Folge 115: Mit der Hand im Wasserglas

Shownotes

Claudija, mit viel Geduld für alle, feiert den ersten Babygeburtstag und bemüht sich, möglichst brav zu sein, damit es keine Generationenkonflikte gibt. Denn Erwartungen haben nicht nur Entwicklungspsychologen. Nein, auch andere Menschen haben große Sorge, dass Kinder die Weltherrschaft übernehmen, wenn man sie nicht ausreichend bestraft. wir müssen dringend unsere Vertrauenskompetenzen reflektieren und wir müssen reflektieren, ob wir immer helfen müssen wenn jemand beim Wäschemachen in der Garage Hilfe braucht. In Japan werden keine Schulranzen geworfen. Dort sind alle Kinder brav, denn sie lernen schon früh sich anzupassen und das erzeugt hohen Leidensdruck, weil Zwangsentschuldigungen und Gehorsam bis zur Erschöpfung trainiert werden. Wir hier haben die Wahl, uns für die Würde des Kindes zu entscheiden und Angst wie auch Züchtigung zu vermeiden. Manchmal führt auch bei uns die Schulpflicht zu bitteren Tränen und Kinder müssen ihr Verhalten verändern. Das ist schwer für Kinder und für Hunde. Ein gutes Beispiel dafür ist Toodles. Claudija hat Verantwortung übernommen und gezeigt, dass sie als Erwachsene die Situation im Griff hat und sowohl Baby als auch dem Hund Respekt und Verantwortung entgegengebracht. Dadurch lernen Kind und Hund Sicherheit. Anke hat gelernt selbstsicher zu sein und zeigt ihre Zähne am liebsten mit einem Lächeln, wenn genervt Geduld trainiert und jeden Tag ein wenig besser wird. Shine on!

Claudija Stolz https://www.claudijastolz.com https://fruehe-bindung.de https://www.youtube.com/@claudijastolz7433

Dr. Anke Elisabeth Ballmann https://www.ankeelisabethballmann.de https://www.youtube.com/@dr.ankeelisabethballmann https://stiftung-gewaltfreie-kindheit.de

Transkript anzeigen

00:00:01: Wir kommen bei Stolz und Ballmann dem Podcast von und für Herzensmenschen.

00:00:05: Dr.

00:00:06: Anke Ballmann in Entwicklungspsychologin und Claudia Stolzz, Familientherapeutin

00:00:11: teilen

00:00:11: ein und Aussichten über Gott und die Welt, die inspirieren und stärken – fühle dich eingeladen das Schöne im Leben zu sehen und zu teilen!

00:00:32: Ja, ich bin noch am Meer in der Tat.

00:00:35: Geht

00:00:35: es dir schon auf den Zeiger?

00:00:37: Reicht's schon!

00:00:38: Ja, das Meer reicht mir nie.

00:00:40: Also hier sein wird mir glaube ich nie reichen.

00:00:42: Ich würde gerne immer, immer hier leben mit der guten Infrastruktur die ich hier habe und immer die Möglichkeit haben halt überall hinzukommen.

00:00:50: weißt du mal schnell an einen Flieger nach Memmingen zu dir oder ins Flugzeug nach Düsseldorf zum Baby?

00:00:57: Das würd' dich gerne.

00:00:58: Es ist nur so dass wir hier so viele Menschen sind.

00:01:02: Uns fehlt so unser ganz privater Raum.

00:01:05: Das Haus ist groß, aber wenn so viele Menschen da sind habe ich – und das wäre gar nicht schlecht, weil wir vielleicht darüber auch reden könnten – weißt du?

00:01:14: Ich bin ja ein sehr braves Mädchen!

00:01:17: Und wenn jemand anderes was von mir möchte dann mache ich das möglich

00:01:25: Das stimmt.

00:01:27: Da ist es manchmal gar nicht so geschickt, wenn man für alle anderen alles möglich macht.

00:01:35: Und das ist halt das, wo ich gerade merke ... dass mit dem Brav sein?

00:01:42: Das überdenken wir noch mal!

00:01:44: Aber mich interessiert eben auch sehr wie's dir geht mit deinem

00:01:49: Arm.

00:01:50: Ich bin auch sehr

00:01:52: brav.

00:01:53: Ja, aber das liegt mir nicht nur ich kann gerade keine andere Option ich muss grad sehr geduldig sein habe ich im letzten podcast auch schon gesagt Ich hab mit anderen Menschen es ist ähnlich wie bei dir ich habe mit anderen menschen unfassbar viel Geduld.

00:02:09: also bis mir damals der Kragenplatz des dauert Mit mir selbst habe ich nicht ganz so viel Geduld.

00:02:17: Und ich bin ja eine von der schnellen Sorte, weißt?

00:02:20: Ich lege mal schnell ein Korbwäsche zusammen oder saug mal schnell durch und da geht grad gar nix als ich mein Wäsches zusammenlegen mit einer Hand.

00:02:33: in Geduld üben dürfen.

00:02:35: In Geduld mit uns selber, gar nicht mit anderen oder so sondern mit uns selbst.

00:02:40: Ja ja total!

00:02:42: Mit anderen ist es ja auch nicht schwer für uns.

00:02:45: Wir kriegen gerade Aufgaben wir haben auch gerade Lebensaufgaben.

00:02:51: Ja dürfen wir lernen

00:02:53: Wo ich dich gerade gefragt habe, mit dem Bravsein.

00:02:56: Ich find ja dieses Bravsein ... Das kommt mir im Moment von verschiedensten Seiten.

00:03:01: Mein Baby hat heute Geburtstag!

00:03:03: Ja, herzlichen Glückwunsch, Baby!

00:03:07: Ich hab schon ein Foto gesehen.

00:03:09: Oh mein Gott... Ich hab sogar einen Film gesehen.

00:03:13: Jetzt sind unsere Babys ein Jahr alt und müssen unsere Babies eigentlich brav sein?

00:03:18: Ganz genau das ist die Frage.

00:03:22: Generationen seit Wochen auf ein heuer engstem Raum nicht.

00:03:26: Wir haben ja tausende von Quadratmetern, ja nicht Haus aber Grundstück und da man sich im Sommer immer draußen aufhält ist es nicht ängster Raum.

00:03:35: das will ich jetzt nicht sagen.

00:03:37: Aber wir sind hier mit verschiedensten Generationen zusammen.

00:03:42: also Essen vor Sorgen miteinander sein, wie man halt dann so ist.

00:03:47: Was ich ja auch sehr mag.

00:03:48: Ist ja nicht so dass ich das nicht sehr mag und genieße.

00:03:51: Das unterscheidet uns grundsätzlich.

00:03:54: Ich mag das sehr gern!

00:03:57: Wir müssen hier ein bisschen was verändern, das habe ich schon

00:03:59: gesehen.

00:04:00: Ja, ja, ja... Was mir damit auffällt ...ist von Welcherwartungen werden wir an Baby gestellt?

00:04:08: Schau mal, Baby es kommt jetzt in das Alter wo Baby tut, was es tut Und wo Baby Dinge tut, die es halt einfach tun möchte.

00:04:17: Weil das auch Dinge lernt!

00:04:19: Also Sachen runterschmeißen mit Essen matschen, Haare ziehen, Brillen wegschmeißn... alles so Dinge, die man so mit einem Jahr tut.

00:04:30: und jetzt sitze ich hier mit Baby auf dem Schoß und Baby macht Klaut Essen aus dem Nachbarsteller, packt sich das bei sich drauf.

00:04:39: Schüttet Wasser irgendwo hin, greift mit der Hand ins Wasserklas und weißt du ich bin ja da schiefen entspannt ne?

00:04:47: Ich stehe ja da oder sitze da, habe mein Wasserglas in der Hand Und er steckt seine ganze Hand da rein und das Wasserglaskquillt über läuft über den Tisch.

00:04:56: Meine Mutter kriegt Herzgrasen!

00:04:58: Ich sehe schon wie ihr Blutdruck steigt.

00:05:03: Ja ja

00:05:05: Weißt du, was ich meine?

00:05:06: Ich weiß genau, was du meinst.

00:05:08: Aber das ist ein ganz wichtiger Punkt weil jetzt muss man halt unterscheiden.

00:05:12: Also Familie ... Ich liebe meine Familie aber ich bräuchte es nicht wie du irgendwie so zwei Monate an mir dran klebend ohne Pause Das ist mit too much

00:05:24: Mit Baby und Schwiegerfamilie

00:05:26: Ja eben nicht!

00:05:27: Genau ja Auch zum Essen treffen und so weiter, aber es gibt keinen Menschen den ich zwei Monate an mir dran kleben muss.

00:05:41: Das ist nicht meine Welt!

00:05:43: Ich brauche definitiv meinen Freiraum ganz wichtig und allein sein.

00:05:47: Aber jetzt zu Baby.

00:05:48: zurück mit Hand im Wasserglas... Wenn ich jetzt Nicht das Wissen habe, was es Baby gerade macht.

00:05:56: Nämlich die Welt entdecken und jetzt Baby zum Beispiel Absicht unterstelle von wegen Baby will mich nur ärgern Und guck mal wie der sich aufführt und was er macht und der braucht euch jetzt grenzen Dann ist eine ganz andere Nummer als wenn ich weiß.

00:06:14: Baby probiert Jetzt einfach aus wie die welt funktioniert und Ich glaube dass dementsprechend auch der umgang mit baby is

00:06:22: Wie unterschiedlicher die Reaktionen sind.

00:06:25: Und wie unterschiedlich ... Ich beobachte ja, ich sitze und bin beobachtet.

00:06:29: Das ist schade, dass Baby weg ist, weil ich kann gar nichts mehr richtig beobachten.

00:06:35: Also, ich hab so gerne Baby beobachtet.

00:06:37: Dann ist Baby unterwegs auf allen Vieren und will irgendetwas machen, was aber der Urober nicht gefällt.

00:06:44: Und dann sagt sie... Sie hat ja also ... sagt sie immer für alles total Verständnis und ist ja ganz, ganz offen.

00:06:53: Was sie auch wirklich isst.

00:06:55: aber nichtsdestotrotz ist sie über achtzig Und dann gibt es halt Dinge.

00:06:59: und dann sagt sie so Dinge wie Ja nee Aber da habe ich jetzt aber das geht Jetzt nicht.

00:07:04: aber das muss er jetzt verstehen.

00:07:06: und guck mal wenn Ich nein sage wir mich anguckt.

00:07:10: Er versteht dass schon Naja, sagt mir, tut er nicht.

00:07:13: Aber gut, mach weiter!

00:07:17: Da brauchst du jetzt Wissen dazu?

00:07:19: Du verstehst das ja oft nicht mal.

00:07:21: Eltern.

00:07:21: Es ist ja Eltern von deinem Baby sind ja beides Pädagogen.

00:07:25: Das heißt

00:07:26: was jetzt nicht unbedingt.

00:07:27: was heißt aber...

00:07:29: Naja also die Pädagogen müssen zumindest wissen was in welchem Alter überhaupt verstanden werden kann

00:07:36: und wenn sie dann aber nicht reflektiert dass sie produktionsbereit sind, nutzt ihnen das Wissen wenig.

00:07:42: Weil es ist ja ein Gefühl was in einem stehen.

00:07:45: Ja aber also sorry ich meine dann sollten Sie auch nicht mit Menschen arbeiten.

00:07:50: Ich habe

00:07:50: gerade ... Jetzt gucken wir uns mal in der Pädagogikwelt um und dann gucken wir mal bei wie vielen es wirklich mit der Reflexion so funktioniert.

00:07:59: Ich hab ja auch immer gedacht.

00:08:00: Und mit dem Wissen einfach auch, gell?

00:08:02: Also ich arbeite ja immer wieder in Teams wo die großes Thema Entwicklungspsychologie wo mich Menschen echt erstaunt angucken, wenn ich sage das kanntes Kind vor seinem dritten Lebensjahr überhaupt nicht.

00:08:14: Genau!

00:08:15: Also kann das Kind nicht können?

00:08:17: Ja aber Claudia, also darüber reden wir heute nicht okay?

00:08:20: Und meine Kinder wissen das ja auch.

00:08:23: und da ist...

00:08:23: Eben,

00:08:24: alles ist gut.

00:08:25: Also da müssen wir gar nicht wissen

00:08:28: die.

00:08:28: Die Oma weiß es, die Eltern wissen's und sie wissen einfach auch von wegen Erkanja in diesem Alter noch gar nichts absichtlich machen.

00:08:38: und schon gar nicht kann er jemanden bewusst ärgern.

00:08:41: Da drehen wir mal die Uhr noch drei Jahre vor.

00:08:43: Aber

00:08:45: wie tief das drin ist, wenn man dann, wenn er halt irgendwo hingeht?

00:08:50: Und der hat ja meinetwegen den Tag vorher ein, zwei, drei Mal ein etwas schärferes Wort gehört und er geht da dran und schaut die Person an und dann wird interpretiert.

00:09:02: Guck mal!

00:09:03: Er weiß genau was er da tut Und wenn ich jetzt nicht streng bleibe, dann ist Hopfen und Malz verloren.

00:09:13: Genau!

00:09:13: Dann wird er die Weltherrschaft übernehmen.

00:09:15: Das ist ja immer die Sorge, dass Kinder ...

00:09:20: Er hat hier in der ganzen Zeit auch im Elternbett geschlafen.

00:09:25: Auch da sind die Zeiten langsam zu Ende, weil man möchte schließlich nicht, dass er das ein Leben lang

00:09:34: tut.

00:09:34: Der muss ja auch lernen

00:09:35: im Eigen.

00:09:36: Also ich finde es einfach so irre, wie festgefahren das ist.

00:09:39: und da kommen wir jetzt zu dem Brav.

00:09:42: Was?

00:09:44: Es wurde auch schon nachgesagt, oh der ist aber frech.

00:09:48: Er ist Gegenteil von Brav!

00:09:52: Ohja, wie schön!

00:09:54: Da geht mir ja das Herz auf.

00:09:56: Je frecher desto

00:09:57: besser.

00:09:59: Und wie kriegen wir das Kind denn jetzt

00:10:03: brav?!

00:10:04: Was würdet ihr denn

00:10:05: nicht darauf

00:10:06: sagen?

00:10:07: Ach du lieber Gott, nee.

00:10:09: Winterhoff ist noch mal eine ganz andere Nummer.

00:10:13: Ich glaube wir müssen die

00:10:14: Tür anschauen.

00:10:16: Ja genau so.

00:10:17: Aber das ist ja die Angst vieler Menschen.

00:10:20: Dass Kinder eben, sag ich ja, die Weltherrschaft übernehmen und dass Kinder – ich lasse mir mal den Winterhof weg aber dass sie halt nicht so funktionieren, wie man sie gerne hätte.

00:10:32: Und ich würde jetzt mal brav eventuell wirklich mit Funktionieren sogar vergleichen.

00:10:39: also das die Kinder sagen wir es mal so Sie sind nicht angepasst in dem Moment wo sie frech sind.

00:10:47: Also frech ist für mich auch nochmal eine Definitionsgeschichte.

00:10:50: Ich denke was wollen Erwachsene?

00:10:51: Sie wollen das Kinder gut im Alltag mitlaufen sprich funktionieren Dass sie pflegeleicht sind vielleicht auch Und ich kenne es dein Baby nicht und ich kenn mein Baby jetzt besser.

00:11:07: So wie ich sie kennen, sind das beides Kinder die durchaus sehr gut in einen Alltag passen.

00:11:14: nur sie passen halt in einem Alltag der an Erwachsenen orientiert ist Und da, glaube ich, gibt es schon Unterschiede von Kindern, die so gar nicht in einen Alltag passen.

00:11:27: Der von Erwachsenen geregelt wird.

00:11:30: nur Es ist nun mal auch so Die Nachkommen von Säugetieren passen sich dem Alltag der Erwachsenden-Säugetiere an und was anderes ist es ja bei Menschen Auch Nicht

00:11:41: Ganz Genau.

00:11:43: und Da Ist Es So Wichtig.

00:11:45: also das wird Ja oftmals auch verwechselt oder unterstellt, dass halt wenn ein Kind nicht die nötige Zurechtweisung erfährt an gegebener Stelle.

00:11:58: Dass es dann eine fast lesifere Art der Erziehung sei und ich bin ja der Meinung das ein kind unfassbar viele Grenzen und auch Konsequenzen braucht aber eben dem Kind entsprechend und nicht dahingehend, dass man dem Kind beibringt.

00:12:15: Wenn du etwas tust wird es für dich... Es wird wehtun oder es wird eine negative Konsequenz haben also du lernst aus Konditionierung sondern das man halt die Umgebung auch ein wenig den Kind anpasst.

00:12:32: Dass wir halt auch hier natürlich geguckt haben, wirklich auch gefährlich sein können, dass wir die einfach ein bisschen weggeräumt haben.

00:12:40: Wir haben nicht alles komplett weggerräumt, wir haben dann halt auch mal das Kind weg geräumte oder dann halt zu gegebenen Stelle gesagt so, ne?

00:12:49: Das ist etwas da spielt keiner mit und das Kind hat noch immer wieder da weggenommen und das hat super funktioniert.

00:12:56: nur wenn man halt versucht dem kind es entweder Anschreit oder es ist ja auch immer dieses erhobene Zeigefinger und nein, nein.

00:13:07: Oder auch dem Kind ein Klaps auf die Hand zu geben wenn's etwas tut.

00:13:12: Das sind alles Dinge wo das Kind spürt.

00:13:15: Wenn ich das mache hat für mich eine negative Konsequenz.

00:13:19: Also lasse ich das weil ich fasse nicht zweimal auf die heiße Herdplatte

00:13:24: Genau, also funktioniert ja super.

00:13:27: Also wenn irgendwas funktioniert dann ist es eine autoritäre Erziehung.

00:13:32: so richtig schön mit Lob und Strafe und eventuell auch sogar körperlichen Strafen.

00:13:39: das diskutiere ich gar nicht mehr weil ich einfach weiß was rauskommt.

00:13:45: Also A ist es verboten.

00:13:46: Wir hätten hier schon auch Gesetze, aber wir wissen auch dass innerfamilieer sich Menschen nicht an Gesetzen halten und wir wissen Auch das in vielen Kitas sich Menschen Nicht Angesetze Halten Und durchaus Gewaltvoll erziehen.

00:14:02: ich glaube da können wir uns beide recht gut aus was kriege?

00:14:05: Ich krieg in dem Moment einfach Von der Haltung her, ich kriege gehorisame Kinder die sich an Regeln halten.

00:14:16: die funktionieren super, nur leider funktionen sie für sich nicht.

00:14:20: Also das ist ein Riesenthema, dass wir da, der Riesenfastes wird aufmachen wenn wir es aufmachen wollen.

00:14:26: Aber ich denke ja, dass auch hier im Podcast uns sehr einig sind, dass Kinder nicht gewaltvoll erziehen wollen und auch nicht mit emotionaler Gewalt.

00:14:36: Das ist dann der nächste Schritt.

00:14:38: also von wegen auf die Finger klappen aber auch dieses Liebesentzug ich nicht mit dir, dann gucke ich dich nicht mehr an.

00:14:46: Also diese ganze emotionale Erpressungsthemen... Ich weiß nicht ob wir die hier nochmal diskutieren wollen, können wir gerne machen?

00:14:56: Nein!

00:14:56: Wir müssen sie nicht diskutieren.

00:14:57: aber was ich wichtig finde ist zu gucken.. Was macht ein Kind

00:15:02: brav?!

00:15:03: in Anführungsstrichen.

00:15:04: und warum ist es das dann überhaupt?

00:15:06: Und was bedeutet das Bravsein des Kindes, denn für ein Leben im Erwachsenenalter.

00:15:11: Also das merke ich gerade hier sehr genau.

00:15:14: Ich bin ja jetzt auch mit meinen Eltern hier und ich merke das bestimmte Verhaltensweisen in Konfliktsituation bei mir etwas auslösen.

00:15:22: Jetzt bin ich erwachsen, ich bin fähig zu reflektieren und ich bin Fähig meine Gefühle

00:15:27: die ich

00:15:28: fühle auch zu hinterfragen also diesen Gap zwischen Reiz zu nutzen, um darüber nachzunängen was da gerade passiert.

00:15:35: Das kann ich ganz gut und ich habe hier viel Gelegenheit dazu.

00:15:40: und natürlich überlege ich wo kommt das denn her?

00:15:44: Wie ist es denn entstanden?

00:15:46: also wenn ich dann so meine Geschichte mir anschaue und dieses brav sein soll und ich bin sicherlich ein Kind was eigentlich nicht per Geburt als brav auf die Welt gekommen ist, weil ich viel zu lebendig bin.

00:16:04: Als das was man an Brav erwartet.

00:16:07: also ich war immer sehr Ich musste unwahrscheinlich viel austesten.

00:16:14: Ich musste alles ausprobieren, ich musste gucken wie geht das?

00:16:17: Geht es nicht doch noch ein Stückchen höher bis der Ast bricht?

00:16:21: Geh's nicht doch hier weiter also ist er jetzt nicht unbedingt brav so sondern adi

00:16:28: Das kommt halt drauf an Was man als BRAV bezeichnet, für mich ist jetzt BRAV ganz klar gehorsam Richtung erwachsenen Orientierung.

00:16:39: BRAV ist eventuell ein Mensch der seinem Autonomiebedürfnis gar nicht mehr nachkommt weil einfach vorher und das Krankreichste nur mit Gewalt hin... Weil du gelernt hast dich selber zurückzustellen.

00:16:56: Aber das könnte ja unsere Babys können es ja noch gar nicht, wenn die jetzt Gewalt erfahren würden dann würden sie aber nicht verstehen warum Sie sich zurücknehmen sollen was ja bei älteren Kindern durchaus geht.

00:17:08: Das würde ich mal als Kooperation bezeichnen.

00:17:10: da ist auch wichtig dass ein Kind lernt das geht das geht nicht nur da.

00:17:15: in dem Alter sind unsere Babies noch nicht

00:17:17: Ja und da muss man auch gucken was is wirklich Kooperation?

00:17:20: Und was ist eben der

00:17:22: geübte

00:17:23: gewalt?

00:17:24: Genau.

00:17:25: Aber wenn ein Kind kooperiert, dann kann ich ein Kind auch über eine natürliche Autorität einfach über Vertrauen ... Achtung!

00:17:33: Bindung haben wir tausendmal drüber gesprochen.

00:17:36: Wenn ein Kind sicher gebunden ist, dann vertraut es mir und dann kann Ich als erwachsener Mensch sagen Stop an dieser Stelle muss ich auch gar nicht erklären weil wenn das Kind vertraute wird Es stoppen aber nicht mit einem Jahr

00:17:55: die Erziehung.

00:17:56: Ich weiß auch gar nicht, ob es hier strafbar ist, also Gewalt gegen Kinder strafba.

00:18:01: Das weiß ich gar nicht.

00:18:02: das müsste ich mal rausfinden weil hier erlebe ich viele Menschen, die durchaus körperlich gewaltvoll sind.

00:18:09: und jetzt möchte ich also wo die Kinder gehauen werden.

00:18:13: Also Ohr feigen sie sich oft.

00:18:16: Ich sehe den Klaps offen hintern, also den Schlag des

00:18:22: Vaters

00:18:23: auf die Hand eines dreijährigen Kindes.

00:18:27: Wo ich dann wirklich sehe dass das Händchen sehr rot wird.

00:18:30: Also es wirklich wehtut.

00:18:32: und ich muss sagen ich habe vier Gewalte in meinem Leben erlebt und ich habe nie körperliche Gewalt erlebt.

00:18:39: Ich bin nie von meinen Eltern.

00:18:43: Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich nur eine Ohrfeige gekriegt habe in meinem Leben.

00:18:47: Ich habe nie körperliche Züchtigung erfahren und nichtsdestotrotz hab' ich sehr viel Gewalt erfahren!

00:18:53: Und wie gesagt, ich bin ein sehr braves Mädchen.

00:18:56: Also brav im Sinne von... ...ich hab meine Antennen überall und ich kriege überall mit wer was braucht und ich bin sofort da.

00:19:06: Also, wir hatten eben nur ein Beispiel.

00:19:07: Meine Mutter schlavenzelt die hier rum und ich wusste – und ich war am PC, ich wollte was machen – dass diese Frau in der Garage ist.

00:19:16: Und ich wuste ganz genau das sie jetzt versucht, die Wäsche daraus zu püngeln, die wir da reingestellt haben weil es geregnet hat.

00:19:24: Ich wusste ganz genau, dass ihre Erwartung eigentlich die ist, dass ich ihr helfe.

00:19:29: Und dann bin ich etwas vor mich hinschimpfend aufgestanden!

00:19:34: Und bin in die Garage gegangen und habe ihr eben geholfen, das rauszuholen.

00:19:38: Das kann ich ja auch bestimmen.

00:19:40: Also aber ich merke wie ich funktioniere!

00:19:42: Ich merke, wie ich funktioniert.

00:19:45: wie Menschen gewisse Dinge ja nicht mitbekommen, wo ich auch beneidend daneben sitze und denke wow schön dass du so abschalten kannst.

00:19:55: Und gar nicht darauf reagierst was in deinem Umfeld jetzt an Themen sind, wo dann diese Person zu mir sagt ja es ist ja auch gerade nicht mein Thema man kann mich ansprechen wenn man möchte und wenn wo ich dann sage Ja bin ich total bei dir und bewundere Ich aus sehr und möchte ich mir auch mehr zur Eigen machen.

00:20:15: Aber ich merke, dass mein System anders funktioniert.

00:20:18: Und das ist ja irgendwann mal geprägt worden?

00:20:20: Naja klar!

00:20:21: Es ist geprägt worden A durch die Erziehungsziele deiner Eltern in dem Moment.

00:20:27: Jetzt wissen wir, dass du auch Pflegeeltern hattest also auch durch die erziehungsziele deiner Pflegeältern.

00:20:33: und natürlich sind es auch kulturelle Einflüsse.

00:20:35: und das Thema von wegen... Selbstbewusstsein, selbst Bestimmung.

00:20:42: Das ist ja schon sehr kulturell geprägt und ich denke mal es war einfach ganz grob früher, war das ganz klar dass Kinder Gehorchen.

00:20:53: Punkt die haben keinen.

00:20:58: Da war selbst Steuerung einfach auch gar nicht erwünscht.

00:21:01: Ja und da.

00:21:03: also wir haben ja auch jetzt noch Wir haben kollektivistische Gesellschaften, individualistische.

00:21:09: Unseres Individualistisches passt ja... Ich habe ein Bericht über Japan gesehen.

00:21:14: Vielleicht bin ich deshalb gerade in der Richtung so ein bisschen unterwegs?

00:21:19: Da ist ganz klar das Gemeinwohl steht über dem Individuum und da

00:21:28: geht es... Meinst du, ich würde gut nach Japan passen!

00:21:30: Nee, glaube ich nicht.

00:21:32: Ich glaub tief in deinem Innern gar nicht!

00:21:34: Aber ich will damit nur sagen dass das auch... Das sind jetzt unsere Ansprüche im Sinne von Selbstverwirklichung und dass wir nicht mehr wollen, dass Menschen autoritätshörig sind, dass die ihre eigenen Entscheidungen treffen, dass sie für sich einstehen.

00:21:53: Ich hatte heute Morgen.

00:21:54: Das ist noch gar nicht lange her also ganz früh am Morgen hat mein Telefon geklingelt.

00:21:59: Ich gehe normalerweise nie ans Telefon, nie!

00:22:02: Und du hörst es ja

00:22:04: gar nicht?

00:22:05: Ich hör's auch gar nichts klingeln, aber ich hab gesehen, dass da eine Nummer erscheint und dann dachte ich mir, komm, ich geh halt mal dran.

00:22:13: Ja gut ... Dann war das jemand Beratungswunsch über die Stiftung.

00:22:18: Da dachte ich, wir kommen schnell.

00:22:23: So viel zum Thema Abgrenzung.

00:22:28: Es ging um eine achtjährige, die in einer Montessori-Schule ist und in einem Montessorri Hort.

00:22:34: Großes Thema!

00:22:35: Sie darf jetzt nicht mehr in den Hort kommen weil sie sich nicht anpassen kann.

00:22:41: Mutter selbst Erzieherin völlig ratlos was sie tun kann.

00:22:47: das Kind sollte sich entschuldigen Weil sie einen Schulranzen durch die Gegend geworfen hat.

00:22:56: Also hat eine lange Vorgeschichte, mag ich jetzt gar nicht erzählen.

00:22:59: Dass sich hier niemand wieder erkennt auf jeden Fall Kind weigert sich zu entschuldigen und darf jetzt nicht mehr in den Hort kommen wenn sie sich nicht entschultigt.

00:23:09: So Jetzt haben wir natürlich hier mehrere Themen.

00:23:13: ja also wie gesagt Mutter selbst Erzieherin will auch Nicht dass ihr kind sich entschuligt braucht aber den hortplatz.

00:23:20: Kind darf nur ein hort wenn Sie sich entsschuldigt.

00:23:26: Fachkräfte im Hort lassen sich auf keine Diskussion ein.

00:23:33: Ich würde mal sagen, wir haben einen kleinen Interessenskonflikt.

00:23:41: Da gucken würde, welche Interessen sollten geschützt werden?

00:23:45: Wo ist die vulnerable Stelle und ich finde schon dass das Kind da nicht unbedingt im Fokus ist.

00:23:53: Schon klar.

00:23:56: Ganz pragmatische Lösung, sie braucht den Hortplatz für ihr Kind.

00:24:00: Ja ja, da war ich der ganz beschissene Situation für die Mutter.

00:24:04: Der Hort sagt so nicht!

00:24:08: So

00:24:10: jetzt kannst du dir überlegen welches Opfer du bringst.

00:24:12: aber eins wirst du bringen es geht eine ganz klare Prioritätensetzung und rate mal wo die Priorität

00:24:21: ist Beim Hortplatz.

00:24:24: Im Hort-Platz, das heißt in der Folge Kind wird sich jetzt entschuldigen Auch wenn sie nicht will, wird sie jetzt tun.

00:24:33: Die Mutter wird jetzt so lang auf das Kind einreden bis es Kindes tun wird.

00:24:38: So wo ist meine Gewaltfreiheit?

00:24:40: Verschwunden ist sie Plops war sie schon weg?

00:24:46: Ganz genau Ja.

00:24:48: und so entstehen Und so entsteht ja brave Kinder

00:24:53: Naja, und so entstehen dann halt einfach irgendwann mal Erwachsene die gelernt haben.

00:24:59: Wenn der Wind eisig ist, dann werde ich Konsequenzen tragen müssen.

00:25:07: Und dann werd' ich entweder einknicken... ...und werd mich anpassen und werd meine eigenen Bedürfnisse entweder nicht mehr wahrnehmen.

00:25:17: Im Idealfall nicht mehr warnehmen weißt schon?

00:25:20: Dann is es leichter!

00:25:23: Oder ich werde meine eigenen Bedürfnisse immer hinten anstellen und dann werde ich einen sehr hohen Leidensdruck haben.

00:25:30: Eventuell werde ich vielleicht sogar irgendwann mal krank, wenn ich die ganze Zeit ach du nicht kooperiere sondern mich anpasse.

00:25:37: Kooperation ist ja nicht Anpassung für mich Und das heißt Ich werde gehorsam werden und Dann habe ich natürlich auch dann lerne ich ja praktisch dieses Obersticht unter.

00:25:51: Autoritäten haben immer das Sagen, wenn ich mich nicht anpasse, dann wird es problematisch.

00:25:58: Das heißt, ich werde extrem viel Rücksicht auf andere nehmen und werde alle Regeln logischerweise einhalten.

00:26:06: Ich werde im schlimmsten Fall alle Konflikte vermeiden Irgendwann einen ganz großen Konflikt, nämlich den mit mir.

00:26:20: Ganz genau und du hast eben etwas gesagt womit ich sofort in Resonanz gegangen bin wo du besagt hast dass man ist selten man wird sie nicht mehr wahrnehmen Man wird seine Bedürfnisse nicht mehr war nehmen.

00:26:32: es ist ja nichts so dass wir durch die Weltgeschichte laufen und sagen, jetzt ist gerade das okay.

00:26:39: Aufgrund dessen was ich mal gelernt habe fühle ich mich so und so und dann, sondern es ist ja so, dass wir das überhaupt nicht merken.

00:26:48: Und selbst wenn wir mit der Nase draufgestoßen werden, wenn uns Menschen sagen Puh!

00:26:54: Ich sehe das so.

00:26:54: undso, dass man dann eher vielleicht wütend auf diese Menschen wird und sagt Was reden sie dafür?

00:27:01: Das kann ja also.

00:27:03: Also spürt man eigentlich schon, dass man in Resonanz geht.

00:27:06: Aber man ist erst mal Antie.

00:27:08: Und

00:27:09: bis man verstanden hat, das man etwas nicht wahrnimmt ... Das ist ja ein Weg bis dahin.

00:27:16: Naja, es ist wirklich weit!

00:27:20: Manche Menschen merken ein ganzes Leben lang nicht, dass da überhaupt so was ist wie ein eigenes Bedürfnis.

00:27:29: Das ist okay!

00:27:30: Dann ist es halt einfach ein Leben an einem selbst vorbei und dann geht's eben nicht um Selbstentfaltung.

00:27:36: Wir haben das letzte Mal im Podcast am Ende.

00:27:39: habe ich gesagt, von wegen des Hinmenschen die Bereuen eventuell an ihrem Lebensende.

00:27:43: Was sie alles getan, wahlweise nicht getan haben.

00:27:47: Wenn du dir die Frage nie stellst dann lebst du halt einfach ein Leben aber es ist vielleicht einfach nicht deins oder es ist deins wo du dich aufopferst.

00:27:55: wenn du dich bewusst aufopfert im Sinne von ja wohl ich möchte mein leben gerne keine ahnung der gewaltfreiheit widmen.

00:28:02: dafür hole ich mir halt die und die orfeige mit der kann ich lernen umzugehen.

00:28:08: gut ist eine Entscheidung.

00:28:11: Ich glaube nur leider, dass es ganz viele Menschen gibt denen am Ende ihres Lebens dann einfach auffällt das sie gar nicht ihr Leben gelebt haben und ich glaub das wird is ne bittere Nummer.

00:28:22: Und ich denke mal, dass Menschen wie jetzt zum Beispiel dieses Kind, die sich wahrscheinlich morgen entschuldigen wird.

00:28:30: Natürlich die Entschuldigung nicht dem Ansatz ernst meint und es ihr überhaupt nicht leidtut, als sie den Schulranzen geworfen hat sondern sie hat sich gewehrt gegen eine... Ich kann jetzt nichts sagen um was es genau geht aber... Es würde Grund

00:28:43: geben warum Sie diesen

00:28:44: Ranzen gewohnt haben?

00:28:47: Ich bin ganz glücklich, dass sie nur an den Schulranzen geworfen hat.

00:28:50: Das hätte auch anders ausgehen können.

00:28:54: Was lernt jetzt ein Mensch der ... Der lernt seine Wut zu unterdrücken?

00:29:01: Der will natürlich.

00:29:03: im schlimmsten Fall es ist jemand, der Angst bekommt abgelehnt zu werden.

00:29:10: Nämlich immer dann wenn jetzt emotionale Gewalt im Spiel ist von wegen ... ich dich nicht mehr, dann mag dich gar niemanden mehr.

00:29:20: Dann sind es Menschen die einfach – ja was machen?

00:29:23: Die People-Pleasing, großes Stichwort!

00:29:26: Alles andere

00:29:27: ist wichtiger

00:29:28: nur ... Das

00:29:28: Fatale ist auch dass man sucht ja auch Hilfe bei Menschen denen man total vertraut und ein Stück weit wird man ausgeliefert von diesen Menschen.

00:29:41: Und wie gesagt, ich hab absolut das Verständnis für die

00:29:44: Mutter.

00:29:44: Total!

00:29:44: Also der überhaupt nicht ... Ich war auch schon in solchen Situationen.

00:29:49: Ich habe drei Kinder und verschiedenste Situation gehabt und nur gebetet, dass es doch irgendwie so ausgeht, dass mein Kind ins Muster passt und ins Raster passt.

00:29:59: Na ja?

00:30:00: Ja.

00:30:00: Ich

00:30:00: kann's verstehen aber jetzt wende ich mich halt vertrauensvoll an meine Bezugsperson wenn auch vielleicht höflich und freundlich und keine Ahnung was, sagt mir deinem Gefühl da musst du jetzt etwas anderes machen sonst gehörst du nicht mehr dazu.

00:30:17: Sonst bist du ausgestoßen, sonst kannst du dir nicht mehr hingehen

00:30:20: und

00:30:21: das in einer sehr prägenen Lebensphase eines Kindes, dass also sicherlich ein Erlebnis was irgendwie einmal stattfindet, vielleicht ist es jetzt nicht so wahnsinnig gravierend aber Trotzdem ist das ein sehr einschneidendes Erlebnis.

00:30:36: Da ist es schon gravierend, weil wir hatten schon mal Gespräche und das wiederholt sich – das ist ein Muster!

00:30:43: Und was lernt das Kind?

00:30:44: Das Kind lernt jetzt praktisch Lügen auf Anweisung.

00:30:47: Das Kind kriegt jetzt erklärt, warum es sich entschuldigen muss und aus dem Grund, weil die Mama kann sonst nicht mehr arbeiten.

00:30:56: Wenn sie nicht arbeiten kann ... Oh mein Gott!

00:30:58: Hat sie kein Geld.

00:30:59: wenn Sie kein Geld hat... Verhungern

00:31:01: Sie, stimmt.

00:31:03: Na ja dann gibt's praktisch ein Bürgergeld und keine Ahnung welche Möglichkeiten es dann gibt.

00:31:12: Verantwortung.

00:31:16: Ja, aber nochmal die Alternative wäre du musst dich nicht entschuldigen ich melde dich vom Hort ab ich kann dann nicht mehr arbeiten gehen.

00:31:25: wir haben jetzt auch geguckt ob es irgendwo Möglichkeiten gibt.

00:31:27: Freunde bekannte Nachbarn Großeltern wie auch immer wo das Kind nachmittags ein paar Stunden hin kann gab jetzt keine Möglichkeit, vielleicht ergibt sich noch irgendwas anderes aber sieht nicht so aus.

00:31:41: Das heißt das Kind lernt Lügen auf Ansagen.

00:31:45: Auf Ansage!

00:31:47: Es lernt dadurch auch eine hohe Selbstkontrolle.

00:31:51: Na viel Spaß dann auch?

00:31:53: Wir wissen was aus der hohen Selbstkondrolle resultiert ein gewisser Perfektionismus.

00:31:58: Grüße von Perfi an dieser Stelle, er ist ja gerade lahmgelegt da kann grad nichts.

00:32:05: Das ist nicht einfach für ihn.

00:32:07: Der liegt wahrscheinlich hier gerade in der Hängematte und schildt ein bisschen?

00:32:10: Wahrscheinlich, also ja aber Perfi ist gern aktiv.

00:32:15: Er kann grad nichts tun, gell.

00:32:17: Der ist grade so.

00:32:19: keiner will mich, keiner braucht mich wahrscheinlich mit Perfi depressiv.

00:32:22: Ein depressiver Perfektionist wäre auch mal eine spannende Mischung.

00:32:26: Naja,

00:32:26: nee, lassen wir Perfi irgendwann wieder auftauchen dort walten, wo er gebraucht wird.

00:32:35: Genau genau!

00:32:36: Gut das darf er euch.

00:32:39: Ja wie gesagt dieses Kind ist jetzt acht Jahre alt im Vergleich zu unseren Babys die sind ja noch nicht so alt.

00:32:46: aber es hat halt einfach egal in welcher Gesellschaftsform, egal in welche Kultur, egal was da auch Historisch begründet ist.

00:32:57: Es wird zahlen alle einen Preis und der Preis zum Beispiel bei dir, das weiß ich ja von dir kriegt ein Mensch alles.

00:33:08: Das heißt es ist ganz leicht wenn wir nicht ausnutzen Nein.

00:33:14: Aber wenn du jemanden ... Nee, aber das hast du auch lernen dürfen, denke ich mal.

00:33:18: Ja, das habe ich lernen dürfen zu differenzieren.

00:33:20: Aber meine Grundeinstellung ist genauso wie nicht meine Grund-Einstellungen, meine Einstellung die ich gelernt habe so wie du sie gerade beschreibst definitiv ja

00:33:30: Ja, also wir haben im Prinzip wenn Menschen gelernt haben zu funktionieren und nicht auf sich achten.

00:33:38: Also ich glaube jeder der den Podcast hört und mich ja ein bisschen kennt weiß das letzte was ich unterstütze ist ein Ekozentrismus im Sinne von die Hauptsache von wegen.

00:33:49: Ich gucke mal jeden Morgen wie es mir geht Und dann muss ich die Welt um mich drehen.

00:33:54: überhaupt nicht nur.

00:33:56: Es ist, glaube ich eine Gratwanderung manchmal.

00:33:59: Wo lässt sich auch ein Mensch ausnutzen und wo achtet er auf sich?

00:34:06: Und wir wissen ja... Die sind nichts anderes wie eine Traumatisierung in dem Moment.

00:34:13: Wenn du ein Leben lang lernst, den aufgeblasenen Wasserball unter Wasser zu halten und praktisch dein eigenes darf nicht mitschwimmen, dann braucht es unfassbar viel Kraft.

00:34:28: Und was haben wir?

00:34:30: Wir haben lauter erschöpfte Menschen.

00:34:32: Wir haben das, was wir gerade sehen, psychische Erkrankungen schnalzen nach oben Wir haben Burnout bis zum Erbrechen, wir haben sämtliche psychosomatische Beschwerden.

00:34:44: Diese ganzen Dinge zieht man ja gerade gesellschaftlich.

00:34:48: Immer mehr psychischen Erkrankungen fallen nicht Freitagmittags um vierzehn Uhr vom Himmel.

00:34:55: Die wurden so richtig schön... Ehrlich gesagt, gezüchtet.

00:35:01: Und die werden gezüchtete in den ersten paar Lebensjahren, wo Kinder sich ... Jetzt kommt dein Satz?

00:35:07: Dein Einsatz!

00:35:08: Was müssen Kinder?

00:35:11: Wenn Kinder sich anpassen müssen.

00:35:14: Ja genau das ist es.

00:35:16: Wenn sie sich total anpassen können im Alter, indem's einfach noch nicht eine Entscheidung ist bei der Achtjährigen.

00:35:26: Ich mir tut die Leid Nur, die kann ein Stück weit auch schon entscheiden.

00:35:31: Die kann jetzt auch zu ihrer Mutter sagen ne mach ich nicht!

00:35:35: Ja ja... Aber das hat natürlich Konsequenzen.

00:35:38: Einen hohen Preis tun?

00:35:39: Ja, das wird sie nicht tun

00:35:41: und

00:35:41: es ist ja auch...

00:35:43: Weiß ich nicht!

00:35:44: Also nachdem was die Mutter mir von ihr so erzählt hat könnte ich mir bei der achtjährigen auch sehr gut vorstellen dass sie sagt okay ich entschuldige mich morgen und dann kommt ein blöder Kommentar und dann fliegt er nächste Schulrandsen.

00:36:01: Ich kann mich ja sofort mit ihr solidarisieren.

00:36:04: Ich glaube nicht!

00:36:06: Ja, ich sehe die nicht in einer Überanpassung ganz im Gegenteil.

00:36:13: Also ... äh, ja...

00:36:16: Ich habe als drittes Kind auch noch mal jemanden bekommen der noch mal so gezeigt hat.

00:36:23: So, ich hab da meinen eigenen Willen und ... Den behalte ich auch und das finde ich auch großartig.

00:36:30: Also, ich liebe es!

00:36:31: Ich liebe... Ach, alles liebe ich an ihr.

00:36:35: Alles, alles, alles.

00:36:37: Und jetzt hatten wir ja die große Hochzeit.

00:36:40: hier und da waren ja diverse Menschen und eben mir auch meine Tochter und mir wurde von mehreren Seiten gesagt Mensch, hat sie sich verändert?

00:36:53: Die ist ja richtig brav geworden Und eine andere sagte, die ist ja richtig toll geworden.

00:37:00: Die war immer schon toll.

00:37:02: Ja, aber früher hat sie ständig Worte gegeben und nie das gemacht, was man von ihr verlangt.

00:37:09: Aber das ist schon Wahnsinn!

00:37:15: Wann soll es denn anfangen?

00:37:17: Heute

00:37:17: kann sie das ... Sie ist volljährig so.

00:37:21: Sie hat ihre Emotionen und so.

00:37:25: Trotz Alter hatte er durchaus im Griff.

00:37:28: Die muss man ja auch im Trotzalter nicht im Griff haben.

00:37:30: Dabei gibt es Menschen, die einen Kohl regulieren.

00:37:33: Das

00:37:33: ist genau der Punkt!

00:37:34: Ich hab neulich von meinem Baby hat mich jemand gesagt ... Sie weiß genau, was sie will.

00:37:39: Und ich so ... Nee, weiß ... Ja ja!

00:37:42: Da hab ich gesagt, nee, sie weiß es eben noch nicht, was die will.

00:37:46: Das ist genau der Punkt.

00:37:48: Aber wie

00:37:49: schön,

00:37:49: wenn sie's irgendwas wissen?

00:37:51: Ja, ja, genau.

00:37:53: Aber das ist genau das Thema.

00:37:55: Also jetzt wissen sie noch gar nicht, wat sie wollen.

00:37:58: Jetzt gehen sie nur Lust und Unlust.

00:38:00: Mehr is' grad nich'.

00:38:02: Ich wünsch mir so sehr für unsere Babys Dass sie irgendwann wissen, was sie wollen.

00:38:09: Und dass Sie dann auch abwägen können von wegen Was geht und Was geht nicht?

00:38:14: Also es gibt schon auch Dinge die nicht gehen ja.

00:38:19: Aber diese Abwägung ist das doch total wichtig!

00:38:25: Ich kann aber einem Kind auch vermitteln Du, das geht jetzt gerade nicht.

00:38:30: Genau.

00:38:30: Ohne dass ich die Würde des Kindes damit angreifend.

00:38:35: Das ist der Punkt!

00:38:35: Und es geht

00:38:36: richtig gut und ich weiß noch nicht... Du

00:38:38: machst seit wieviel Jahren Arbeitest du mit Kindern?

00:38:41: Ich mache es wirklich, ich habe ja drei Exemplare, die volljährig sind und ich gucke zurück und denke mir so Ja, das hat funktioniert.

00:38:52: Das hat wirklich funktioniert.

00:38:54: Zum Beispiel sind die Zum Beispiel, wenn die irgendetwas machen.

00:38:58: Die sind ja jetzt viel alleine, weil ich hier so lange bin.

00:39:01: und wenn dann irgendetwa nicht so rund läuft oder zuhause... Bin ich gar nicht diejenige, die angesprochen wird und gesagt, oh mein Gott du, vielleicht wirst du sauer.

00:39:13: Das ist jetzt kaputt gegangen oder das läuft nicht so?

00:39:17: Und dann sage ich immer warum sagt ihr mir das eigentlich nicht?

00:39:20: weil ich bin noch diejenigen die viel mehr schimpft.

00:39:22: Ich bin ja durchaus jemand der sagt also jetzt mal kurz piep aber ich sag ja meinen Eltern in meinen Kindern bewegt deinen arsch und räumt die scheiße endlich weg.

00:39:34: Aber ich mache da kein großes Gehampel drum und die wissen genau, ich meine die Sache.

00:39:41: Ich meine nicht sie!

00:39:42: Sondern ich meine die Sache.

00:39:43: Und dann gibt es halt Menschen im Umkreis der Familie, die auch erzieherisch tätig waren – das bin ja nicht nur ich, da sind ja noch andere Akteure am Werk -, die aber viel freundlicher, viel mehr auf die Person gegangen sind und davor haben sie heute viel mehr Manchetten als vor mir!

00:40:07: Also bei mir sagen die, pass mal auf beruhigt dich.

00:40:10: Was soll ich machen?

00:40:11: Ich mach das jetzt.

00:40:12: Na halbe Stunde ist das erledigt und beim manchen haben sie einfach ein Gefühl von oh mein Gott!

00:40:18: Ich bin nicht richtig

00:40:19: weil das nicht funktioniert

00:40:21: hat.

00:40:21: Ja aber

00:40:22: das sagt ja ich so oft.

00:40:23: also wenn freundlich heißt Nicht-Gewalt-Vogel und das ist genau der Punkt.

00:40:29: ich kann du würdest jetzt sagen den Glitter flitter über die Streuen.

00:40:35: Es ist genau das Thema, was wollen wir?

00:40:38: Ich kann sehr freundlich aber ganz scharf zu einem Kind sein.

00:40:45: Ich kann sogar die Worte sehr klug wählen und gewaltfreie Worte mit einem nicht-gewaltfreien Blick zum Beispiel.

00:40:57: Dann kommt ja genau, das sind ja auch unsere Themen.

00:41:01: Was vermittel ich denn dann?

00:41:02: Also es schwingt ja dann!

00:41:04: Wenn die Kinder in Resonanz mit Gefühlen gehen, gehen sie eben dann mit diesem Gefühl in Resonenz und dann kriegen die Gewalt pur ab Ganz genau.

00:41:15: Das ist ein ganz großes Thema, aber ich habe doch alles gewaltfrei formuliert, wo ich sage, du warst aber nicht gewaltfreie.

00:41:23: Die Formulierung war es und das war's!

00:41:25: Ja.

00:41:26: Und es ist ja auch so toll... Ich weiß mein Sohn der ist jetzt sechsundzwanzig und er war noch ganz mied zu klein.

00:41:32: also ich hab zwischen zwei Stillpausen einen ersten GFK-Kurs besucht.

00:41:39: Gewaltfreier Kommunikation nach Marshall Rosenberg da mein Sohn ganz miet zu klein.

00:41:45: Und einmal hatte ich ihn sogar mit dabei, weil er sich nicht so ... also die Stillpause nicht lang genug war.

00:41:50: und damals habe ich immer schon gesagt ja das ist ja alles schön und gut.

00:41:55: aber wenn auch diese Worte gebraucht werden, aber meine Haltung gewaltvoll ist.

00:42:02: Dann kommt meine Haltung beim Kind an und nicht die Worte.

00:42:05: Sie hören nicht auf die Werte, sie hören auf die

00:42:08: Haltung.".

00:42:09: Und ich habe damals schon diesen Dozenten immer gesagt was nutzt mir denn die beste Giraffensprache wenn mein Gefühl gewalttätig ist?

00:42:18: Ich kann doch durch die Sprache meinen Gefühl nicht verändern und bin dann weiter auf die Suche gegangen.

00:42:25: es meint, ich weiß ja dass er seine Haltung immer dem Menschen ausgerichtet hat und gesagt hat jeder Mensch hat einen.

00:42:35: Grund für dieses Verhalten.

00:42:36: Und das

00:42:37: möchte

00:42:37: ich verstehen, da möchte ich hingucken.

00:42:39: Ich möchte

00:42:40: nicht

00:42:40: den... Das Böse Menschen sehen!

00:42:42: Ich möchte den Menschen sehen und ich möchte die Tat vom Täter trennen.

00:42:46: Das habe ich ja alles dann auch verstanden.

00:42:48: Aber das zu vermitteln ist so schwer.

00:42:51: Ja es wird schon runtergekocht, gell?

00:42:53: Da wird die GFK wird so runter gebrochen wo ich mir denke, Nedy ist wesentlich komplizierter als du denkst.

00:42:59: Sonst

00:43:00: haben wir nämlich lauter Wölfe im Giraffenpelz.

00:43:04: Das kann's ja ... Naja, ist doch so.

00:43:07: Definitiv!

00:43:09: Ich hab jahrelang das als Fortbildung angeboten.

00:43:12: Ich mach das mittlerweile nicht mehr.

00:43:16: Mittlerweile nur noch Faultierprinzip?

00:43:18: Weil genau da geht es um die andere.

00:43:20: Da ist praktisch das Faultiere und nichts anderes.

00:43:24: Weder Wolf noch Giraffe.

00:43:26: Und da gehts erst mal, um ganz tief in dir selbst Themen zu lösen.

00:43:32: Ich glaub, wir müssen viel mehr ... Ja, und ich glaube wir müssen vielmehr auch hinschauen.

00:43:36: Was wollen wir denn?

00:43:38: Wir wollen doch... Natürlich wollen wir Menschen nicht nur Kinder!

00:43:42: Wir wollen kooperative Menschen weil wir sonst nicht in einer Gemeinschaft leben können.

00:43:49: Wir

00:43:49: wollen aber keine gehorsamen Menschen, weil gehorsame Menschen ja auch nicht in einer Gemeinschaft leben können.

00:43:56: Demokratie funktioniert über Kooperationen und nicht über Gehorsam.

00:44:00: Das wäre Monarchy oder ich hätte noch ein paar andere Ideen dazu.

00:44:06: Dann wir wollen selbstbewusste ... Und zwar wirklich selbstbewusst im Sinne von Ich bin meiner Selbstbewusst.

00:44:12: Ich weiß wer ich bin!

00:44:13: Ich weiß was ich kann ganz wichtig an dieser Stelle.

00:44:18: Also ich hab momentan weiß ich ganz klar, was ich nicht kann.

00:44:21: Mein Arm sagt's mir.

00:44:24: Kannst du aber mit einer Hand Socken zusammenlegen?

00:44:26: Das ist wirklich ein Challenge!

00:44:30: Was wollen wir auch?

00:44:32: Menschen, die verantwortungsvoll mit sich, mit anderem und mir noch ganz wichtig – mit Tieren und der ganzen Umwelt umgehen.

00:44:42: Die krieg ich aber doch nicht, wenn ich nicht mit ihnen verantwortungssvoll umgehe.

00:44:48: Weil sie

00:44:48: müssen zunächst einmal….

00:44:49: Sie müssen es lernen an sich!

00:44:52: Sie müssen das spüren an sich wie es ist, wenn man mit ihnen würdevoll

00:44:59: Genau.

00:44:59: Und dann können

00:45:00: Sie es später

00:45:01: aus, sonst funktioniert das nicht und wir

00:45:04: sind zu kooperieren.

00:45:05: Das muss ich ja erst mal lernen!

00:45:07: Das muss ich lernen und das muss man mir vorleben.

00:45:10: Da muss man zu lassen, da muss man mich ausprobieren lassen.

00:45:13: Dann muss ich mal in ein Wasserglas reinlangen können und wissen was dann passiert wenn da meine Faust drin ist Und wir reden ja hier von Wasser auch nicht von Rotwein die dein Kind trinken will?

00:45:26: Nein

00:45:26: natürlich würde ich das Kind nicht Aber das ist ja dann das, was ich bestimme.

00:45:31: Wir sind im Sommer, wir haben zweiunddreißig Grad im Schatten.

00:45:34: Ich bin draußen,

00:45:35: d.h.,

00:45:36: wenn das Kind in mein Wasser glasst, entscheide ja ich, ob ich möchte, dass es mein Wasserglasst.

00:45:42: Meines Wegen durch die Hand des Kindes vertreckt wird.

00:45:44: So jetzt schwappt das Wasser überall und geht auf das Kind.

00:45:47: Dann habe ich aber schon geschnallt!

00:45:49: Wir haben nicht minus vier Grad und haben gerade Winter sondern wir sind im Summer Wenn seine Kleidung nass wird, die darf ruhig nass sein weil sie trocknet gleich und seine Haut wird dadurch ein bisschen kühler.

00:46:00: Es hat sogar noch einen Vorteil, also das ... Aber dann würde man ihr sagen, ja, greift er jetzt in ein Glas?

00:46:06: Er wird dann in jedes

00:46:08: Glas greifen!

00:46:09: Ja klar, weil

00:46:09: ich sitz

00:46:10: auch abends immer da und schieb meine Faust im Gläser.

00:46:16: Wenn man das mit fünfzehn immer noch tut, haben die Kinder ein ganz anderes Thema.

00:46:21: Du schläfst auch nicht, wenn man seinen Eltern im Bett ... Ja genau, das ist das Thema wo Menschen irgendwie so dreißig Jahre voraus denken, wenn der mit einem Jahr bei seinen Eltern im Bett schlägt.

00:46:33: Kriegt ihr den dann nie wieder raus?

00:46:35: Wo ich mir denke ja das würdet ihr euch doch alle wünschen.

00:46:37: ehrlich gesagt lasst gut sein.

00:46:39: Also

00:46:40: mein Mann hat immer gesagt okay wenn er dann achtzehn ist irgendwo dann bringt er also seine ganzen jungen Freundinnen mit ins Bild.

00:46:49: und

00:46:49: ich habe da noch

00:46:51: gesagt Aber diese Angst von vielen Erwachsenen, was aus den Kindern wird, wenn ich die nicht in den ersten drei bis sechs Lebensjahren zügtige.

00:47:03: Das haben wir noch so oft und das haben wir auch bei Ältern noch bei Pädagogen und Pädagoginnen.

00:47:12: Und es ist

00:47:13: ganz tief drin?

00:47:14: Ja,

00:47:16: aber nur tief drin!

00:47:18: weil sie halt selbst gelernt haben und sich, sorry, nicht weiterentwickelt haben.

00:47:26: Weil Sie selbst

00:47:26: ... vor allem dieses Weiter-Nicht-Weiter entwickelt haben.

00:47:31: Ich glaube wir kommen alle aus einer Generation wo wir halt solches Verhalten an uns erdulden mussten.

00:47:39: ich glaube ganz wenige Menschen sind wirklich

00:47:42: so

00:47:42: frei begleitet worden, dass die zwar auch Grenzen aufgezeigt bekommen haben aber es immer nur um die Sache und nicht um sie selber ging.

00:47:50: Ich glaube

00:47:51: das hat uns niemand verboten uns weiter zu entwickeln.

00:47:55: ja?

00:47:56: Ganz genau!

00:47:56: Das ist nämlich genau der Punkt.

00:47:58: ich fühle ja was ist und ich habe hier auch mal wieder einen lichten Moment und ich vergesse ich bin leider nicht unter Amnesie das heißt ich bin ja durchaus meiner Taten.

00:48:10: Und wenn ich jetzt meine Dwegen einem ein Kind angemauld habe, weil es das Glas oder Becher auf dem Boden geworfen hat.

00:48:19: So und in dem Moment ich nicht anders konnte hab ich ja irgendwann mal wieder einen lichten Moment und kann ja über meine Tat nachdenken.

00:48:27: kann ihr mir überlegen, war das tatsächlich gerade so richtig?

00:48:32: Überleg mal wie ist das denn.

00:48:33: Was führt dich denn dazu dann so und zu

00:48:36: reagieren?".

00:48:37: Und da sind wir ja alle in der Eigenverantwortung und diese Eigenverordnung nimmt uns keiner.

00:48:43: also ich habe auch als meine Kinder klein sein mitunter im Zimmer gesessen die Tür abgeschlossen und bitterlich geweint weil ich gedacht habe oh mein Gott was mache ich denn jetzt nur?

00:48:55: warum So, warum tun die das?

00:48:58: Warum fühle ich das wie ich das fühle.

00:49:00: Aber was brauchen sie denn damit es anders ist?

00:49:03: Oh mein Gott!

00:49:05: Und so habe ich schnell gemerkt dass diese andere Verhaltensweise für mich viel viel stimmiger ist.

00:49:12: Für mich war's immer viel stimmer und dann sagte mal ein Mann, das ist schon viele viele Jahre her ein Vater, sagte naja aber irgendwann kommt doch mal der Punkt in der Erziehung der Kinder wo man auch wirklich so einen Grenzstrich ziehen muss, der ihn dann eben auch weh tut.

00:49:28: Und habe gesagt ne, finde ich nicht dass dieser

00:49:30: Punkt kommt.

00:49:30: Nee glaube ich auch nicht!

00:49:31: Ich finde nicht das der Punkt des Weh... Ja aber sollen die einem denn immer auf der Nase herum tanzen?

00:49:37: Nicht so nein um Gottes Willen.

00:49:39: Aber meine Kinder wissen ganz genau wo die Grenzen sind und sie wissen auch ganz genau was passiert wenn diese Grenzen überschritten werden.

00:49:47: Weil Sie halt einfach lernen weil vielleicht ein Clou.

00:49:51: Ein ganz kurzes Beispiel.

00:49:53: Wir hatten richtig, richtig Stress bei einem der Kinder – ich sage jetzt nicht bei Weltchen – wo es schulisch, also wirklich in wirklich schulischen Stress und da habe ich mit Strenge nichts ausrichten können oder damit du musst jetzt und das ging nicht.

00:50:10: Es ging einfach immer nur weiter bergab.

00:50:13: Ich bin ja auch eben nicht derjenige, der sagt Wenn du nicht dann oder wir fahren nicht den Urlaub wenn du mir nicht eine zwei mitbringst.

00:50:20: Oder du kriegst keine Playstation, wenn du nicht das oder du kriegs Hausarrest wenden.

00:50:25: So war ich nie!

00:50:26: Ich habe aber ganz klar mit meinen Kindern gesagt Schau mal Du hast ne Schulpflicht Die Schule wird das nicht mehr lange mitmachen Bedeutet du wirst von dieser Schule fliegen.

00:50:38: und dass ist die Konsequenz Und die wird einfach eben auch so sein, weil ich kann dich aus der Schulpflicht nicht rausnehmen.

00:50:46: Aber ich habe das mit meinen Kindern besprochen und ich hab gesagt was können wir tun damit es so wird dass es für dich immer noch angenehm bleibt?

00:50:55: Ich habe aber bei diesem Gespräch selber so bitterlich geweint weil ich auch am Ende meiner Kräfte ... ich bin am Ende meiner Macht!

00:51:03: Und ich möchte nicht meine Macht ausüben und dir so schaden dass du irgendetwas tust.

00:51:10: Also, dass ich dich so unter Druck oder Zwangsatzes wäre in dem Fall aber auch nur noch schlimmer geworden.

00:51:16: Und er sie

00:51:17: hat

00:51:18: in dem Moment es wirklich verinnerlichten.

00:51:21: Ich habe gesagt, schau mal das wird die Konsequenz sein und das war wirklich die Angst vor dieser Alternativschule wo man dann hätte hingehen müssen weil ein keine andere Schule mehr nimmt.

00:51:32: Und ich habe gesagt Schau Mal du wirst dorthin müssen Du wirst dort hinmüssen noch mindestens zwei Jahre weil du noch schulpflichtig bist.

00:51:40: Und das war dann so der Klick, dass er verstanden wurde.

00:51:43: Wenn ich mein Verhalten hier nicht ändere!

00:51:46: Dann werde ich dieses Leid quasi ertragen... Aber ich habe das nicht gemacht um ihm oder ihr zu schaden oder zu sagen jetzt wird es dir schlecht gehen sondern das waren ganz wahre reale Konsequenzen die

00:52:01: auf...

00:52:02: ihn sie zugekommen werden.

00:52:03: Ja,

00:52:04: und ich glaube einfach das Kinder- und dann war ja Kind nicht mehr ganz so klein, weil er kein Baby mehr ... Und ab einem gewissen Alter also wenn du gescheit denken kannst dauert halt ein paar Jahre können Kinder Konsequenzen überschauen können Kinder auch verstehen und lernen.

00:52:22: und dann brauche ich natürlich noch die Möglichkeit und es geht eben bei ganz jungen Kindern nicht.

00:52:28: Ich muss auch in der Lage sein, mein Verhalten zu verändern.

00:52:31: Das kann aber Baby einfach nicht!

00:52:33: Deswegen wenn du hundertfünfzigmal zu argst zu Baby, nein, Baby kann das Verhalten nicht verändern!

00:52:41: Baby kann lernen eventuell Schmerz zu vermeiden.

00:52:45: Wenn du weißt von wegen heise Herdplatte da langt Baby halt nicht fünf mal drauf weil... ich

00:52:50: haue den Baby immer wieder auf die Finger.

00:52:53: genau dem geht

00:52:54: ganz genau.

00:52:55: und dann ja hat er schon gelernt wo ich sage, nein.

00:52:59: Aber hat noch was ganz anderes gelernt?

00:53:02: Hat nämlich gelernt zum Beispiel eben nichts mehr auszuprobieren.

00:53:06: Hat dann aber nicht gelernt ... praktisch Dinge sich selber andersrum.

00:53:13: Hat gelernt, sich selbst zu bremsen und anzupassen.

00:53:17: Und aus dieser Anpassung heraus das wollen wir ja nicht!

00:53:22: Wir wollen, dass

00:53:23: die Menschen.

00:53:24: Soll ich dir mal erzählen, was mein Hund gelernt hat?

00:53:27: Oh!

00:53:27: Ich bin so stolz gerade auf ihn.

00:53:30: Und das gehört auch mit Baby zusammen.

00:53:32: Das muss ich grad mal erzählern.

00:53:33: Ja, Hunde kann immer mit Baby zusammenspielen.

00:53:35: Oh Mann, das ist so toll... Also mein Hund mag keine kleinen Kinder.

00:53:39: Das wird wahrscheinlich

00:53:40: meinen

00:53:41: Tageskind an geschuldet sein.

00:53:43: Die ständig auf ihm rumritten findet da doof.

00:53:46: Und wenn ein Kind auf ihn rauf springt, jemand in Ohren zieht, ihm in der Nase bohrt oder sonst irgendetwas dann knurrt er.

00:53:54: Sehr gut!

00:53:55: Und wenn jemand ihm wirklich weh tut, dann macht er

00:53:57: ... Das ist noch besser?

00:54:01: Ja... Ist aber damit verbunden dass er dann in Richtung Kind und dann schon mal einer der seitlichen Schneidezähne sich auch in das Ärmchen des Kindes verboren kann.

00:54:12: Und jetzt haben wir natürlich die letzten Wochen total ... Also ich darf bei dem Hund machen, was ich will!

00:54:17: Ich kann ihm an den Haaren ziehen, ich kann ihn an eine Foto hochheben... Ich kann alles machen, der würde

00:54:22: mich niemals

00:54:23: anknurren.

00:54:24: Das

00:54:24: machst du aber nicht,

00:54:25: oder?

00:54:26: Nein, das mache ich nicht.

00:54:27: Aber ich merke das ja wenn ich zum Beispiel mal Haare kämme aber er würde niemals mich anknurren, weil so hier Rudel und so.

00:54:39: Und am Anfang war es so, Bibi krabbelt natürlich sofort

00:54:42: ... Das darf er tun!

00:54:43: Wenn du ihm weh tust, darf der Hund doch zeigen, dass du ihn wehtust?

00:54:47: Ja, richtig.

00:54:49: Aber er attackiert mich nicht.

00:54:51: Weil das ist ja bei Tieren schon so, dass es irgendwo auch eine

00:54:57: Rudel

00:54:58: weiß ich nicht geschichte.

00:55:00: Nein.

00:55:01: Nein.

00:55:01: Können wir einen Podcast dazu

00:55:03: machen?

00:55:03: Kann ich jetzt gar nicht erzählen, was mein Hund hat gelernt.

00:55:07: Nein, der Hund hat wahrscheinlich gelernt sich

00:55:09: zu schützen.

00:55:10: Nee, ja pass auf!

00:55:12: Am Anfang als wir angekommen sind war es so, Baby krabbelt hin, Baby langt mit seiner Hand ins Fell und zieht da dran Sofort.

00:55:23: Und wie gesagt, pass auf Leute!

00:55:25: Darauf müssen wir achten... Das ist ja unser Job.

00:55:27: Dass wir immer wieder irgendwie dem Hund die Möglichkeit geben einen Ausweg zu finden von diesem Kind weg und das haben wir jetzt auch in den letzten vier Wochen immer zelebriert.

00:55:37: Schau mal hier Tudels, hier hast du ein Korridor komm' weg.

00:55:40: Schaue mal hier, Tudelst, hier kannst du weg.

00:55:43: Jetzt hatten wir vorgestern, ne gestern diese Situation Baby- und Hund sitzen unterm Tisch Oh mein Gott!

00:55:53: Und Baby geht zum Hund und krallt sich.

00:55:58: in seine Kopfhaare und zieht da dran wie ein Irrer.

00:56:03: Und ich weiß, wie weh das tut?

00:56:04: Das macht er bei mir!

00:56:05: Und Hund

00:56:07: beugt

00:56:07: den Kopf nach unten, windet sich daraus.

00:56:11: Ich sehe das, helft dem Hund und er geht weg setzt sich irgendwo anders hin so dass Baby nicht mehr an ihn drankommt.

00:56:18: Was ich sagen wollte ist Er hat Baby nicht angeknurrt oder nicht angegriffen Und das hat sich verändert in den letzten Wochen, weil er ja schon gemerkt hat irgendwie keine Ahnung.

00:56:30: Da müsste ich jetzt den Hunderexperten haben und zu gucken was er denn gelernt hat.

00:56:35: aber ich war so stolz auf ihn dass er erst mal eine Scheibe Käse am Tisch gekriegt hat.

00:56:44: Weil ich ihn so gelucht habe, mein Gott!

00:56:47: So toll.

00:56:47: und er hat dieses Kind nicht attackiert und das fand ich ganz großartig.

00:56:53: Das hätte er aber vor ein paar Wochen noch gemacht und das hätte auch bei jedem fremden Kind gemacht.

00:57:00: durch was das jetzt erklärbar ist keine Ahnung.

00:57:03: Ich denke, ihr habt ihm ein paar Mal gezeigt, dass er auch weggehen kann.

00:57:07: Von wegen hier ist Korridor für dich ...

00:57:09: Dass er da keine Gefahr mal gesehen hat?

00:57:12: Ja!

00:57:12: Er war nicht mehr in die Enge getrieben.

00:57:14: Beides, denk ich mal.

00:57:15: Also, er war nicht in die Engel getrieben und konnte weggehen.

00:57:18: Und ihr habt ja das dümmste, was man machen kann, ist Hund bestrafen dafür, dass der Baby anknurrt.

00:57:25: Weil es geht gar nicht bald dann... Nee,

00:57:27: nee, nee.

00:57:28: Das haben wir nie gemacht.

00:57:29: Nein, und Baby muss natürlich lernen Haare ziehen, geht nicht.

00:57:34: Tut es

00:57:34: ärgern?

00:57:35: Geht nicht!

00:57:36: Aber das ist jetzt halt eine Phase wo wir

00:57:39: noch nicht verstehen.

00:57:40: Das ist unser Job und das ist unser job.

00:57:44: Ja genau.

00:57:45: Und ich denke mir das oft.

00:57:47: Das Problem haben wir immer wieder dass die Tiere ganz klar zeigen durch alles von wegen Baby quält mich Und dann müssen die Erwachsenen einfach gucken, dass es nicht mehr passiert.

00:58:03: Fertig.

00:58:03: Vielleicht hat er auch Vertrauen gefasst, dass die Situation für ihn nicht gefährlich wird, weil wir schon regeln werden?

00:58:11: Ich meine, meine alte Erklärung wäre jetzt gewesen einfach nur, weil ich es immer so gehört habe.

00:58:16: Er hat verstanden, Kind gehört zum Rudel ist über ihm – er greift das nicht an!

00:58:22: Aber das scheint ja irgendwie nicht richtig zu sein.

00:58:24: Null.

00:58:25: Das ist was ... Ich kenne mich mit Hunden nicht aus.

00:58:27: Ich hab' das eben nur beobachtet und wir haben immer gesagt Das Kind kommt irgendwie Hund weg, dann habe ich Hund zu mir gerufen.

00:58:36: Dann hab' ich Hund hinter mir weggehen lassen und einen Stuhl hingestellt.

00:58:43: Wir haben immer geguckt, dass sie dem Hund helfen von diesem Kind

00:58:46: wegzukommen.".

00:58:48: Und ich glaube, das hat er verstanden.

00:58:50: Dass ihr ihm auch helft und dass er praktisch das Problem nicht selbst lösen müsst, weil ihr das Problem für Hund löst?

00:58:57: Genau!

00:58:58: Ich glaube da ist der Schlüssel... Ja, glaub ich auch.

00:59:01: ...dass er verstand, dass wir Lösen für ihn das Problem haben.

00:59:05: Aber ich war halt so unfassbar stolz, es hätte übel ausgehen können.

00:59:10: Also nicht, dass er ihn wirklich gebissen hätte aber er hätte so rrrr machen können und dann verbot sich schnell mal sonst.

00:59:19: Ja, ja.

00:59:20: Es ist einfach toll, dass es nicht passiert ist und ich bin mir sicher das Tudels gelernt hat von wegen.

00:59:25: Sie kümmern sich drum.

00:59:27: Und zwar nicht im Sinne von Kind gehört zum Rudel und steht über mir null

00:59:31: Wände!

00:59:31: Aber das ist ja auch z.B.

00:59:33: auch so wenn – ich habe das früher nicht verstanden – dass wenn Hund….

00:59:38: Ich gehe mit Hund Gassi und da ist meinetwegen ein Angler am Rhein.

00:59:43: und Hund bellt Angler an.

00:59:45: Und ich war früher der Meinung, hör auf!

00:59:48: Du komm mal her und hab dann eher mit ihm geschimpft.

00:59:52: Da war ich jetzt immer oder öfter mit einer Freundin unterwegs die sich da einfach auch auskennt so mit Tieren.

00:59:58: Dann habe ich dann auch gesagt, du magst du mir mal erklären was hier gerade abläuft.

01:00:01: Weil ich verstehe Hunde nicht so wie ich zum Beispiel Kinder verstehe.

01:00:05: und dann hat sie mir das erklärt.

01:00:06: Dann hat sie sagt Schau mal Claudia er sichert jetzt die Hut also er guckt was da ist und dieser Angler is ihm suspekt und er bellt ihn an.

01:00:17: Und indem du ihn anschreist, den Hund und den jetzt sanktionierst wirst du ihm nicht beibringern, dass alles gut ist.

01:00:23: Du musst ihm zeigen hey ich habe die Situation im Griff, du brauchst dich nicht aufregen!

01:00:29: Das ist es wahrscheinlich, das der Grund zu lernen hat.

01:00:34: Die Eltern und wer auch immer hier an Menschen haben die Situation.

01:00:39: Ich muss das hier nicht

01:00:41: für die

01:00:41: Regeln.".

01:00:42: Und er konnte seinen Kopf nach unten ziehen.

01:00:44: Dann habe ich gemerkt, oh da ist irgendwas!

01:00:47: Hab geguckt und hab dann geholfen.

01:00:49: Hab dann gesagt ne?

01:00:50: Baby nein.

01:00:52: Hab den Hund zu mir geholt.

01:00:53: Hab ihn aber unfassbar gelobt weil...ich fand der hat das so toll gemacht Ich war so stolz auf den.

01:01:01: Aber da geht es auch wieder, das hat was mit Vertrauen zu tun und die Erwachsenen werden es schon regeln.

01:01:08: ich kann mich darauf verlassen dass ich Menschen habe, die auf die ich mich verlassen kann.

01:01:14: Ja und das brauchen Kinder.

01:01:16: ja genau so auch

01:01:17: Ganz genau Das ist übrigens mein Scheinenteil, aber das ist genau das Thema.

01:01:24: ganz junge Kinder ältere nicht Und Hunde in dem Moment, das ist identisch.

01:01:32: Ich habe bei einer ganz berühmten ... oder ja dort berühmt, die kommt auch zu unseren Podcasts, habt ihr gefragt?

01:01:38: Das ist eine spezialisierte Jagdhundetrainerin und da hab ich einen Kurs gemacht weil ich hier zwei Jagdtunde hab.

01:01:46: Ah super, dann können wir das besprechen!

01:01:49: Das ist total spannend.

01:01:51: und dann hat sie so mit Folien gearbeitet und ich dachte mir nur so krass... Mein Gott, ist das krass!

01:01:57: Wir müssten hier eigentlich nur Kind und Hund jeweils die zwei Worte austauschen.

01:02:02: Und wir könnten identisch aber wirklich identische Fortbildungen machen weil sie identisch ticken.

01:02:10: es gibt keinen Unterschied im Sinne von Anlage.

01:02:16: und was geht hormonell ab?

01:02:18: Neurobiologisch ab?

01:02:20: und es ist so spannend.

01:02:23: Toodles hat im Prinzip eine Grenze gesetzt.

01:02:26: Darf er?

01:02:27: Kinder setzen auch Grenzen, dürfen sie und jetzt ist die Frage abwarten übernehmen wir und zwar Achtung!

01:02:34: Die Verantwortung?

01:02:36: das ist mein Schall in der Moment.

01:02:38: Wir sind wieder mal als Erwachsene zu hundert Prozent verantwortlich für uns selbst und für unseren Umgang mit Lebewesen, die noch nicht Verantwortung übernehmen können.

01:02:53: Und im Idealfall schaffen wir es Kinder zu begleiten, die sicher sind, die dadurch über diese Sicherheit auch Respekt lernen.

01:03:04: Respekt ist alles andere als Angst und in dem Moment wo ein Kind Respekt hat entwickeln kann wird es keine Schulranzen werfen müssen weil's dann vielleicht sogar angehört wird im Idealfall.

01:03:22: Und mein scheiner Moment ist tatsächlich das Methoodles, dass er dadurch, dass wir ihm gezeigt haben auf uns kannst du dich verlassen?

01:03:30: Wir haben ja alles in Griff und du kannst... und wir bilden dir hier eine Umgebung und der du dich sicher bewegen kannst.

01:03:37: Verlass dich auf uns!

01:03:38: Wie regeln das schon?

01:03:39: Das es da durch nicht zum Eklag haben und er sich nicht verteidigen musste, sondern er vertrauen konnte darauf dass wir es schon jonglieren.

01:03:49: Und das ist genau das was du gerade sagtest, dass Kinder auch eine Umgebung brauchen in der sie sich sicher fühlen können.

01:03:56: und das heißt nicht, dass sie alleine gelassen werden mit einer lesifieren Erziehung, sondern dass die Menschen um sich herumhaben, die sicher stehen und ihnen Sicherheit dadurch geben können.

01:04:08: Genau!

01:04:08: Das ist mein steinender

01:04:09: Moment.

01:04:11: Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ... Ich glaub halt einfach, dass wir als Erwachsene, wo wir gesprochen haben von wegen Wenn Kinder sich nur anpassen und dann passen sie sich auch nur an.

01:04:25: Und dann werden Sie eben psychisch krank.

01:04:28: Das würde ich ganz gern noch sagen, dass dadurch einfach Kinder vor ganz viel Leid bewahren, wenn wir Verantwortung für sie übernehmen.

01:04:40: Ganz genau.

01:04:41: Nicht diese Verantwortung auf die Kinder übergeben?

01:04:43: Ja, das ist man scheinender Moment!

01:04:46: Eine Last, die sie einfach noch nicht tragen können.

01:04:48: und jetzt

01:04:49: zu einer

01:04:49: großen seelischen Gastwirt.

01:04:51: Und wo wir dann denken von wegen dass sind Kinder, die braven Kinder... Die braven Kindern sind nicht brav.

01:04:56: Die bravanen Kinder sind angepasst und tragen so viel Verantwortung und brechen als Erwachsene zusammen.

01:05:02: Mein Gott war ich ein braves Kind.

01:05:05: War, die Betonung liegt auf wahr

01:05:08: Ja.

01:05:09: Und jetzt hol

01:05:09: dir dein Raum zurück, den du brauchst, Kämpfe!

01:05:13: Ich kenne es für dich!

01:05:13: Brau ihnen die Schneidezähne in die Unterarme!

01:05:18: Sei gewaltvoll!

01:05:20: Hier ist so viel Raum was ich mir... Aber auch dieses, wenn man das hier so sieht, hier ist soviel wunderbarer Raum der eigentlich mehr gehört den ich mir aber noch nicht zu eigen gemacht habe.

01:05:36: Ja, und da musst du vielleicht manchmal Zähne zeigen.

01:05:40: Manchmal muss man auch Zähnen zeigen, weißt du?

01:05:42: Da gibt es doch diesen Spruch von wegen Lachen oder Lächeln ist die freundlichste Art jemandem die Zähnungen zu zeigen.

01:05:49: Und wenn du was kannst dann ist das schon

01:05:51: freundlicher.

01:05:53: Ja genau!

01:05:54: Du musst gar nicht zubeißen.

01:05:57: Du musst nur lächeln und sagen ihr Lieben jetzt nicht Nein, nein!

01:06:02: Nein ist ein schönes Wort.

01:06:05: Lachen und sagen nein.

01:06:07: Ja?

01:06:08: Und Sie werden es verstehen.

01:06:10: Schein an, liebe Claudia.

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