
00:25:31: Ich sag immer wenn Du diese Sachen hast bevor Du Dich... Also auch in einer Partnerschaft.
00:25:37: Wenn ich mit Freunden oder so spreche oder im Job und die Beziehung Geht halt irgendwie den Bach und man ist unzufrieden.
00:25:46: Das passt nicht, das passt nicht und dies passt nicht.
00:25:48: also jetzt nichts wo ich ein nazistisches Gegenüber habe was mir wirklich absolut schadet sondern Beziehung läuft nicht und man sich trennen will dann bin ich immer gerne jemand der sagt Bleibt noch so lange in der Beziehungen bist du die Dinge die dich so wahnsinnig aufregen bearbeitet hast.
00:26:08: Für dich gar nicht in der Beziehung, dass ich die andere ändern soll oder so, sondern für dich, dass du guckst was ist es?
00:26:13: Was löst das in mir aus?
00:26:15: Was sind dafür Bedürfnisse, die ich irgendwie da an dem Punkt nicht erfüllt bekomme?
00:26:19: und wenn du das Ding durchhast dann kannst du ja immer noch trennen.
00:26:24: Wenn es dann immer noch nicht passt, kann sie sagen okay ich trenne mich nur wenn du's zu früh machst Dann nimmst du ja trotzdem alles mit Das nimmst du dann auch mit in die nächste Beziehung.
00:26:37: Ganz
00:26:37: wichtig, was du sagst!
00:26:39: Wir müssen einfach gucken, was an diesen Stör-Elementen sind... Was gehört zu mir und was gehört nicht zu mir?
00:26:47: Und das, was zu mir gehört.
00:26:48: davon kann ich mich ja nicht trennen.
00:26:50: Also ich fange gerade... Ich hab schon ein paar mal gefilzt jetzt aber ich fühl's grad Fischchen So ganz kleine Fischchen halt einfach.
00:27:01: Und ich merke, es wird von Fisch zu Fisch mehr.
00:27:06: Routine geht schneller und einfacher.
00:27:09: Ich hab mir so viel zum Thema Lernen.
00:27:12: Am Anfang ist es schwer, wenn du was lernst.
00:27:14: Dann hörst du nicht diese Lkw vorbeifahren?
00:27:18: Nein das filtert ... Also ich höre's am Handy nicht!
00:27:21: Ich weiß nicht ob es bei dir ausschlägt.
00:27:23: Das siehst du auf deinem ... Aber das City,
00:27:27: wenn du Ausschläge
00:27:28: siehst.
00:27:29: Dann werde ich es in der Aufnahme hören aber am Handy höre ich's nicht.
00:27:32: Aber das ist nicht dramatisch.
00:27:33: dann sind halt LKWs im Hintergrund, das ist das Leben.
00:27:36: Das ist völlig in Ordnung.
00:27:38: deine Stimme hört man trotzdem genau wie wenn zwischendurch ein Hund bellt oder irgendjemand nach einem ruft und so dass ist Lebendigkeit.
00:27:45: Ich finde das nicht so schlimm.
00:27:48: Das Problem in mir, ich mag keine Lkw-Geräusche.
00:27:51: Ich bin eher so ... Du
00:27:53: lebst ja auch im Wald!
00:27:56: Da sind ja keine LKWs.
00:27:57: Nein, da sind Grillen und Vögel.
00:28:02: Momentan haben wir einen
00:28:03: Specht.
00:28:05: Hätte ich es auch nicht so leicht, obwohl ich gucke hier raus und gucke auf eine Feige.
00:28:09: Und diese Feige haben wir in Kroatien.
00:28:11: Nur wenn ich sehe ... Die Feigen im Kroatian sind fast schon durch.
00:28:14: Also das ist schon feigenende, feigenzeitende.
00:28:17: Und die hier, die sind noch ganz mickrig, obwohl es ja so viel Sonne gab.
00:28:22: Es ist einfach kein mediterranes Klima her.
00:28:24: Kannst du machen, was du willst?
00:28:25: Da wissen doch die Feigen!
00:28:26: Aber ja... Also LKW ist völlig in Ordnung.
00:28:31: Aber eben auch das, klar!
00:28:32: Das ist natürlich eine Einstellungssache, ne?
00:28:35: Wenn dich das stört kann man gucken kannst du damit leben?
00:28:39: und wenn ja okay, kannst du da mit nicht leben dann musst du eine andere Lösung finden.
00:28:43: Ja
00:28:43: so ist es.
00:28:45: Genau.
00:28:46: aber das ist im Prinzip diese Lernprozesse egal welche Ja.
00:28:52: Die finden halt in uns statt, und wenn ich das Filzen als Metapher nehme ... Ich hab zum Beispiel vorgestern gedacht, habe ich angefangen mit den Fischchen?
00:29:00: Ich hab sieben Stück übrigens.
00:29:03: Sieben von fünfzig.
00:29:05: Da dachte ich mir, es geht schneller!
00:29:09: Es gibt so Filznadeln, die sind in so einem Holzdinge, da sind dann fünf auf einmal oder drei auf einmal, vier auf einmal.
00:29:16: Da hatte ich mir gesagt, es wird schneller,
00:29:17: gell?!
00:29:18: Und ich fielse ganz kleine Fische.
00:29:20: Und dann habe ich mir so ein, es geht schneller Teil geholt und dachte mir naja ja ich kann das jetzt schon.
00:29:26: Und da saßt mir mein liebster Gegenüber und ich rede mit dem und mach so, na so kann ich.
00:29:33: nebenbei fiel sich redig gucke ich den Kasten an und hau mir mit diesem Vierer-Ding aber alle vier auf einen Schlag mit volle Kneste in den Daumen.
00:29:47: Also so viel zum Thema Selbstüberschätzung kann ich schon.
00:29:51: Es geht manchmal... Ja, die haben wiederhaken!
00:29:59: Es geht einfach nicht schneller nur weil man glaubt man kann es schon.
00:30:03: und ich glaube einfach dass das Leben ist wie Achtung jetzt Achtungen oh der wird gut Wie ein kleiner Filzfisch.
00:30:11: Du wirst halt wenn du's wirklich wirklich gut haben willst Dauert's halt einfach.
00:30:17: Dann dauern halt Lernprozesse, dann kann sie nicht mit der Vierer-Nadel drauf loshauen und nicht mal mehr hingucken... ...dann wirst du die Nadel nehmen, die feinere, dann wirst Du Stückchen für Stückchen bearbeiten.
00:30:32: Und das war auch so ein bisschen dieser Sommer von wegen Stückchen in meinem Thema.
00:30:37: Ich hatte das große Thema Geduld, Hilfe annehmen.
00:30:41: Das kann man halt nicht schnell lernen!
00:30:43: Und wenn ich dann mein, vom Wegen kann ich schon.
00:30:46: Dann sagt das Leben zu mir ... Ja?
00:30:48: Kannst du Hilfe annehmen?
00:30:49: Wir gucken mal!
00:30:51: Wir schalten dich mal für's.
00:30:52: Das ist sechs Wochen aus.
00:30:55: Aber das macht
00:30:56: sehr genau das.
00:30:58: Wo wir jetzt auch wieder den Bogen irgendwie zu den Kindern kriegen, denen wir ja doch immer wiederkriegen.
00:31:05: Es gibt dir diesen Spruch, was Hans hier nicht lernt.
00:31:08: Lernt Hans nimmer mehr?
00:31:09: Der ist aber salch!
00:31:11: Ja ja ich sag ja auch das ist ja nicht wahr man kann es immer
00:31:14: noch lernen, aber schwerer
00:31:16: würde ich grad sagen weil bist du überhaupt erstmal zu dem Punkt gekommen bist dass für dich eine... Erst mal sind es sehr prinzipiell sehr viele Jahre die anderen Schuld so
00:31:28: Wenn's nicht schlecht
00:31:29: geht oder irgendwas war, dann sind es viele Jahre erst mal die anderen Schuld.
00:31:33: Dann wird der Leidensdruck so hoch und dann dies- und jenes bis man vielleicht irgendwann dazu kommt ... Das gut!
00:31:40: Wenn mir jetzt mein Partner eins auf die Rübe gibt, ist meine gebrochene Nase ein Fakt.
00:31:46: So kann ich ja jetzt nicht sagen dass das nicht der andere wäre.
00:31:53: aber Es sind ja innere Prozesse bei uns, die uns häufig – wo jetzt nicht so was gravierend äußertlich Schlimmes passiert, sondern wo wir unzufrieden sind.
00:32:02: Wo wir etwas munieren, wo wir nörgeln oder vielleicht in kleinere Streiterei und auch in größere Verfallen verändern wollen.
00:32:11: Wo man an keinem Ort bleiben kann, wo man in keinem Job bleiben kann.
00:32:15: Wo wird dies zu der jene?
00:32:16: Das waren ganz viele Sachen, wo natürlich immer im Außen was der andere Schuld ist oder die Umstände sind Schuld, dann ist es ja nicht selber.
00:32:24: Das heißt das dauert viele Jahre bis man kapiert hat ah okay, es hat etwas mit mir zu tun und dann dauert es auch wieder bis man weiß was und was man denn da machen kann.
00:32:33: deswegen halte ich es immer für sehr klug dass man seinen Kindern solange sie so klein sind und dass er alles gebildet wird und dass die ganz das ganze Gehirn geformt wird was in den ersten drei Jahren so viel passiert wie nie wieder im Leben überhaupt und auch das ganze innere Selbstwert, Durchsetzungsvermögen.
00:32:53: Und was halte ich von der Welt?
00:32:56: Empfinde ich die Welt gut oder prinzipiell schlecht?
00:32:58: Oder wie finde ich fühle ich mich zurecht?
00:33:01: Wie resilient bin ich im
00:33:03: Leben?".
00:33:04: Das wird ja am Anfang des Lebens mehr oder weniger, sondern wird eben mitgegeben.
00:33:12: Da an alle Eltern und auch an alle Erzieherinnen dass diese Zeit für die Kinder möglichst gut gestaltet wird, weil sie dann einfach weniger Zeit brauchen um es zu entdecken und danach zu versorgen.
00:33:32: Ja?
00:33:32: Ich denke manchmal brauche ich ein bisschen länger nicht allzu oft aber manchmal braue ich etwas länger.
00:33:38: Prinzipiell ja was mir in den ersten paar Jahren noch wichtiger wäre das Kinder lernen dieses...ich bin geliebt.
00:33:49: Ich hab grad von meiner Katze geredet, von meinen Hunden gerede.
00:33:53: Weißt du?
00:33:54: Die wissen einfach ... die vertrauen mir, dass sie geliebt sind und das auch ich mal mit Sicherheit kommt immer wieder vor, dass ich von wegen zweimal leises Recht jetzt, wenn die Pau da zum Beispiel gar nicht aufhört zu bellen!
00:34:09: Und es ist wirklich nichts erkennbar.
00:34:12: Dann fauch ich die also einmal im Jahr.
00:34:16: Pro Monat höchstens, dann bin ich da schon mal ungerecht.
00:34:20: Einmal pro Monat?
00:34:22: Also öfters sicher nicht!
00:34:25: Dann fauke ich die Schrott mal an weil herzlich willkommen beim Mensch sein.
00:34:30: wir haben einfach auch verschiedene ... ja Stimmungen, will ich jetzt gar nicht sagen.
00:34:37: Auch Stimmung auch!
00:34:38: Aber einfach auch Tagesformen ein Stück weit ... Es ist ja
00:34:42: aber das Auszuhalten.
00:34:43: wenn du aber trotzdem eben das was du ja sagst.
00:34:46: Wenn du als Kind aber gelernt hast dass du aufpassen musst wie sind die Stimmung in deinem Umfeld und wie fühle ich mich da?
00:34:55: Und wie muss ich mich am besten anpassen damit ich möglichst
00:35:00: ein
00:35:01: gutes Gefühl in mir habe dann bleibt es ja in dir.
00:35:04: Da wir hier mit
00:35:05: Pädagoginnen
00:35:06: zu tun haben, im meisten Fall oder eben auch mit Eltern.
00:35:09: Oder wie ihr immer darüber sprechen wie es ist wenn man außer familiär seine Zeit verbringt.
00:35:14: ich glaube Wenn ein Kind fünf sechs acht Stunden am Tag in einem Milieu ist wo er halt gucken muss Wie laufe ich denn unter dem Radar damit ich hier durchkomme?
00:35:25: Dann hat das auch Auswirkungen fürs Leben
00:35:28: Und dann dauert's halt später länger, da wollen wir eigentlich hin.
00:35:31: Also dieser Pressluftsommer haben wir glaube ich alle nicht nur wir beide.
00:35:34: Wir durften in diesem Sommer alle viel lernen und je besser man sich schon aufgestellt hat... also wirklich mal nicht jetzt mit besser mal nicht wirklich.
00:35:42: auch die Wertung Je sicherer ich in mir bin, je mehr Tools ich mit mir habe, je mer ich weiß wie ich selber, wie ich mich regulieren kann Das ist so einfacher war das natürlich
00:35:57: Das stimmt.
00:35:57: Und auch auszuhalten, dass Menschen die man liebt... Dass man die vielleicht in Anführungsstrichen vorn Kopf stößt und dann von denen natürlich auch eine ganz normale Reaktion.
00:36:10: also wenn ich jetzt mal meine Eltern nehme, ne?
00:36:12: Dann ist irgendwas gewesen wo ich nicht mehr so funktioniert habe wie sie es von mir kennen dann springt natürlich ja deren Paniknervensystem auch sofort an.
00:36:23: Dann ist er in Ihnen.
00:36:24: natürlich versuchen, die dann alles mit den Mitteln, die Sie halt haben, mich dahin zu bewegen, dass ich das doch bitte mache was sie hier von mir erwarten und auch bitte so bin.
00:36:35: Und daran sehe ich ja okay das sind alles Mechanismen, die ich ja von früher kenne sei es denn sich theatralisch zurückziehen und nicht mehr mit mir reden, also Liebesentzug oder ... Und dann wiederum kommen ja Gefühle in mir auf.
00:36:53: Ich hab das wirklich echt beobachtet.
00:36:56: Ich bin ... ich habe das geschafft so wie ein Stück weit rauszugehen und das echt zu beobachten.
00:37:02: Jetzt hat sich meine Mutter zurückgezogen Jetzt liegt sie da, es ist die das Sterbende Elend.
00:37:08: Und natürlich zahlt das ein auf mein ... Oh Gott!
00:37:11: Ich hab jetzt Mitleid mit ihr.
00:37:13: Aber ganz wichtig auch durch viele.
00:37:15: Mir ist, ich konnte das aber wichtig.
00:37:18: Entschuldigung?
00:37:19: Ich sag, ich weiß ja wie ... wie alt sie ist, wie es ihr heute geht.
00:37:24: Alles gut!
00:37:25: Aber ich konnte auch sehen, wie häufig in meinem Leben, in meinem jungen Leben das eben auch eine Taktik war die mich dann dazu gebracht hat sofort zu agieren wie sie es von mir erwartet.
00:37:38: Also was mir jetzt noch wichtig ist, wenn du dich jetzt zurückgezogen hast und bist auf die Meta-Ebene dann war das in deinem Fall nicht eine Form von Dissoziation.
00:37:48: Was ja auch sein könnte, sondern es war jetzt eben.
00:37:52: aber das ist schon wichtig genau.
00:37:54: Du hast ja jetzt ganz komplett... ich guck mir das an
00:37:58: Ich guck mir das an.
00:37:59: In dem Moment, als ich auch gesagt habe ... Moment, ich geh mal ganz kurz raus und mach kurz Denken.
00:38:03: Ich bin gleich wieder da.
00:38:04: Ich hab das ja in meinem Gefühl gemerkt.
00:38:06: Da hab ich gemerkt,
00:38:07: bleib' ich da oder verändert sich da
00:38:10: was?
00:38:11: Aber das ist jetzt genau der Unterschied!
00:38:12: Das war halt bei dir wahrscheinlich vor zwanzig Jahren noch ganz.
00:38:16: unbewusst und dadurch, dass du dich mit dem Thema auskennst.
00:38:21: Und ich mir dir inzwischen gut auskannst ist es halt bewusst und darum geht's!
00:38:26: Jetzt sind wir bei der Frieda.
00:38:29: jetzt kann dein Wissen ja erst funktionieren.
00:38:33: das wissen über Trauma allein hilft dir gar nichts wenn du Dich nicht kennst Wenn Du Dich Nicht annehmen kannst mit was auch immer.
00:38:44: Und das habe ich jetzt auch in diesem Sommer gemerkt.
00:38:46: Ich hatte andere Themen, aber ich durfte jetzt – und es ist mir sehr gut gelungen – lernen einfach sein zu lassen!
00:38:57: Ich kann's grad nicht ändern.
00:38:59: Also ich bin ja die «das mache ich jetzt», «schnell» und so eine ganz hochfunktionale natürlich die ganze Zeit Und dieses sein lassen und dieses auch andere sein lassen.
00:39:12: Hm, schöne Aufgabe für mich!
00:39:15: Ganz schön.
00:39:17: Und wobei
00:39:19: ich ja finde, dass du ein Profi bist im Andere sein lassen auf einem anderen Gebiet?
00:39:24: Also du beherrschst diese ... Du beherrscht das Spiel schon sehr gut.
00:39:29: Ich beherreste
00:39:30: es zum Beispiel.
00:39:31: Ja.
00:39:32: So, ich fühle mich bei dir so safe weil du es geschafft hast mir zu... mich da zu berühren, wo ich das Gefühl habe, ich darf so sein wie ich bin.
00:39:44: Ja!
00:39:44: Ich kann Menschen sein lassen, wie sie sind.
00:39:47: Nichts kann nicht besser.
00:39:48: Das ist eine meiner größten Kompetenzen und sich kann sie vor allem nicht nur sein lassen.
00:39:53: Ich kann sie v.a.
00:39:54: auch genauso anerkennen in ihrer Besonderheit.
00:39:59: Das is'n nicht mein Thema.
00:40:01: Ich meinte seienlassen wenn's MEIN Leben betrifft.
00:40:07: Weißt du?
00:40:08: Jeder hat seinen Tempo, auch wenn meine Spülmaschine voll ist.
00:40:19: Also ich habe die Königsdisziplin, hab' ich jetzt gerade gelernt... Weil
00:40:23: du bist so... Ich weiß ja, ich war ja schon oft bei dir und ich weiß ja wie schnell du Dinge erledest, ne?
00:40:28: Da steht da was, zack-zack-Zack Es ist alles weg hin und her.
00:40:31: Klar!
00:40:32: Jetzt hast Du deinen rechten Arm im Gips Ja.
00:40:34: Und kannst dich nicht bücken, um im Linken alles zu machen?
00:40:37: Dann siehst du etwas was aber in der er sofort signalisiert?
00:40:41: so tu das jetzt!
00:40:43: Jeder der schon mal zu einem Seminar bei uns in Weihlbach war ich sag nur man nimmt ihr die Sidolinflasche weg und schmiert mit den Händen über dem Glas.
00:40:57: Das ist für mich wichtig.
00:41:02: Für meinen Seelenheil brauche ich um mich herum eine gewisse Ordnung.
00:41:07: Mir ist es einfach wichtig und Menschen, die mit mir leben machen das weil sie wissen, dass es mir wichtig ist aber in ihrem Tempo.
00:41:22: Und ich kann nicht so wie ich bin, wie ich will Wie ich bin, kann nicht schon.
00:41:27: Das hat jetzt gar nicht mal nur den Karsten betroffen.
00:41:30: Es ging auch drum von wegen... Ich kann halt nicht schnell mal da hinfahren.
00:41:33: Also dieses Mal musste ... Ich musste nicht andere sein lassen!
00:41:37: Das kann ich ja schon.
00:41:39: Ja,
00:41:39: stimmt.
00:41:40: Ich musste
00:41:41: mich sein lassen.
00:41:44: Das war schwerer.
00:41:45: Im
00:41:46: Tempo der anderen?
00:41:48: Ja,
00:41:49: also ich musste mich ... Du kannst dich ja sehr gut anpassen.
00:41:56: Und was ist dein Learning?
00:41:58: Tempo rausnehmen, nicht die Vierer-Filznadel auf einmal weil es schneller geht.
00:42:04: Mein Tempo... Ich hatte die Frieda den ganzen Sommer neben mir sitzen.
00:42:08: von wegen so Anke Das ist Gelassenheit einfach mal sein lassen lass dich selber sein.
00:42:16: Und mein Learning ... Ja, das war mein Learning.
00:42:19: Bei mir geht's nicht um die anderen.
00:42:21: Da ging es jetzt mal um mich noch mal ein.
00:42:22: Das Eingemachte.
00:42:25: Es ging um dich?
00:42:26: Es ging über mich und durfte ich sechs Wochen am Waldrand lernen.
00:42:31: Was ich aber auch gelernt hab aus der Zeit... Das ist für mich so schön!
00:42:36: Das ist übrigens auch mein scheinender Moment.
00:42:38: Wir haben gesagt wir machen heute kürzer.
00:42:42: Wir machen kürzere, weil du auf eine Hochzeit gehst.
00:42:46: Bei mir wartet der nächste Filz Fisch und Mutter.
00:42:51: Mein Learning ist, ich habe mir zum Geburtstag ganz viele Bücher gekriegt.
00:42:54: So richtige Schinken so ... fünfhunderts, sechshunderte Zeiten.
00:42:59: Bücher?
00:43:00: Ich hab mir auch ganz bewusst nicht irgendwelche spannungsreichen Bücher gewünscht, sondern viele Naturbetrachtungen!
00:43:06: Und da sitze ich jetzt da und lese die.
00:43:11: Und es ist okay, wenn ich einfach da sitze und lese Bücher auch, wenn da noch fünfundzwanzig E-Mails nicht beantwortet werden.
00:43:19: Das war mein Learning.
00:43:21: Nee!
00:43:21: Es muss nicht alles sofort gemacht werden.
00:43:25: Ja?
00:43:26: Und ich habe abends ein leeres E-Meilfach immer bei mir ist aufgeräumt immer.
00:43:31: Und das war jetzt nicht möglich sechs Wochen lang nicht.
00:43:34: Und jetzt Achtung... Ich genieße so dass sich's wieder kam Also diese Freude
00:43:40: darüber,
00:43:41: dass Tempo wieder ins Leben kommt.
00:43:44: Aber du hast auch gemerkt, wenn es nicht im Leben ist, das Ende bedeutet?
00:43:47: Nein!
00:43:48: Und ich könnte ja vorher schon so Sachen wie stundenlang auf Bäume gucken und dem Regen zuschauen ... Es ist ja nicht so, dass ich nicht sein kann und Dinge laufen lassen
00:43:58: kann.
00:43:58: Ja, solange das selbst bestimmt
00:44:00: ist.
00:44:00: Ganz genau.
00:44:01: Dass du
00:44:01: andere sein lassen lässt für dich.
00:44:06: Und ich durfte jetzt mal lernen, dass Selbstbestimmung auch ein dehnbarer Begriff ist.
00:44:13: Ich konnte jetzt gerade nicht so selbstbestimmt sein wie ich gerne gewesen wäre und ich glaube das war ein wichtiger Schritt für mich.
00:44:25: Das Leben ist größer als ich.
00:44:29: Viel größer!
00:44:32: Ja und jetzt auch, dass du in Weihwach bist.
00:44:34: Jetzt kannst du genau das beobachten mit dieser Brille die du da jetzt in diesen Sommer
00:44:39: gepunzt hast.
00:44:39: Und da ich ja bekennende Christian bin hätte dann Wort dafür ... Das heißt Demut.
00:44:47: Ullalalala!
00:44:48: Oh
00:44:52: Gott, das ist so groß, dass ich kaum meinen scheinen Moment noch sagen kann.
00:44:56: Demut?
00:44:58: Ja.
00:44:58: Demutt is ganz genau demut.
00:45:01: Für mich war's der Sommert der Demut Und zwar vor dem Leben, nicht vor irgendjemandem.
00:45:08: Vor Gott und dem Leben.
00:45:09: Ja, kommt schon wieder ein Lkw.
00:45:14: Irgendwie kommen hier alle zwei Minuten Lkws.
00:45:16: Aber lebe ich hier!
00:45:17: Ich bin auf einem Dorf, weißt du?
00:45:21: Das Dorf will versorgt sein.
00:45:23: Lasst die Lkwas mal sein... Lass sie fahren.
00:45:26: Die wirst du wahrscheinlich nicht durch Weylbach Gelenk kriegen, wobei ich finde das auch doof dass die durch dieses kleine Orts-Dings da durchfahren dürfen.
00:45:34: Wir haben doch da vorne so eine riesen Straße.
00:45:37: Warum fangen wir nicht da?
00:45:38: Ja es wird noch besser!
00:45:39: Die fahren gar nicht durchs Dorf, die fahren praktisch rechts von mir in den Hof hinein weil der Nachbar ist ein Öllieferant Und ich mein, auch von diesem Öl wird in diesen Öltank in diesem Haus Öl reingepumpt.
00:45:53: Nichts gegen das Öl!
00:45:54: Wir brauchen Heizung.
00:45:56: Nur ... ja es ist halt was anderes ne?
00:46:00: Wenn der anrufst und sagt du mach mal voll oder ob du hier sitzt mit offenem Fenster und fährt an dir vorbei.
00:46:05: Ha,
00:46:06: die Entscheidung ist noch nicht getroffen.
00:46:09: Die Mut.
00:46:09: Ja danke.
00:46:13: Doch aber du wirst eine gute Entscheidung treffen.
00:46:15: Fühl da mal noch die nächsten zwei Tage rein.
00:46:18: Ja, bei mir ist es... Also mein scheiner Moment ist auch dieser Sommer.
00:46:21: Ich meine ich sitze jetzt hier im Herbst auf einmal der war ja ab Prob zu Ende aber auch da bei mir war's mehr so Raum für mich einnehmen und nicht in Sinne von ich nehme anderen was weg sondern Raum für sich einnehmen.
00:46:40: Das ist das ist so mein Ding dieses Sommers und das ist gut Das ist total gut und fühlt sich richtig gut an.
00:46:48: Und immer mal zu überlegen, ja wo ist denn mein Raum?
00:46:52: Wer darf denn überhaupt da rein?
00:46:55: Ja, ich hab da so eine schöne Schwimmbewegung.
00:46:57: Weißt du?
00:46:57: Wenn ich dann nach vorne mache und das Wasser hinter mir weg, dass alles sofort weghalte, damit ich auch einen Entscheidungsfreiraum bekomme ... Und nicht sofort Atok reagiere auf alles was um mich herum passiert.
00:47:14: Das braucht's nicht, gell!
00:47:15: Haben wir beide vielleicht ein bisschen Langsamkeit gelernt?
00:47:20: Ja, habe ich auch gerade ... dran gedacht, ich merke auch gerade so meine Stimme wird irgendwie noch mal langsamer.
00:47:26: Noch langsame mein Gott!
00:47:28: Ja also vielleicht hört ihr uns alle auf zwei oder drei aber
00:47:31: das kann man sich doch
00:47:31: zweihören.
00:47:34: Langsamer und ich habe aber früher mit langsamer eher eine Befürchtung gehabt dass ich dachte oh Gott dann verliert es auch an Bedeutung.
00:47:44: Aber nein, verliert nicht sondern ist für Gewintern Intensität.
00:47:51: Das ist mein Schirm.
00:47:51: Ja, okay ... Deiner Langsamkeit und meiner Demut langsame Demut.
00:47:59: Aber ich glaub wir haben's verstanden!
00:48:02: Wir müssen wieder das Verländersprüche sammeln?
00:48:04: Ah ja, das macht es ja du.
00:48:08: Scheinliche Schwester, ich wünsch dir einen wundervollen Tag.
00:48:12: Ich dir auch mit Lkws und Mama und Verwandtschaft und allem was dazu gehört.
00:48:18: Und mindestens fünf Filzfischchen Ziel des Tages.
00:48:21: Minimum fünf, ich sitze an einem Moment für eine Stunde.
00:48:25: Ich möchte
00:48:26: ein Bild sehen!
00:48:27: Ja guck mal wenn das da reinfließt statt in Handyzeit?
00:48:30: Ich habe gestern auch mal geguckt was meine durchschnittliche Bildschirmzeit ist.
00:48:35: Das möchte keiner wissen...
00:48:37: Also meine durchsschnittliche Bindschirm-Zeit ist ungefähr zwanzig Minuten pro Tag.
00:48:45: Das ist gut.
00:48:46: Ja, das ist mir auch wichtig.
00:48:47: Mir geht es so auf den Zänkel.
00:48:49: Ich kann dir gar nicht sagen wie mir das auf dem Zeiger geht.
00:48:52: Das ging mir schon lange auf ein Zeige.
00:48:54: Das habe ich total reduziert.
00:48:56: Also wenn ich mit dir jetzt rede... ...ist es für mich nicht Bildschirmzeit!
00:49:00: Ich rede bei Bildschirmzeit redig dieses Unötige.
00:49:04: Nein aber das ist ja jetzt für mich der, da spreche ich ja mit dir und wir nehmen gleichzeitig auf.
00:49:08: Ja vor mir läuft der Rechner also Arbeiten im Sinne von ich beantworte E-Mails oder ich schreibe was.
00:49:15: Das zählt nicht für mich zur Bildschirmzeit, mit Bildschirmzeit meine ich Datteln auf Instagram genau meine WhatsApp Gruppen ist für mich natürlich ein Bildschurm aber das ist es für mich wie ein Gespräch.
00:49:29: Da sind ausgewählte Menschen da werde ich auch in kein real oder so irgendwas reingezogen.
00:49:34: da tauschen wir uns aus.
00:49:38: also Ich hab Social Media Bildschirmzeit, bin ich, glaub ich, momentan.
00:49:42: Keine Ahnung mehr ... bei null?
00:49:45: Manche Tage nicht einmal auf Instagram!
00:49:47: Oh, da hab's endlich geschafft.
00:49:49: Da habe ich jetzt aber auch drei Jahre für gebraucht.
00:49:51: so viel zu Thema Langsamkeit.
00:49:53: und wir haben Sommer.
00:49:54: Wir haben Sommer, genau.
00:49:56: Okay, jetzt haben wir
00:49:58: Herbst.
00:49:59: Geh mal zur Hochzeit.
00:50:00: Was war mal fürs Schöne?
00:50:01: Verscheinende Momente gehabt?
00:50:03: Meine Demut und Du-Langsamkeit, okay.
00:50:06: Mhm.
00:50:07: Dann Grad wollte ich sagen Happy Halloween, aber das ist immer noch gar nicht.
00:50:12: Nein nein, da wart'n auch!
00:50:13: Aber
00:50:13: bald, bald, Bald ist September und dann ist der Sommer vorbei.
00:50:16: endlich Herbst!
00:50:21: Schein auf, liebe Anke.
00:50:23: Schein on, liebe Klavier.
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