Folge 114: Mobbing im Supermarkt

Shownotes

Wenn selbstständige Dachdecker krank werden, müssen sie nicht am Schreibtisch sitzen und Steuer verantwortlich zahlen. Bei uns beiden kommt der Sozialstaat nicht für die Krankenversicherung auf. Anke hat Mitleid mit alten blutenden Männern, wenn sie bevorzugt, im Kaffeemaschinen Wartezimmer Puderverwöhnt wird. Dafür hasst sie Vivil-Essende Waldverschmutzer. Claudija hingegen reitet auf dem Hexenbesen an Männern vorbei, die ihre Ignoranz im Alltag zeigen. Wir beide Pädagoginnen sind durchaus fähig Rache Aktionen und Metzgerlügen aufzudecken, während sie Ofenkartoffeln essen und Baby Geburtstage sehr medienkompetent feiern. Wir beide sind zudem der Meinung, dass Krippenbesuche und Psychotests niemals Mama-Königinnen oder Omas Liebe ersetzen. Wenn man sich nicht in Kinder verliebt, sind sie unter vielen Kindern bedingungslos überfordert und die ersten Jahre geprägt von Urmisstrauen statt Urvertrauen. Krippen können eine Lüge sein, genauso wie gewaltfrei geerntete Steaks, die nicht an Bäumen wachsen. Massenkinderhaltung ist leider öfter die Regel, als Investitionen in Kinder. Wir freuen uns, dass wir hier unsere Gedanken frei äußern können und hoffen dass sich ein paar Dinge zugunsten der Rinder und der Kinder ändern. Shine on!

Claudija Stolz https://www.claudijastolz.com https://fruehe-bindung.de https://www.youtube.com/@claudijastolz7433

Dr. Anke Elisabeth Ballmann https://www.ankeelisabethballmann.de https://www.youtube.com/@dr.ankeelisabethballmann https://stiftung-gewaltfreie-kindheit.de

Transkript anzeigen

00:00:01: Wir kommen bei Stolz und Ballmann dem Podcast von und für Herzensmenschen.

00:00:05: Dr.

00:00:06: Anke Ballmann in Entwicklungspsychologin und Claudia Stolzz, Familientherapeutin

00:00:11: teilen

00:00:11: ein und Aussichten über Gott und die Welt – die inspirieren und stärken.

00:00:16: Fühl dich eingeladen das Schöne im Leben zu sehen und zu teilen!

00:00:32: Mir geht's gut, ich war heute beim Röntgen.

00:00:35: Und der schöne Bruch ist immer noch schön und noch nicht verändert.

00:00:41: Es hat sich nichts verschoben und alles was ich brauche ist

00:00:45: Geduld.

00:00:46: Ich bin schon bei Woche zwei mit Geduld!

00:00:50: Ich weiß, wie schwer dir das fällt.

00:00:52: Und das ist ja dann auch wieder so dieses Los der Selbstständigen.

00:00:57: Das heißt nicht nur weil du einen Arm gebrochen hast, könntest du dich jetzt sechs Wochen ins Bett legen und es mal ebenso vor sich hinkurieren lassen, sondern weil die geht ja der Alltag weiter.

00:01:06: Das heisst Jobs und Seminare und Coachings und alles das was du machst, geht ja weiter!

00:01:14: Also das einzige was ich nicht gemacht habe war... Ich hab mir Freitags den Arm gebrauchen Ich habe voll gearbeitet.

00:01:21: Montagabends habe ich was abgesagt, weil es war ein sehr langer Montag und ich habe mir nur noch Schmerzmittel reingepfiffen und da habe ich einen Termin abgesagt.

00:01:32: Ansonsten habe ich voll durchgezogen.

00:01:35: Aber ich gebe zu!

00:01:37: Zwischendurch habe ich niemals sehr leid getan wo ich mir dachte mein Gott was wäre das jetzt ein Leben wenn nicht anrufen könnte oder irgendjemanden anrufen könnte im Sinne von ich bin jetzt fall für ein paar wochen aus haben wir den arm gebrochen würde.

00:01:54: Meine

00:01:55: Konzernummer kennen sie das geht bitte

00:01:57: weiter.

00:01:58: ja genau für die nächsten vier bis sechs wochen hundert prozent meines gehals kriegen und könnte mich schonen.

00:02:07: Das war zwischendurch jetzt ein paar Mal hart.

00:02:10: Und dann habe ich mir aber wieder gesagt, okay, möchte ich ... das hätte auch den Preis und diesen Preis und den Preis.

00:02:16: Ich dachte mir ja, ich muss da keine Dächer decken.

00:02:19: Aber ich hätt mich natürlich in jedem Büro-Shop krankschreiben lassen können, wenn ich einen

00:02:24: hätte.".

00:02:26: Ja ganz genau.

00:02:27: Es wäre meine nächste Frage gewesen, ob es dir tatsächlich ... Also ob in solchen Momenten man sagt die Selbstständigkeit ist irgendwie doch nicht so.

00:02:36: Das Richtige und wie schön wäre es, wenn man denn angestellt wäre.

00:02:40: Aber ich sitze ja in einem glänlichen Boot zum Glück ohne Armbruch aber stelle mir auch auf die Frage was wäre wenn?

00:02:49: Und denke mir dann immer ne, ich möchte gar nicht darauf verzichten diese Dinge einfach selber zu entscheiden, die ich mache.

00:02:55: Also prinzipiell bin ich auch nicht drauf verzichten.

00:03:00: Gar nicht, aber ich hatte jetzt ein paar... Nicht oft, aber so ein paar Momente wo es einfach doch schwierig war, ne?

00:03:08: Weil also ich habe halt den Arm in so eine ... in seiner Ortese und hab praktisch meinen rechten Arm nicht zur Verfügung.

00:03:16: Auch nicht... Ich kann nicht schreiben zum Beispiel!

00:03:20: Als ich bin beidhändig, ich bin links gut aber sogar nicht schreiben, tippen ist schwierig, es geht, aber es ist schwierig.

00:03:28: Es ist alles ein bisschen anstrengender Haare waschen, duschen anziehen.

00:03:33: Es dauert alles!

00:03:34: Also wie gesagt ich bin ja eine die schnell mal so Sachen zwischendurch mache ne?

00:03:39: Das ist gerade gar nicht... Ich mach grad überhaupt nichts schnell mal zwischndurch und ich habe jetzt schon gelernt wirklich Hilfe anzunehmen.

00:03:48: Ich werde es chauffiert, hab immer jemanden der mich bringt und holt und auch betüttelt und bekocht wird alles gemacht aber auch mein ganz normaler Job.

00:03:59: Es ist was anderes, wenn du voll einsatzfähig bist und ja ich habe zwischendurch mal gedacht von wegen, woher ist das jetzt?

00:04:07: Ein Feiß!

00:04:09: Aber es ist so.

00:04:10: Ich kann Gott sei Dank alles... Also meine Arbeit kann nicht machen auch wenn alles etwas schwieriger ist.

00:04:17: Das ist ja auch so dass... Ich freue mich, ich bin nur gelegen, die mir ein bisschen knaunschig

00:04:20: aber ich würde...

00:04:21: Geduld, Geduld ist halt nicht so mein Revier

00:04:26: Das darfst du jetzt üben.

00:04:27: Genau, Christas Lernfeldtest du brauchst!

00:04:30: Aber

00:04:30: die...

00:04:31: Was ich mir schon wünschen würde oder in solchen Momenten finde ich wird klar wie allein gelassen man eigentlich als Selbständiger ist und es ist ja nicht so dass wir nicht auch Steuern zahlen und alle Sozialabgaben die halt zu leisten sind auch leisten.

00:04:47: also Ich sehe da jetzt keinen Wahnsinnigen Vorteil, durch den man auf einer anderen Seite hat außer eben dass man Dinge selber entscheidet und nicht abhängig ist von jemandem.

00:04:59: Aber ich würde mir auch wünschen wenn die Menschen, die frei beruflich oder selbstständig arbeiten doch ein bisschen mehr geschützt sind und gerade auch in dem Bereich Mutterschutz das gibt es ja auch nicht für Selbständige.

00:05:12: also ich kenne zahlreiche Frauen Die arbeiten wirklich kurz bis vor die Niederkunft und müssen eben auch danach sehr schnell wieder einsteigen.

00:05:24: Also da wäre ich schon für, dass man sowas verändert.

00:05:30: Das ist eine

00:05:31: ganz andere Meinung.

00:05:34: Das war mir von Anfang an klar was das bedeutet auch im Falle X. Falle x ist jetzt eingetreten.

00:05:45: Freie Entscheidungskraft habe ich einfach auch volle Verantwortung.

00:05:49: Ich will davon keinen Zentimeter hergeben, ich will die Dinge weiterhin selber entscheiden und ich will weiterhin mein Tempo leben können.

00:05:58: Und in dem Moment wo ich dann einen welchen Schutz auch immer hab, bin ich auch wieder fremdbestimmt – das kann ich ja gar nicht aushalten!

00:06:08: Ich hätte ja zum Beispiel, es machen ja Menschen die vernünftig sind oder Achtung.

00:06:14: Die ganzen Bindungsthemen können wir da auch aufmachen.

00:06:17: Die hätten natürlich für einen solchen Fall eine Versicherung.

00:06:21: Die hätten eine Unfallversicherung mit einem Tagesatz von keine Ahnung, wie viel hundert Euro?

00:06:26: Und dann wären die auch safe!

00:06:28: Dann könnten sie sagen ne ich mach das jetzt nicht Ich krieg ja jetzt gelb von der Unfall-Versicherung.

00:06:33: Jemand wie ich fährt hundert Prozent Risiko Null doppelter Boden.

00:06:38: Aber es ist auch mein Leben.

00:06:39: Also ich möchte nicht dass irgendjemand jetzt sagt Von wegen ok Frau Palmann Da reden wir ein bisschen mit jetzt Und dafür dürfen Sie jetzt mal zwei Wochen Netflix gucken.

00:06:50: Für mich wär's nix!

00:06:51: Na ja, mitreden möchte ich da auch nicht... aber dadurch dass ich ja komplett alle Sozialabgaben und alles auf Zahle und Steuern und hin und her fände ich schon so ein klitzekleines Yzl-Pützelchen Gesetz zum Schutz von meine wegen Frauen die kurz vor der Geburt stehen beschränke ich mich jetzt mal darauf finde ich doch fair.

00:07:13: Also das finde ich irgendwie doch in Ordnung.

00:07:16: So, weil dass ja auch den Frauen die selbstständig sind vielleicht auch mehr ermöglichen würden auch Kinder dann ja auch wieder der Gesellschaft zu schenken.

00:07:26: Das ist über eine Krankenversicherung eventuell läuft?

00:07:29: Dass praktisch so ein Mutterschutz wie im Angestellten... Die

00:07:31: zahlen wir ja genauso wie angestellte auch.

00:07:35: Allerdings!

00:07:36: Was wir an Sozialabgaben zahlen.

00:07:39: und da finde ich also wir zahlen ja viele Sozialabgarben aber finde ich, kommt zu wenig sozial zurück.

00:07:45: Also das ist so.

00:07:46: das wo ich denke dass dürfte bei den Selbstständigen nochmal überdacht werden.

00:07:50: jetzt bin ich aber überhaupt kein Profi auf diesem Gebiet.

00:07:53: es ist ein ganz ganz ganz eigenes Gefühl.

00:07:55: was ich habe weil ich sehe war sich monatlich an Abgaben zahle für jedes Telefonat für jedes Coaching für jedes alles was wir irgendwie machen.

00:08:04: da geht so und so viel geht in den Staat und ich frage mich was bekomme ich denn von dem Staat zurück?

00:08:11: Und da sehe ich halt nicht, dass ich irgendwas bekomme.

00:08:14: Und da fände ich natürlich ... Ich bin krankenversichert, klar komme ich was.

00:08:19: Aber das war es auch schon.

00:08:21: Es gibt ja auch zahlreiche andere Dinge für die wir sehr viel Geld bezahlen, wo ich einfach finde, dass sich da aber den Sozialstaat sehr unterstütze.

00:08:35: Nur weil ich halt selbstständig bin, nicht unbedingt dieses kümmern des Sozialstaates erlebe.

00:08:44: Es ist ja auch bei der Arbeitslosenversicherung zu zahlen.

00:08:49: Aber nehmen wir das jetzt mal... Ich weiß nicht wie viele zwanzig-fünfundzwanzig Jahre im angestellten Verhältnis bin kurz daraus und dann bist du arbeitslos?

00:08:58: Du hast überhaupt gar kein Recht auf arbeitslosen Geld!

00:09:01: Du kannst natürlich dich selbst versichern, zahlst das dann als es auch wieder.

00:09:05: Dieser ganze Schutz ist mal vom Arbeitslosengeld abgesehen.

00:09:09: Ich finde schon, dass es gut wäre, dass auch die Selbstständigen da so ein bisschen doppelten Boden hätten ohne, dass sie etwas von ihrer Freiheit aufgeben müssen – weil wir zahlen ja schon dafür!

00:09:21: Gut ich kenne mich da nicht aus und weiß welche Steuern ich zahle.

00:09:25: Ich bin zum Beispiel – ich kann mich auch öffentlich sagen Ich bin freiwillig gesetzlich versichert, ich war mal vorübergehend Privatkrankenversichert und da hatte ich ein Erlebnis.

00:09:35: Da hab' ich glaube auch schonmal erzählt...

00:09:38: Nee, ich erinnere mich nicht daran!

00:09:40: Da bin ich blöd um, da habe ich noch bei meinen Eltern gelebt Und ne Quatsch!

00:09:44: Ich war in München aber ich war zum Arbeiten, ich hab Biergarten bedient.

00:09:47: Es war Ende, weiß ich noch es war Ende August, das war Bartolomeosmarkt in Weylbach Und ich habe bedient und mir hat ein Gast, der gemeinte, er ist wahnsinnig lustig.

00:09:59: Hat mir als ich keine Ahnung wie viel Biergläser in der Hand hatte den Fuß gestellt!

00:10:05: Der kann übrigens froh sein dass er lebt.

00:10:08: auf jeden Fall bin ich gefallen mit mit Biergläsern.

00:10:11: Mir ist also... Ich hab mich nicht geschnitten aber ich habe mir den Fuß total verdreht verknackst was auch immer musste also ins Krankenhaus Und damals war ich privatversichert, da war ich schon selbstständig.

00:10:26: Oh

00:10:26: mein Gott!

00:10:26: Dann haben die mich als Privatversicherte sofort ... Ich bin sofort durchgelaufen, kam sofort dran und bin vorbei gelaufen an einem alten Mann der eine blutende Wunde im Gesicht hatte und das habe ich überhaupt nicht verkraftet.

00:10:43: Also es steckt auch heute noch in mir, ich fand es so schrecklich zu sehen wie ich die Prinzessin kommt!

00:10:51: Die bringt uns mehr Kohle, die winken wir gleich mal durch und dass Fußvolk darf sitzen bleiben und leiden... Ich fand es... Es war ganz schlimm für mich, hab' mich so geschämt, es war mir so unangenehm Und ich weiß noch, ich hatte einfach nur einen verstauchten Fuß.

00:11:07: Also überhaupt nichts Tragisches!

00:11:09: Nichts gebrochen, nix!

00:11:11: Einfach nur Aua...

00:11:13: Und weil du privat versichert warst und mehr am Kapitalstock

00:11:18: für

00:11:19: dich warst, warst du wichtiger?

00:11:21: Ja, ich würde wirklich... Ich bin rein und ich bin in die Notaufnahme.

00:11:24: und dann musste halt von wegen, wie sind sie versicherte?

00:11:26: und dann kam ich sofort dran Und draußen saß voll und noch mal, ich weiß nicht was alle Menschen hatten.

00:11:33: Aber dieser alte Mann hat, der hat geblutet am Kopf... ...und mich mit, keine Ahnung, fünfundzwanzig haben sie durchgewunken weil ich gehinkt hab bin!

00:11:44: Und ging für mich gar nicht, geht für mich moralisch überhaupt nicht und ich weiß es nicht, bin sofort ausgetreten und dachte mir kann ich nicht verantworten?

00:11:54: Ich in meinem Wertesystem geht nicht und zahl wesentlich mehr Geld jetzt in einer freiwillig gesetzlichen Versicherung.

00:12:02: Und heute saß ich mit allen anderen Menschen ganz lange im Wartezimmer, habe gewartet aufs Röntgen und danach auf den Arzttermin.

00:12:11: Also das finde ich total schön Anke!

00:12:13: Das finde ich wirklich total schön!

00:12:14: Ich glaube dass es da nicht so viele Menschen von gibt sondern sie als Bestärkung nehmen würden eben in einer privaten Krankenversicherung zu bleiben und so sagen, ja ich möchte eben nicht wenn ich krank bin wie das Fußvolk behandelt werden.

00:12:30: Und bleibe deswegen.

00:12:34: Ich will heute auch lieber in dem schönen Wartezimmer gesessen.

00:12:37: Da wo ich momentan bin, in Behandlung bin gibt es sogar zwei Wartezehme.

00:12:42: an dem einen ist so ein Wasserspender und im anderen gibt's dann die Nespresso-Maschine.

00:12:48: Ganz genau!

00:12:49: Ich

00:12:49: wäre schon auch überall in der Nespression Maschine gesessen.

00:12:51: nur dieser alte Mann, der geht mir in meinem ganzen Leben nicht mehr aus dem Kopf, wo ich mir denke, das muss der gedacht haben als ich da war ich schon schön jung bisschen hinkick an ihm vorbeigehumpelt bin und ich weiß ja nicht was er Schlimmes hatte, aber ich habe Blutfliesen sehen.

00:13:07: Und ich fand es einfach... Ich finde das so schlimm!

00:13:10: Dass dann nicht.

00:13:10: entschieden wird nach... Also nicht nach Alter, aber vielleicht nach Schwere oder nach Wer ist wann angekommen?

00:13:19: Aber keine Ahnung wie lang der gesessen ist.

00:13:21: Für mich ist das nichts.

00:13:22: Ich kann damit... Ich verurteile niemanden, der privat versichert ist.

00:13:27: nur für mein Mein Wertesystem für mein Leben ist das nichts.

00:13:34: Ich kann damit nicht umgehen.

00:13:36: Ich würde übrigens, wäre ich privat krankenversichert, würde ich ein Drittel von dem zahlen was ich zahl.

00:13:43: nur wie gesagt ich schaffe es moralisch nicht.

00:13:48: Nur das ist jetzt die Frage warum ja?

00:13:51: Es ist ja nicht besonders klug das so zu machen!

00:13:54: Ich werde heute bei den Despressormaschinen gesessen Hätte wer wahrscheinlich irgendwie nicht warten müssen und würde gepudert werden die ganze Zeit.

00:14:07: Aber Anke,

00:14:08: wenn wir ... Wir hätten diese Trennung nicht im System, wenn mehr Menschen genauso agieren würden also wenn mehr menschen die privat versichert sind oder irgendetwas anderes Das ist auch viele Felder kann man das ja Münzen.

00:14:24: Also da ziehe ich sowohl bei dieser Versicherung den Hut vor dir und auch bei deinem Veganismus.

00:14:30: Das ist ja auch eine Entscheidung für das Leben... Ja,

00:14:33: wobei?

00:14:34: Aber für mich!

00:14:35: Guck ich bin gar nicht so toll wie du es jetzt sagst.

00:14:38: Nein, nein da ist ganz viel Egoismus drin.

00:14:42: Es kommt auch ein paar anderen zu.

00:14:44: guter Ja,

00:14:45: ist aber ein schöner Egoismus.

00:14:47: Ich

00:14:47: hab

00:14:48: ja auch einen schönen Bruch!

00:14:49: Guck ich habe einen schöinen Bruch und schönen Egoismus.

00:14:54: Aber ich mach das nicht, weil ich damit irgendjemandem was beweisen will... ...ich mache es, weil mich sonst nicht wohlfühlt.

00:15:02: Ich kann nicht in den Spiegel schauen.

00:15:04: Das ist doch die Moral der Geschichte.

00:15:08: Dass man Dinge tut, die für einen selber stimmig sind?

00:15:12: Naja, also... Und

00:15:12: wenn mehr Menschen die Stimmigkeit gestern im Einkaufsladen.

00:15:19: Na ja, hab ich gedacht was für ein Vollidiot!

00:15:22: Da ist ein Mann mit einem vollgeladenen Einkaufswagen der fährt so an mir verbauter Will an mir vorbei.

00:15:31: Ich hatte Baby auf dem Arm nimm das ausm Regal und genau vor ihm fällt es auf den Boden und er guckt da drauf Weicht dem aus und fährt weiter.

00:15:53: Dann waren wir an der Kasse und er kam mit dem Einkaufswagen, dann André stand aber schon an der kasse.

00:15:59: das heißt ich konnte ihn nochmal überholen und konnte vor ihm an die Kasse und er war hinter mir.

00:16:07: Und ich habe dann das Kassenband immer so belegt, dass er nichts drauflegen konnte.

00:16:12: Ich hab immer gewartet bis die vorne ... und hab wieder was Neues draufgelegt!

00:16:15: Dann hab ihn gebeten, die Sachen runterzunehmen weil ich hätte die Sachen ja noch nicht ausgeladen.

00:16:20: Und dann sagt der Andere nachher, da muss man spudeln mit dem Typen am Start gehabt.

00:16:25: Also, da fällt ihm das hin und erhebt es nicht auf.

00:16:28: Obwohl ich mit Baby auf dem Arm vor ihm stehe?

00:16:31: Ich hab den so richtig bießtig angeguckt oder habe mich an der Kasse ... Und ich hab ein Besen gekauft.

00:16:38: Ein Besen!

00:16:39: Dann

00:16:39: bist du draufgerissen,

00:16:40: oder?

00:16:40: Du kommst zu.

00:16:43: Ja, aber am Ende als ich dann alles wirklich aufm Band hatte und der andere so, dass kann auch schneller gehen.

00:16:49: Ich so ne, wir haben Zeit.

00:16:50: Hab die Sachen schön einzeln hingelegt Und ganz am Ende hat er ja gesehen, es ist schon alles auf dem Band.

00:16:57: Aber ich hatte ja meinen Besen und der Besen hat ja einen langen

00:17:00: Stil!

00:17:02: Also musste er die ganzen Sachen von sich wieder weg tun damit mein

00:17:05: Stil aufträgt.

00:17:06: Oh Gott!

00:17:08: Der Arm, der Arm!

00:17:09: Ich mag so kleine Racheaktionen

00:17:12: schön.

00:17:12: Aber das ist schon auch gemein... Nein, aber das meine

00:17:17: ich die Menschen.

00:17:17: Das ist total gemein, aber auch wir brauchen halt manchmal auch um sich gut zu fühlen!

00:17:20: Ich habe auch nur was gemeines, ja eine lustige Geschichte kann ich noch erzählen.

00:17:25: Aber guck mal... Was kannst du denn schon Gemeins machen jetzt wo du so behindert bist?

00:17:31: Vor meiner Behinderung.

00:17:32: Und zwar... Ja, das ist ganz lustig!

00:17:35: Also ah ich finde es sehr gut dass du den dann so ein bisschen gemobbt hast.

00:17:39: Mobbing im Supermarkt.

00:17:41: Das sind genau die Sachen.

00:17:42: Es könnten wir könnten Frieden auf dieser Erde haben wenn sich einfach...

00:17:47: Ich hätte ihn auch einfach lieben können.

00:17:49: Ja hättest du auch machen können Aber du bist halt auch nicht.

00:17:54: Jesus und Gandine bist da auch nicht, haben wir schon festgestellt.

00:17:58: Wir sind auf den Spuren zu und ich finde, wir geben uns auch sehr viel Mühe aber ich habe den Anspruch nicht... Also da ist ein... Ich hab momentan sowieso kein Perfektionismusanspruch.

00:18:08: also Perfi hält gerade gut die Klappe!

00:18:10: Du vielleicht hast mir das passiert um Perfi zu zähmen?

00:18:14: Perfi hat jetzt... Oder Perfi hat jetzt ganz, ganz doll mit Kostet.

00:18:19: Perfi habe ich in ne Vollnerkose gelegt weil der kann ja grad gar nix machen.

00:18:26: Momentan ist Geralt geduld dran.

00:18:29: Geraltgeduld?

00:18:30: Geri!

00:18:31: Perfi und Geri.

00:18:35: Geri gibt grad Vollgas und denkt sich so Perfi ich siege es muss irgendwo weh genug tun dann sieg ich gut.

00:18:43: Also ich finde es gut und wie gesagt Perfi schläft gerade.

00:18:46: Und ich find, man darf auch mal jemandem zeigen dass er... Dass man anders handeln könnte sagen wir's mal so.

00:18:55: Bevor ich gestürzt bin ungefähr einen Tag vorher habe ich schon die Geschichte mit den Vivile Bombons erzählt.

00:19:03: Nee ne?

00:19:04: Oh die ist gut!

00:19:05: Die ist sehr gut.

00:19:06: Ich glaube

00:19:06: nicht.

00:19:07: Also ich hab mir den Hunden Also damals, als ich noch mit meinen Hunden spazieren gehen konnte.

00:19:13: Als ich noch beide Hände hatte!

00:19:15: Damals vor zwei Wochen, als mein Leben noch Sinn hatte und ich im Wald war, gehe ich immer so eine Runde... Und die Runde ist nicht besonders lang.

00:19:26: Doch du hast das mitten

00:19:28: erzählt?

00:19:30: Aber ich weiß nicht ob du es im Podcast erzählt hast.

00:19:32: Ich glaube, du hast mir ein Foto geschickt ... mit diesen Vivil-Zettelchen.

00:19:38: Ich weiß aber nicht, ob du's im Podcast... Also erzählst doch einfach nochmal!

00:19:43: Diejenigen die das schon gehört haben können sich jetzt kurz was zu trinken holen, dauert zwei Minuten und dann kommt ihr bitte wieder.

00:19:50: und die, die die Vivilgeschichte noch nicht kennen, bitte jetzt zu hören.

00:19:55: Ja egal ich bin ja ein bisschen auf dem Kopf auch gefahren, ich kann nix dafür.

00:19:59: Außer bin ich alt.

00:20:00: also Ich mache es relativ kurz, ich habe mehrere Runden mit den Hunden und die kleinste Runde sind ungefähr sixhundertfünfzig Meter im Kreis.

00:20:08: Und auf diesen sechshundert fünfzig Metern, die gehe ich mehrmals am Tag also damals als ich noch gehen konnte finde ich jedes Mal jede Menge Vivile-Bombon-Zettel.

00:20:17: Also Peckchen!

00:20:18: Mit ohne Bombom Wo irgendein Arsch lass Arsch drin schneit's ja nicht raus Einfach nur fallen lässt.

00:20:26: Es ist wie bei Hänseln und Gretl Überall liegt so ein Zettelchen Und irgendwann wurde es... und ich sammel die immer ein, weil ich keine Plastik-Papierchen im Wald liegen las.

00:20:37: Ist richtig Kunststoff!

00:20:39: Und irgendwann war's mal zu blöd.

00:20:42: Dann hab' ich mal gesammelt und dann waren sich weiß gar nicht wie viele.

00:20:45: Ich musste sie zählen aber viele also mindestens zehn, ich glaub sogar mehr von diesen Zettelchen in einer Runde.

00:20:51: Und dann habe ich die auf so einen Plakat geklebt und habe dann drunter geschrieben, von wegen lieber Waldspaziergänger wie auch immer schön dass du mich so magst.

00:21:01: Ich mag dich auch aber deine Zettelchen mag ich nicht.

00:21:04: Und da hab' ich so ein Ding gemacht.

00:21:06: das wollte jetzt in den Wald hängen und dann bin ich aber gestürzt und es hängt immer noch nicht bei.

00:21:09: im Wald Wo ich mir auch ding weiß könnt ihr einfach ihr Oder du, oder wer auch immer hoffentlich hat an Podcasts.

00:21:16: So ich hab's bestimmt schon erzählt.

00:21:17: Einfach Papier nicht auf dem... Also Plastik nicht auf den Boden werden!

00:21:21: Es kann doch nicht so schwer sein ist doch Bom-Bom.

00:21:24: so viel Du willst aber nimm deine Zettelchen mit.

00:21:27: also dann ne.. Ich versteh es einfach nicht.

00:21:29: oder da sieht jemand dich Du hast ein Baby umgebunden, dir fällt was runter.

00:21:34: Kann der sich nicht bücken?

00:21:36: Oder zumindest sagen ich würde es ihnen gerne aufheben aber leider habe ich gerade einen Bandscheibenvorfall dich freundlich anlegen.

00:21:41: Das können wir nicht ein bisschen freundlicher miteinander umgehen in der Welt und das sind die dann schreien Krieg, die Politiker sind schuld alle sind schul.

00:21:52: nur ich bin geil wo ich mir denke ne bei dir gehts los genau bei dir.

00:21:57: So soll ich mich aufgeregt Das riege ich mir wieder ab.

00:22:00: Ich hatte auch mein Freund, also kurz und...

00:22:04: Der lebt leider nicht mehr, weil es mal nur kurz?

00:22:07: Nein!

00:22:07: Aber der hat sich halt verhalten wie dass meine Wertevorstellungen überhaupt nicht

00:22:13: entspricht

00:22:14: nämlich genau, ich weiß gar nicht mehr genau was das war aber halt so etwas ähnliches wo es in einer Alltagssituation man einfach

00:22:22: hilft.

00:22:23: Und das war so anders, als ich das irgendwie gemacht hätte.

00:22:28: So, dass ich am gleichen Tag noch Schluss gemacht habe und gesagt hatte du, das wird nichts mit uns!

00:22:33: Weil... Das war eine Kleinigkeit in Anführungsstrichen aber die war so tief, dass sich sagte ne, wenn in so einem Effekt die Werteverstellungen soweit auseinandergehen, das kann einfach nichts

00:22:45: bringen.

00:22:46: Ja glaube

00:22:46: ich auch.

00:22:48: Für mein nächstes Leben wünsche ich mir so viel Bindungssicherheit, dass ich solche Entscheidungen wirklich immer treffen kann.

00:22:57: Weil das hätte ich gerne in meinem Leben öfter gemacht, dass sich an bestimmten Punkten wo ich gemerkt habe dieser Mensch agiert gerade so, dass es mir wirklich in Mark und Bein fährt und zwar keine großen also großen Anführungsstrichen Sachen.

00:23:13: Das sind wirklich Dinge wie Ja, wie geht man mit Hunden um, mit Tieren um?

00:23:19: Mit Kindern um.

00:23:20: Mit alten Menschen um!

00:23:22: Mit Behinderten also so im Affect irgendwas.

00:23:24: das sind Kleinigkeiten Das kann ich gar nicht genau sagen.

00:23:28: und wenn... Also daran würde ich heute auch wenn ich jetzt nochmal fünfundzwanzig wäre und zum Beispiel auf Partnersuche wäre ne Ich würde solche Dinge unternehmen mit meinem eventuell zukünftigen Partner Um wirklich zu gucken Wie reagiert der Mensch im Effekt?

00:23:48: Das ist ja das, was eine Beziehung trägt.

00:23:51: Ich merke es gerade jetzt.

00:23:52: Ich brauche momentan extrem viel Hilfe und ich kriege sie.

00:23:57: Ob das Handtücher zusammenlegen oder mich bekochen oder putzen oder was auch immer ...

00:24:03: Ja!

00:24:04: Das ist genauer der Punkt jetzt.

00:24:07: Und ich weiß noch, als ich den Karsten kennengelernt habe... Als ich so beobachtet habe zu den ersten paar Mal, das macht aber Carsten immer noch.

00:24:16: Dass er einfach, der hat irgendwo gesehen da kommt jemand mit einem Kinderwagen oder was auch immer eine Treppe nicht hoch.

00:24:22: Da geht er hin und hilft ihn.

00:24:24: Der fragt ja gar nicht lang.

00:24:25: also er fragt schon von wegen darf ich Aber er trägt

00:24:28: einfach den Wagen

00:24:29: weg?

00:24:29: Nein, macht er nicht!

00:24:30: Er freckt halt einfach.

00:24:31: und ich weiß nur der Carsten ist derjenige der hat wildfremde Menschen vom Flughafen mit nach Hause gebracht wo er gesagt hat Das war eine ältere Dame einmal, die schläft bei uns heute auf dem Sofa.

00:24:44: Hat mich vorher angerufen ob das okay ist weil sonst müsste diese alte Dame, die kein Geld für ein Hotel hat am Flughafen auf irgendeiner Bank übernachten.

00:24:52: und das sind die Dinge!

00:24:54: Es ist mir so wichtig dass jemand sowas macht ja?

00:24:57: Und nicht nur der Blödscheid daherredet.

00:25:00: Es ist so einfach, moralisch daherzuregen von wegen Ja es wäre so wichtig.

00:25:05: und Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe wo ich sage ja an welcher Stelle kann ich's denn bei dir erkennen?

00:25:10: Dass du das auch wirklich tust.

00:25:12: Und du kennst meinen Spruch an ihren Taten sollt ihr sie erkennen.

00:25:15: Ich mag dieses Gelaber nicht!

00:25:20: Mir geht es halt darum, ich kann halt nicht damit leben.

00:25:23: Ich kann mich damit leben dass der blutende alte Mann sitzen muss während die junge Frau durchläuft.

00:25:30: Die nochmal...ich hatte keine schlimme Verletzung.

00:25:32: das war irgendwie kein Bruch wo Knochenstücke rausstanden!

00:25:37: Ich kann nicht damit Leben wenn ich zum Beispiel weiß wie Tiere leben und sterben, damit ich sie essen kann.

00:25:46: Ich mach das gar nicht für die Tiere!

00:25:47: Ich mache es für mich weil ich damit nicht leben kann.

00:25:52: Oh neulich labar war bei uns im Kühlschrank ein sehr wohl riechender Käse.

00:25:56: Boah, ich schwör

00:25:58: dir, ich hab so gesappert jedes mal welchen Kühl schrank aufworte wenn wir, oh komm egal, egal, ich will das haben.

00:26:05: Ich will diesen Käseessen.

00:26:07: alles in mir holt Käse Magst du nicht?

00:26:10: Ich liebe Käse.

00:26:12: Ja schon, aber nicht so harzer Roller.

00:26:15: Oh

00:26:15: nee doch lecker, lecker!

00:26:18: Aber das war noch was Besseres.

00:26:20: Das war so Käse.

00:26:21: da läuft es erst wieder davon oder du stirbst vor Begeisterung.

00:26:24: ich sterbe Vorbegeisterungen Und ich hab ihn nicht gegessen, aber es war echt schwer.

00:26:31: Ich dachte mir die ganze Zeit so oh mein Gott!

00:26:34: Ich will dich, ich will dich.

00:26:36: und dann dachte ich mir so nein wie wirst du hergestellt?

00:26:38: Nein, die Kuh muss geschwängert werden.

00:26:41: Nein das Kalb muss weg.

00:26:42: also ich musste total nur kopfgesteuert dran gehen damit.

00:26:48: dieser Käse war so glücklich als er endlich leer war.

00:26:52: Ich war heute morgen mit meiner Mutter in einer kroatischen Metzgerei.

00:26:56: Guck mal, kroatische Metzgereien.

00:26:58: Ich hab ja ein paar Fotos nicht von dir ... Das ist wenigstens ehrlich!

00:27:06: Da liegt halt einfach der ganze Kopf von der Sau, die du jetzt isst und das ist nicht so ...

00:27:13: Nee, da hängt alles.

00:27:15: Du kommst da rein und da hängen alle Tiere an den Hinterläufen zuerst oben an den Haken gemacht, hängen runter Hälfte, eine komplette Hälfe eines kompletten Tieres von oben bis unten.

00:27:28: Und wenn meine Mutter sagt wir haben morgen Gulasch dann fragt der Metzger, der eben auch aussieht wie ein Metzgar, der fragt dann was hättest du denn gerne Magdalena?

00:27:39: und dann dreht er noch das Rindvieh von links nach rechts.

00:27:43: Ja ja und dann nimmt er sein scharfes Messer und schneidet es vom Rindvielfond.

00:27:47: Er sieht wie es aussieht, schneidet er das ab.

00:27:50: Es riecht dort auch nach Blut, nach Innereien.

00:27:54: Ich habe gesagt, ich warte im Auto.

00:27:58: Es ist Blut auf der Erde und es ist so ein Hackebeil in der Mitte, wo halt dann das Fleisch draufkommt ... Und er hat so einen Handschuh an, der ist aus dem Kettchen.

00:28:13: Wo er die Dinge klein schneidet und zack!

00:28:16: So, es ist eine Metzgerei die eben ne eigene Schlachtung hat.

00:28:20: Hier meine Mutter kauft ausschließlich dort.

00:28:22: Da geht er soll den Tieren besser?

00:28:25: Aber da wird einem keine Bärchenwurst

00:28:29: verkaufen!

00:28:29: Na ja aber genauso ist es halt einfach.

00:28:32: ich mein das Schnitzel wächst nicht auf dem Baum und das Gulasch gibt doch kein Gulaschschauch.

00:28:37: Und wenn ich es essen will, dann ist es doch auch in Ordnung.

00:28:42: Dann isst es aber lebt damit das da die halbe Kuhhänd.

00:28:47: Also zum Verständnis ist es wirklich sehr gut und zum Fühlen

00:28:52: ist es sehr gut.

00:28:53: Zumal etwas weiter vor, da müssen wir immer dran vorbei, steht der Wagen womit die Tiere zum Schlachter gebracht werden?

00:29:02: So, ne?

00:29:02: Und an dem muss man auch vorbei.

00:29:04: Wenn man dann so eins und eins zusammenzählt ... Also heute gibt es bei uns Salat mit Ofenkartoffeln.

00:29:10: Ich hab gesagt, Mama!

00:29:12: Wir lassen das mit dem Kunde wieder raus.

00:29:15: Mein Vater war nicht sehr begeistert, weil er möchte dann ... Dann sind wir zurückgekommen und ich sagte, Leute, es gibt heute Salat.

00:29:22: Okay ist ein Eier im

00:29:23: Salat.".

00:29:24: Soweit musste meine Mutter noch mit mir verhandeln.

00:29:27: Aber es war schon so, dass ich mir das eben eher vorstellen konnte.

00:29:31: Ich habe gesagt, dieses Tier ist eben gestorben damit ich jetzt das Gulasch essen kann.

00:29:36: Aber wir wollten gar keinen veganen Podcast machen heute.

00:29:40: Es geht um Moral und was man dann auch leben will.

00:29:45: Genau!

00:29:46: Ich glaube darum geht es nicht um Veganismus.

00:29:48: Es gehen einfach Trumpfen wegen, was kannst du selber aushalten?

00:29:51: Und was nicht?

00:29:52: Und ich kann's halt einfach nicht aushhalten.

00:29:54: Ja.

00:29:54: Das ist manchmal schwer weil ... Ich liebe Fleischessen und Burger, Schnitzel und Sauerbraten und Bratwurst.

00:30:05: Also Käsekäse nochmal Käse!

00:30:07: Gestern sagt jemand im Seminar zu mir ja dann gibt es Menschen die essen so Sachen wie Meeresfrüchte.

00:30:13: das findet ihr ganz eklig und ich so oh lecker lecker Und oh mein Gott, so Kalamari.

00:30:21: I love it!

00:30:22: Aber ich esse es einfach nicht.

00:30:24: und seit ich weiß was so ein Kalamiri, was der alles hat.

00:30:27: Wie klug die sind ja dreimal nicht mehr.

00:30:29: also ich will halt keine Tiere essen fertig.

00:30:33: Da kommt übrigens auch ein Tier.

00:30:35: Hallo Paulchen.

00:30:37: Kommt grad Paula.

00:30:38: Ja aber

00:30:39: die weiß er, dass sie nicht gegessen wird von dir.

00:30:43: Auch eins hier in meinem Rücken auf dem Bett und schläft seelig unter der Klimaanlage.

00:30:51: Ich glaub, für Tudels ist das hier gerade das Allerschönste, dass hier überall Klimaanlagen sind.

00:30:57: Wie heiß ist es denn bei dir?

00:30:58: Apropos heiß ich hätte noch was zu erzählen.

00:31:03: Was hast du denn zu erzäheln?

00:31:06: Geburtstag!

00:31:07: Mein Baby ist ein Jahr alt.

00:31:12: Ich habe Baby gesehen mit Geburtstagskronen.

00:31:14: Die Geburtstagskrone hat die Tante Tauti gemacht!

00:31:18: Ja,

00:31:19: und sie hatte mehrere Geburtstagekroninnen.

00:31:21: Sie hatte nämlich auch eine von der Tante Barbara und von

00:31:25: dir.

00:31:25: Und die hat total schöne Geschenke und sie hat glaube ich echt Spaß gehabt.

00:31:30: Und eine ganz schöne Tortue.

00:31:32: also wirklich schöner Geburt.

00:31:35: Leider konnte ich nicht da sein

00:31:37: Und ich werde am Geburtstag meines Babys auch nicht da sein, haben wir schon wieder eine gemeinsame

00:31:42: Zeit.

00:31:44: Aber erzähl erstmal vom Geburtstag.

00:31:46: Ich habe ja nur Bilder gekriegt aber total schön.

00:31:48: also sie hat Spaß gehabt und Luftballons und Seifenblasen und die Omis waren da und die hat wirklich glaube ich in einem richtig schönen ersten Geburtstage war zwar viel los aber nicht zuviel.

00:32:01: also auch im Geburtestag den man gut verkraftet kann Und ich weiß, Sie haben sich unterhalten, habe ich abends dann ein bisschen mitgeredet.

00:32:10: Dass ja jetzt eigentlich der Zeitpunkt wäre wo Baby in der Krippe anfangen würde.

00:32:19: und

00:32:20: der Gedanke das Baby, dass ich jetzt relativ gut kenne und auch viel mitkriege und täglich sehe... Übrigens hab ich mein Baby Videocall gemacht.

00:32:31: Mein Baby kann erschreckenderweise schon sehr gut Videocalls.

00:32:36: Wir wissen auch, dass man wischt.

00:32:38: Ja?

00:32:39: Hab ich schon...

00:32:40: Kann

00:32:40: das dein Baby auch?

00:32:41: Ich bin total erschrocken als ich mitgekriegt habe.

00:32:43: Das kann die schon!

00:32:44: Und ja natürlich ist es die Realität.

00:32:46: Das ist wie ein Löffel halten.

00:32:49: Das gehört einfach zum Leben dazu.

00:32:52: Deswegen brauchen Kinder keine Medien um Medienkompetenz zu werden, das sind sie.

00:32:59: Mein Baby kann Pinzettengriff und kann eine Apple Watch auf- und zumachen.

00:33:04: Herzlichen Glückwunsch!

00:33:05: Aber es ist so, Sie können's.

00:33:06: Freuen wir uns über den Pinzettengriff.

00:33:09: Irgendwann wird das aufgenommen in die Uhefte.

00:33:12: Kann das Kind eine Apple watch an und aufmachen?

00:33:14: Das

00:33:16: finde ich gut.

00:33:17: Also mein Baby hat auf jeden Fall ganz viel Spaß mit schönen Geschenken und es war so schön, jetzt ist sie ein Jahr!

00:33:24: Und der Gedanke?

00:33:25: Der Gedankel dass die nächste Woche mit einer Eingewöhnung anfangen darf muss Will Sol also will garantiert nicht, der beunruhigt mich.

00:33:39: Ich hatte gestern Seminar Und da ging es auch um Bindung und Eingewöhnung.

00:33:45: Da habe ich auch von Baby erzählt, und da waren nur Menschen die in Krippen arbeiten – nur einundzwanzig Menschen, die in Kreppen arbeiten!

00:33:55: Alle einund zwanzig Personen, die diesen verschiedenen Kreppen arbeiteten, haben wieder mal die Ursprungsfrage gestellt würden sie ihr eigenes Kind in eine Krippe geben, die sich nicht aussuchen können?

00:34:12: Niemand.

00:34:13: Nur Fachkräfte!

00:34:15: Und das sind Menschen dabei, denen würde ich Baby sofort geben.

00:34:20: Also ich würd mal sagen die Menschen, die in diesem Seminar sind da sind ganz viele dabei den würdigen Kind geben weil sie unglaublich liebevolle Menschen sind.

00:34:30: und jetzt kann ich mir ganz weit aus dem Fenster lehnen Ich mache ihnen auch Psychotests und ich kenne die Testergebnisse.

00:34:35: Jetzt kann ich auch noch anschauen.

00:34:37: Es gefällt natürlich sehr gut Das sehe ich ja auch.

00:34:40: Ich kann ja Bindung testen, in zehn Minuten ist es getestet für das Jahr zwanzig Fragen außer Weißes.

00:34:46: da sind ganz viele sicher und überwiegend sicher gebundene Pädagogen und Pädagoginnen im Kurs.

00:34:55: Und gleichzeitig denke ich mir, ich freue mich so wahnsinnig

00:35:00: dass

00:35:01: Baby nicht in eine Grippe muss Und ich möchte sagen, beide Eltern arbeiten und es ist eine Riesen-Herausforderung wie Baby betreut wird.

00:35:12: Das ist echt schwer!

00:35:14: Es ist überall immer wieder nach Lösungen, auch extrem herausvoll.

00:35:23: Es wäre wesentlich einfacher wenn die sagen würden okay wir machen Skrippe.

00:35:29: Die hätten alle ein leichteres Leben Nur Baby nicht.

00:35:36: Wie geht es deinem Baby?

00:35:38: Ich freu mich erstmal, also ich merke das ist körperlich wirklich was mit mir macht und ich freue mich und bin der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt wirklich beschenkt und glücklich, dass unsere Babys noch nicht in die außerfamiliäre Betreuung gehen.

00:35:56: Ich bin so glücklich darüber!

00:35:58: Also damit habe ich ja auch gesagt was mein Baby macht nämlich nicht in eine außerfAMiläre Betreuerung gehen.

00:36:04: der hat ja nächste Woche Geburtstag.

00:36:06: das heißt ein idealer Geburtstag um am ersten August mit der Betreuungen zu beginnen das heißt die Eltern also eigentlich ist es ja wunderbar Mitte Ende Juli geboren zu sein, weil man dann zum ersten Achten mit der Betreuung starten kann.

00:36:23: Mit der Kita starten und mit der Schule starten.

00:36:26: Also das ist gut am Stichtag geboren.

00:36:29: Und er wird nicht in die Betreuungen gehen.

00:36:32: Ich hab ihn ja jetzt seit zwei Wochen jeden Tag hier.

00:36:35: Die bleiben auch noch eine Woche.

00:36:37: Wir haben eine sehr intensive Zeit miteinander.

00:36:41: Er hat mich wirklich schon zu einer sehr ... wichtigen Bezugspersonen erkoren.

00:36:47: Wir machen das so, dass ich morgens die ersten zwei Stunden häufig mit ihm vorbringe nicht immer aber häufig, dass die Eltern noch ein bisschen sich ausruhen können weil die Nacht auch anstrengend war und so wechseln wir uns ab Und immer dann wenn halt Bindungssituationen entstehen, so bindungsrelevante Situationen Dann merke ich wie er sucht.

00:37:08: So der ist zufrieden bei mir Er ist happy bei mir und ich kann ihn auch trösten ihn auch so, aber ich spüre.

00:37:16: Ich meine jetzt habe ja auch wirklich viel Erfahrung mit Kindern und weiß wie Kinder sind und ich spüre wie sein ganzer Körper und sein ganzes Organismus sucht und guckt und wenn er dann in den Dunstkreis seiner Eltern kommt also erst mal manchmal kommt mein Sohn zuerst runter dann ist schon.

00:37:39: Aber wenn die Mama kommt, die einfach die primäre Bezugsperson ist.

00:37:43: Es könnte auch umgekehrt sein.

00:37:45: Ich will damit nicht sagen Mutter muss aber in diesem Fall ist es so Wenn mama kommt dann ... vibriert dieser ganze Körper.

00:37:53: Da geht die Sonne auf, gell?

00:37:54: Es ist als

00:37:56: ob die Königin den Raum betritt und ich sehe förmlich wie sein ganzer Kopf und wie alles sich da öffnet.

00:38:08: Und das ist einfach ein unfassbarer Unterschied zu dem, wie es ist wenn halt die primäre Bezugsperson nicht am Start ist.

00:38:18: Ja!

00:38:19: Ich denke mir das oft, ich habe es eben auch gestern im Seminar.

00:38:22: Wir haben dann drüber gesprochen warum würden den Menschen die in Krippen arbeiten?

00:38:27: Warum machen sie das praktisch mit anderen Kindern?

00:38:31: Würden aber ihren eigenen Kindern nicht zutrauen und ohne zu muten?

00:38:39: Und dann war immer ganz klar... Achtung!

00:38:42: Die Menschen, die da arbeiten, arbeiten alle bei einem Träger der durchaus Notbetreuung ausruft.

00:38:50: Also wir sind hier bei den Guten, möchte ich an dieser Stelle mal sagen.

00:38:54: Ich bin nicht irgendwo von wegen da muss man durch auch mit zwölf zu eins gar nicht, gar nicht einen Träger, der sich total einsetzt, der alles auch an rechtlichen Dingen ausnutzt und auch ausführt was man darf.

00:39:10: Bayern sage ich an diese Stelle.

00:39:14: also Bayern hat ja im Vergleich zu anderen Bundesländern auch noch mal einen nicht allzumiesen Personalschlüssel.

00:39:23: Und da gibt es ganz andere Länder, Bundesländer nochmal und trotzdem sagen sie, es geht halt einfach nicht... und die sagen uns den Kindern geht's gut aber wir können uns halt nicht so um die Kinder kümmern wie wir das gerne tun würden.

00:39:40: Und wo ich diese Fortbildung mache, diese Weiterbildung Da ist im Erdgeschoss, ist eine Kindergrippe.

00:39:48: Und es ist ja sehr warm grad und das der Fortbildungsraum ist im ersten Stock und da sind viel die Türen auf bei dem Wetter.

00:39:55: ich höre sehr viele Kinder weinen Die weinen nicht lang.

00:39:59: also das heißt sie werden alle getröstet um die kinder wird sich gekümmert.

00:40:03: Ich habe noch nicht einmal einen menschen schreien hören oder so irgendwas.

00:40:07: deswegen sage ich bin Ich würde sagen, mit Menschen zusammen die sehr, sehr gute Arbeit bei einem Träger der sich kümmert liefern.

00:40:19: Und die gehen auch gern arbeiten!

00:40:20: Da ist auch niemand dabei, der sagt so, ich habe keinen Bock drauf, gar nicht.

00:40:25: und trotzdem... Es ist Plan B. Plan A wäre oder Plan A?

00:40:35: Ich drehe es mal um und sage kein Baby, kein Kind.

00:40:39: U-Trei würde sich die Krippe aussuchen wenn es die Wahl hätte.

00:40:46: Ja und das ist immer... Und das ist ja auch das was wir ihr nun wirklich immer sagen Es ist nie gegen die Menschen, die in irgendeiner Krippe arbeiten, dass sie nicht gut arbeiten würden.

00:40:58: Dies oder jenes – darum geht es gar nicht!

00:41:01: Es geht darum, dass das Kind eines von vielen ist und ein Kind unter einem bestimmten Alter, nehmen wir mal achtzehn vierundzwanzig Monate

00:41:11: kann

00:41:11: das schlichtweg noch nicht.

00:41:13: Das heißt, es ist eine Überforderung per se ausgeliefert.

00:41:18: Und es ist auch so wenn ich morgens auf die Terrasse komme wo Baby mit Mama und ich stehe daneben, und ich strecke meine Hände aus.

00:41:27: Dann will er zu mir auf den

00:41:29: Arm.".

00:41:30: Er zeigt selber ganz proaktiv, dass er zu mir will.

00:41:34: Und dann gehe ich mit ihm runter und der ist total freudig und er macht und er tut aber nach einer gewissen Zeit und diese Zeit ist gar nicht so wahnsinnig lang braucht er seine Tankstelle wieder und wenn die dann irgendwo auftaucht Will er zurück?

00:41:51: Dann is eine Weile bei ihr auf dem Arm oder einfach in ihrer Nähe geht er auch wieder.

00:41:58: Aber dieser sichere Hafen, ich meine das suchen die Kinder sicher nicht umsonst aus in ihrer bindungsprägenden Zeit.

00:42:06: sie suchen sich ja irgendwann eine primäre Bezugspersonen aus und es hat ja einen Sinn, dass man das tut.

00:42:14: Warum auch diese primären Bezugspezonen das Nervensystem des Kindes am besten regulieren kann damit es dann am sichersten in die Exploration geht?

00:42:24: Er fängt jetzt an sich überall hoch zu ziehen der krabbelt die Treppe rauf also da ist jetzt ganz schnell zup-zup-zip.

00:42:32: ist er irgendwo Und das tut er am besten wenn die Mama in der Nähe ist Dann macht er sich macht er sich langsam vom Acker, dann kommt immer wieder der Blick ist sie da, guckt sie.

00:42:43: Also auch ein Verschwinden hinter einem Handy oder ähnlichem macht bei ihm Nervosität.

00:42:49: also dann kommt er eher wieder zu ihr gekrabbelt und nörgelt an ihren Beinen rum und wirklich befreit ist er.

00:42:57: wenn ich habe das heute beobachtet Sie saß auf nem Liegestuhl hatte alle Medien zur Seite gelegt also auch Buch etc.

00:43:06: Und hatte den Fokus auf dem Kind.

00:43:10: Er krabbelte durch die Gegend, schaute immer wieder zurück und erkundete wirklich die Welt.

00:43:16: Dann sind dann auch so Dinge wie wir haben hier kleine Kieselsteine liegen.

00:43:20: Wir haben jetzt schon häufiger gesagt beim Kieselsstein immer wieder aus der Hand genommen und nein und weggelegt.

00:43:29: Wenn er am Kieseltstein ist, nimmt er das in die Hand und guckt sie an!

00:43:35: bevor er es in den Mund nimmt.

00:43:37: Also auch wirklich, man sieht so was passiert da jetzt.

00:43:41: und Mama wie verstehe ich denn jetzt die Welt?

00:43:46: Und wie darf ich mich dabei fühlen?

00:43:48: Was er jetzt auch im Moment sehr gerne macht ist eine mit beiden Händen in die Haare zu greifen und den Kopf nach vorne zu ziehen und das tut richtig weh.

00:43:58: Richtig weh!

00:44:00: Jetzt ist aber er macht sich dann riesen Spass draus und da eben die Händchen jetzt festhalten, sagen hey das tut mir weh bitte lasst das.

00:44:08: Er macht es dann irgendwann.

00:44:10: Dann guckt der dann aber immer wieder zu seiner Mama.

00:44:13: Wie ist denn jetzt Ihre Reaktion?

00:44:15: Ja,

00:44:16: ja.

00:44:16: Also dieses Verständnis wie darf ich mich fühlen und wie is die Welt?

00:44:20: Nimmt er am ehesten auf in Kommunikation mit ihr!

00:44:24: Und ich will sagen wir beide verstehen uns wirklich gut.

00:44:28: Wir sind ein gutes Team und er mag mich sehr und er geht auch ganz schnell immer vom Arm der Mama auf meinen Armen weil er einfach gerne bei mir ist Aber nie so wie bei Mama.

00:44:41: Und es ist in Ordnung, ihr den mal abzunehmen.

00:44:44: Aber mehrere Stunden über viele bindungsrelevante Situationen hinweg ist das eine absolute Überforderung und er wäre ein gutes Krippenkind.

00:44:55: Ich habe zu ihr gesagt ... Er wäre ein perfektes Krippenkind weil seine Taktik bei Überforderungen stille.

00:45:03: Wie gesagt der?

00:45:04: Super Kind!

00:45:07: Wenn es ihm zu viel wird, dann senkt er den Kopf.

00:45:11: Dann nimmt er so die Händchen nach vorne, dann gehen so die Finger in die Handflächen rein und dann macht der zu vorne.

00:45:19: Und er wird ganz still.

00:45:21: Auch wenn du ihn auf den Arm nimmst – also auch wenn eine Person ihn dann auf dem Arm nimmt, die er nicht gut kennt -, dann senkt er den Kopf nach unten und wird ganz, ganz still!

00:45:32: Das habe ich während der Hochzeitszeremonie gemerkt als er ja nur mal nicht zu seiner Mutter konnte.

00:45:37: Da hatte mein ... anderer Sohn ihn auf den Arm, den er nicht so gut kennt wie mich.

00:45:43: Und der machte das und senkte so das Köpfchen immer nach

00:45:46: unten.".

00:45:47: Dann habe ich gesagt, Du Fabian!

00:45:48: Ich sehe gerade bei ihm eine große Überforderung.

00:45:51: Magst du ihn mir mal geben?

00:45:53: Weil mich kennt er einfach noch mal einen Ticken besser als dich.

00:45:57: Und auf meinem Arm fing er dann bitterlich an zu weinen.

00:46:00: Also dann hat sich alles gelöst... Ich hab ihn in ein Tragetuch gesetzt, bin bis hin abseits gegangen, bis er sich beruhigt hatte, weil es dauerte eben noch bis Mama kam, weil sie halt gerade in dieser Hochzeitszeremonie war.

00:46:12: Sie konnte grad nicht kommen!

00:46:14: Aber ich habe das so richtig gespürt und ich dachte mir natürlich kann ich das jetzt auch bis heute Nachmittag durchziehen?

00:46:20: Und dann hab' ich noch ein paar andere Kinder.

00:46:26: Dafür zahlt er auch ein Preis.

00:46:29: Und ich finde, bis zu einem bestimmten Alter sollten Kinder das nicht müssen.

00:46:34: Ja und da sind wir wieder beim Thema von wegen.

00:46:36: was ist denn wirklich wichtig?

00:46:38: Wem sind die Kinder denn wirklich richtig?

00:46:40: Das triggert ja mich so wahnsinnig wenn die ganze Welt sagt... Sind

00:46:44: denn die Kinder das Wichtigste?

00:46:47: Definitiv definitiv nicht!

00:46:50: Und zwar niemanden.

00:46:52: Und das ist mein Tricker.

00:46:56: Wo ich sage, dann gibt's doch wenigstens zu, dass die Kinder nicht Priorität haben?

00:47:01: Dann kann ich doch damit leben!

00:47:02: Ich kann ja auch damit leben, dass jemand Schwein isst.

00:47:05: Ja gut... Ist halt einfach so.

00:47:08: aber tu nicht so als würde das Schnitzel auf dem Baum wachsen bei den Kindern.

00:47:14: Dann tue ich so und lüg nicht rum.

00:47:17: Von wegen die Kinder sind das Wichtigste?

00:47:19: Nein, sind sie nicht!

00:47:20: Es gibt tausend Dinge oder zumindest hundert, die wichtiger sind als das Wohl der ganz jungen Kinder.

00:47:28: Und ich differenzier auch nochmal sehr, sehr... zwischen Kindern unter zwei Jahren und Kinder über zwei, wahlweise über drei oder vier.

00:47:38: Die brauchen andere Dinge, die können sich anders regulieren.

00:47:43: aber gerade die ganz jungen Kinder... Und ich habe gestern eben auch im Seminar noch ein paar Leute von Kindern erzählt, ging es um Fragen, die Menschen haben.

00:47:52: Dann gab's zwei Fälle wo eben die Erzieherinnen erzählt haben wie es manchen Kindern auch zu Hause geht, was sie wissen denen's nicht gut geht zuhause weil ihre Eltern einfach nicht gut mit ihnen umgehen.

00:48:08: Auch das gibt es.

00:48:09: und da habe sogar ich gesagt von wegen für das Kind ist es ein Glück dass es irgendwie acht Stunden bei euch ist Weil das is krass wenn ich das so formulier aber Das ist der sichere Ort für das Kind als Zuhause.

00:48:28: Aber was zu Hause ist, ist nicht dramatisch genug um jetzt zu sagen wir müssen handeln im Sinne von Kindeswohl, Paragraph A und so weiter.

00:48:40: Und es ist schon ganz furchtbar sowas zu sagen.

00:48:44: Es ist besser für das Kinder, es ist weg von seiner Familie.

00:48:47: Ich meine es darf man sich auch mal auf die Zunge zergehen lassen, dass das eine Aussage ist

00:48:52: Und das ist eine Aussage, die wirklich ja sehr spät getroffen wird und man sehr genau hinschaut.

00:49:02: Weil Kinder auch wenn die Zustände zu Hause nicht perfekt sind immer noch das wichtigste Gefühl dort verankern.

00:49:11: Gut, es geht ja nie um Perfektion.

00:49:13: Weder zu Hause noch in der Crypto ist mir ganz wichtig null.

00:49:17: Kinder brauchen Null-Perfektionen – gar nicht!

00:49:21: Aber Kinder brauchen andere Menschen?

00:49:23: Kinder brauchen Menschen die ihnen helfen, die Welt zu verstehen

00:49:27: und die brauchen sie so wohl... Kinder brauchen jemanden, der sich in sie verliebt.

00:49:30: Ich habe das gestern auch gesagt.

00:49:32: Irgendjemand auf dieser Erde muss ich ihn ein Kind verlieben und es total toll finden.

00:49:39: Das allerbeste, ich brauch keine zwanzig Menschen die sich in mich verlieben als Baby.

00:49:44: Aber ich brauche irgendjemanden der mich bedingungslos liebt und mich einfach liebt weil ich existiere.

00:49:53: Ja aber als kleines Kind brauche ich diese bedingungslose Liebe kontinuierlich.

00:49:58: Also die kann ich nicht nur zwei Stunden am Tag oder drei kriegen, sondern die brauche ich durchgehend.

00:50:03: und für mich als ganz kleiner Mensch und für mein Nervensystem ist es absolut verwirrend wenn ich mal Bedürfnisse erfüllt bekomme und mal nicht.

00:50:12: also wenn ich Mal eins unter vielen sein muss für viele stunden am tag warten muss nicht dran bin und gar nicht weiß wo gehöre ich denn eigentlich hin und dann wiederum das alles erfüllt bekommen.

00:50:25: Das ist eben auch ein sehr großes Hin- und Her, Kinder brauchen Kontinuität in diesem frühen Alter damit sich das alles optimal entwickeln kann.

00:50:34: Und damit auch dieses Skills für später, für später es begleitet haben wir ja schon eine Milliarde Mal besprochen.

00:50:41: Ein Menschen ein ganzes Leben lang wie die ersten Lebensjahre waren.

00:50:46: Das ist ja nicht so, dass nach der Krippenzeit die Kripenzeit zu Ende ist sondern die nehmen wir eingespeichert in unseren Zellen mit.

00:50:53: Wir nehmen sie mit und ich meine du kennst mein Spruch dieses Weil Kindheit bleibt.

00:50:57: Und natürlich kannst Du alles im Prinzip auch noch therapieren, du kannst nachreifen.

00:51:04: Du kannst neue Erfahrungen machen.

00:51:07: nur das Schlimme ist wir wissen ja jetzt es ist wirklich nichts neues mehr was Kinder in den ersten zwei drei Lebensjahren dringend brauchen.

00:51:16: und wenn wir ihnen das nicht geben können?

00:51:19: Auch okay.

00:51:20: aber dann will ich nicht hören dass Kinder des aller wichtigsten sind!

00:51:24: Das ist einfach nicht.

00:51:27: Und selbst wenn wir nachreifen können, selbst wenn die Dinge nach erleben können.

00:51:31: Es ist aber immer so.

00:51:32: das sind wirklich stressigen Situationen wo wer heraus gefordert werden Wo meinetwegen?

00:51:38: Wir geliebte Menschen verlieren wo wir trauern wo wir Jobs verlieren, wo irgendetwas ist was rüttelt Dann werden wir auf unsere ureinstellung zurückgeworfen.

00:51:48: egal Was wir dann nach versorgt haben oder nicht kommt dieses urgefühl was wir eben wirklich realistisch in der zeit abgesprochen haben doch wieder ans Thema, weil es stärker ist.

00:52:00: Ja glaube ich nicht!

00:52:01: Ich glaube wenn du da gut nachgearbeitet, therapiert was auch immer hast, glaub ich hast du das auch kannst du dir später durchaus entwickeln nur?

00:52:10: Ja aber nicht.

00:52:11: also ich zumindest ist es meine Erfahrung und so dass was ich mitkriege Wenn ich das nachversorgt habe, wenn ich darüber bescheid weiß und kann ich das steuern.

00:52:27: Aber als Gefühl also als Dack jetzt fühle ich mich so dieses Verlorenfühlen in dieser Welt, die Welt ist schlecht.

00:52:38: Ich habe nirgendwo mehr Halt.

00:52:40: Also das Gefühl was dann kommt, dass es da wie ich damit umgehe, das hab' ich danach gelernt.

00:52:47: aber es ist ein Unterschied ob ich mich in einer Situation safe fühle auch wenn diese Situation meinetwegen sehr bedrohlich ist und vielleicht auch mich nicht gut fühle unten und habe ich den trotzdem noch ein safes Gefühl oder isst in mir alles auf absolut Weltuntergang gepohnt.

00:53:06: Ja, also ich denke auch dass ein grundlegendes Ur-Vertrauen das wird schon sehr sehr schwer das später irgendwie hinzukriegen wenn denn ein Grundlegendes ur Misstrauen erst mal entstanden ist.

00:53:20: Ja, in der ganz frühen Kindheit.

00:53:23: Da freche ich sogar

00:53:24: auch noch vor dem ersten

00:53:26: Abschluss des ersten

00:53:27: Lebensjahres

00:53:28: von mir.

00:53:29: Ich meine auch die ganz frühen Erfahrungen.

00:53:32: Also ich glaube wir kriegen sie nicht ganz raus und ich glaube er kann sehr gut lernen damit umzugehen.

00:53:37: und ich glaub auch nicht dass ein Leben kaputt ist wenn die ersten Jahre nicht gut waren.

00:53:46: Gut werden und neue Erfahrungen macht uns so weiter.

00:53:49: Definitiv, weil wir sind immer angeboten

00:53:51: an etwas ganzes.

00:53:53: Ja glaube ich auch.

00:53:56: Ich ärger mich einfach so dass wir unser Wissen nicht anwenden.

00:54:01: die ganze Welt schreit von wegen.

00:54:03: ja aktuelles wissen was wir alle würden.

00:54:05: du ich war ja heute morgen erst beim Röntgen.

00:54:09: Ich freue mich total, dass die ein aktuelles Rentengerät haben und keine Ahnung wie viel Strahlen ich abkriege.

00:54:15: Ich habe da keine Angst vor aber ich werde versorgt

00:54:19: auf

00:54:19: aktuellen Medi... Ich bin Flick ja fast nie!

00:54:24: Ich fahre immer mehr Auto.

00:54:26: Ich laufe ja nur noch kann ich auch gerade nicht so richtig gut, aber egal.

00:54:30: Ich meine wir sind medizinisch jeder will auf aktuellem Stand versorgt werden.

00:54:36: warum?

00:54:37: können wir es nicht bei Kindern.

00:54:40: Da haben wir aktuelles Wissen, dass wir nicht anwenden weil alles andere oder vieles andere viel wichtiger ist.

00:54:49: und ja...

00:54:50: Das ist

00:54:51: ärgerlich wahnsinnig!

00:54:53: Ich finde das so wichtig was du sagst auch dass ich finde man kann es.

00:54:57: mit dem Veganismus kann man es finde ich sehr gut.

00:55:01: Also wirklich auch noch mal sichtbar machen.

00:55:03: Es ist völlig okay, wenn Leute sagen hey ich esse ein Steak aber dann sollen sie nicht so tun als wäre dieses Steak am Baum gewachsen sondern dazu gehört dass dieses Steaks mal gelebt hat unter wahrscheinlich nichts sehr guten Bedingungen dann getötet wurde und irgendwie auf deinem Teller liegt.

00:55:21: also es ist ja eine Entscheidung.

00:55:23: Ja genau und diese Steak hatte aber auch ein gewisses Bewusstsein das hatte vielleicht sogar Freude am Leben jener dem wo es gelebt hat.

00:55:32: Ich esse ein Lebewesen, ich muss einen Lebewiesen töten um es zu essen und

00:55:38: evtl.

00:55:38: Und dass man weiß...

00:55:39: Ja oder auch quälen!

00:55:41: Also ich meine der Käse im Kühlschrank das war von einem lebenden Tier aber dieses lebende Tier musste vorher gequält werden und es gibt einfach Kinder die quälen sich mehrere Stunden am Tag und ich spreche das genauso aus, weil ich es immer wieder erlebe.

00:56:02: Es ist für manche Kinder eine Tortur in einer Krippe zu sein.

00:56:07: will keiner hören weiß.

00:56:08: ich sage ich trotzdem

00:56:09: ja dass ist aber das was ich meine.

00:56:11: ich habe das jetzt noch mal ins rollen gebracht genau diese diesen vergleich.

00:56:17: Das ist eben dieses, dass man sagt ja mein Kind geht in die Krippe und ich weiß, dass mein Kind über mehrere Stunden nicht die Korregulierung bekommen kann.

00:56:27: Die ist meine Dwingenbrauch in diesem jungen Alter und das nehme ich in Kauf.

00:56:32: Genau!

00:56:32: Weil würde man das so... Halt sagen, dann würde man parallel auch dafür sorgen dass die Bedingungen in den Einrichtungen gut ist.

00:56:43: Wenn man sich aber ständig vorstellt das Schnitzel ist am Baum gewachsen da wird man auch nichts gegen die Massentierhaltung unternehmen.

00:56:50: wenn man sich ständig Vorstellt dass die Situation in Krippen für die Kinder meinetwegen gut sind oder also für die Kinder zuträglich sind, dann wird sich in den Situationen nichts ändern.

00:57:03: Man muss erstmal in den Situationen auch ins Gesicht blicken damit Veränderungen stattfinden.

00:57:08: und

00:57:08: ich komme zu meinem scheinen Moment.

00:57:12: aber du wolltest gerade nicht sagen das darfst du?

00:57:14: Oh wir sind schon weit drüber.

00:57:17: Ich wollte sagen, und es darf sich auf mehreren Ebenen ändern.

00:57:20: Es darf sich von außen verändern, sprich politische Entscheidungen.

00:57:25: Das darf sich auch auf finanzieller Ebene natürlich auch verändern.

00:57:28: Wir müssen ja nur gucken wo investiert wird!

00:57:31: Und da könnte ich gerade wirklich nee lassen uns einen scheinenden Moment machen weil das habe ich gleich keinen mehr.

00:57:38: Nein, wir sehen doch wo die Milliarden hinfließen.

00:57:42: Sie fließen nicht in den sozialen Bereich, sie fliesen nicht zu den Kindern.

00:57:48: Ganz genau!

00:57:49: Und dann stellen Sie sich hin und erzählen was wie wichtig ihnen die Kinder sind?

00:57:57: Echt ich dürfte Ihnen manchmal nicht nachts begegnen Und auch nicht im Supermarkt,

00:58:02: wenn ich ein Besen habe.

00:58:09: Ich weiß aber was du denkst!

00:58:13: Ich hab' auch die Assoziation da läuft kracht ja richtig rum und ich hab' einen sehnischen... Pschhhhhh!

00:58:22: Ich würde mich draufsetzen um ihn rumfliegen.

00:58:24: Die

00:58:24: Gedanken

00:58:25: sind frei.

00:58:27: Wer kann sie?

00:58:30: Genau, wir lassen die Gedanken frei.

00:58:32: Und mein Schein da im Moment ist wirklich ... Ich weiß nicht, wie es mir gehen würde wenn ich wüsste dass mein Enkelkind nächste Woche mit der Eingewöhnung starten würde.

00:58:45: Und ich bin so glücklich darüber das zumindest was unsere näheres Umfeld betrifft unserer Arbeit so viel Früchte trägt dass man sich Gedanken darüber macht wie die erste Zeit der Kinder gestaltet wird.

00:59:00: und du hast es eben gesagt Beide Familien arbeiten, beide Familien sind nicht so aufgestellt.

00:59:07: Dass man sagt sie sind so privilegiert dass Sie sich das leisten können wirklich absolut gar nicht.

00:59:14: aber beide Familien schaffen es und sagen sich die Priorität ist unser Kind und das steht in der Mitte und darum herum.

00:59:22: basteln wir die Dinge bis zu einem bestimmten Alter also dann auch aber zumindest jetzt am Anfang erstmal bis es reif genug ist, dass man dem Kind andere Dinge zumuten kann.

00:59:36: Das ist mein scheinender Moment, das wir offensichtlich das gut erreicht

00:59:39: haben.".

00:59:40: Mir schwebt die ganze Zeit im Kopf rum, dass mein Scheinender moment das ist, was Menschen einfach Verantwortung tragen müssen und sie müssen damit leben – Sie müssen mit ihren Entscheidungen leben!

00:59:52: Und ich wünsche Menschen einfach, Mit den Entscheidungen, das ist mein scheinender Moment.

00:59:58: Dass ich Menschen wünsche, dass sie mit den Entscheidenden die es in ihrem Leben treffen gut leben können und gut ins Spiegel gucken können und ja... mit ihren Entscheidungen irgendwann zufrieden sein können weil ich glaube, dass das ein Leben prägt!

01:00:17: Und wenn du dir am Ende deines Lebens lauter Vorwürfe machst, weil du Prioritäten falsch gesetzt hast Ich glaube, das wird bitter.

01:00:26: Ich glaube es werden bittere alte Menschen.

01:00:29: Ach

01:00:29: ja!

01:00:31: Shine on, liebe Anke!

01:00:33: Shine On, liebe Claudia.

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