Folge 108: Schlumpfblauer Badesachenastbaum
Shownotes
Heute plaudern wir über Unterwäsche, belangloses Primen und Ankes kritischen Blick auf Schlumpf Häuser und Kommunisten. Claudija erzählt von ihrer Cola Zero-Sünde und dem Milchschnitten-Leberwurstbrot-Tausch im Spielzimmer. Das waren noch Zeiten so ganz ohne Stanley-Cup und scheinbarem Individualismus und damals hatten wir auch noch keinen Fersensporn und saßen uneigennützig in Kabuffs rum. Heute ist unser Thema Kindesmissbrauch in Krippen und wir engagieren uns für Menschen, die Kindern Priorität einräumen, das dürfen auch gerne Tanten sein, denn Kinder brauchen Liebe. Leider müssen Kinder noch immer im ein oder anderen Steinbruch für wenig Spielzeug arbeiten und das bricht uns das Herz. Wenn nur mehr Erwachsene Belohnungsverzögerung aushalten würden, bräuchten unbekannte Babys weniger Selbstdisziplin lernen und die Muttersucherei hätte ein Ende. Menschen sind zuweilen Feinde und Frust aushalten in der Betreuung ist keine gute Bedingung. Das nicht nur in Frankreich, wo die Gewalt gerade aufploppt und man jahrelang dachte, die Kinder seien gut begleitet. Wir brauchen Nachschulungen – weltweit! Weil wie wissen, Leben ist anstrengend und niemand braucht Physik für Babys, die sollen einfach spielen, bis ihnen das Herz aufgeht. Sichere Menschen sollten unsichere Eltern begleiten, dafür gibt es viele Möglichkeiten und manche kann man sogar von Tieren lernen. Alles im Leben hat einen Preis und wenn wir nicht die erste Zeit mit den Kindern zelebrieren, einfach, weil Menschenkinder sich nur gut entwickeln, wenn sie geliebt werden, wird es bald noch dunkler werden und das wollen wir nicht. Wir lieben lieber. Shine on!
Claudija Stolz https://www.claudijastolz.com https://fruehe-bindung.de https://www.youtube.com/@claudijastolz7433
Dr. Anke Elisabeth Ballmann https://www.ankeelisabethballmann.de https://www.youtube.com/@dr.ankeelisabethballmann
Transkript anzeigen
00:00:01: Willkommen bei Stolz und Ballmann, dem Podcast von und für Herzensmenschen.
00:00:05: Dr.
00:00:06: Anke Ballmann in Entwicklungspsychologin und Claudia Stolzz Familientherapeutin
00:00:11: teilen
00:00:11: ein und Aussichten über Gott und die Welt – die inspirieren und stärken.
00:00:16: Fühl dich eingeladen das Schöne im Leben zu sehen und zu teilen!
00:00:28: Hallo lieber Anke, schön dich zu hören.
00:00:31: Freu mich auch!
00:00:31: Das ist der dritte Versuch.
00:00:33: Endlich funktioniert das Aufnahmengerät und wir hatten kleine technische Probleme.
00:00:38: Das ist dann auch wirklich wenn man denkt was kannst denn jetzt noch sein?
00:00:42: Wir machen das schon seit zehn Jahren Und irgendwie ist da manchmal der Wurm drin.
00:00:48: Aber jetzt geht es, ne?
00:00:49: Die Ausschläge sind gut!
00:00:50: Jetzt
00:00:50: geht es und die Auschläges sind super... ...und ich weiß auch was das geht.
00:00:53: Das war die Energie.
00:00:55: Und jetzt habe ich deine neuen Fußläge gesehen.
00:01:00: Wir starten mit einem ganz wichtigen Thema, oder?
00:01:02: Also das
00:01:02: wichtigste überhaupt.
00:01:03: Welche Farbe haben unsere
00:01:05: Fußlägen?!
00:01:05: Ja, genau.
00:01:07: Ich war gerade zur Fußfläche und hab mir einen neuen Nagellack draufgemacht, also Schellack.
00:01:13: Das heißt ich krieg den jetzt auch nicht unbedingt selber runter der bleibt jetzt ein paar Wochen und hab mir dann ein schönes Pastel
00:01:22: blö ausgesucht
00:01:24: Und habe der Dame die Nummer genannt und sie meinte dass er gesucht und gesuchtsatz war von der Firma.
00:01:30: das ist nicht da das hat eine Kollegin verlegt und habe gesagt naja gut hast denn anderes sagt ja von einer anderen Firma es genau die gleiche
00:01:37: Farbe
00:01:38: das war aber mehr neon blau.
00:01:43: Und jetzt sind meine Fußnägel etwas näher und blau.
00:01:46: Na ja, das ist doch fürs Wetter ganz schön!
00:01:49: Ich werde die Hände etwas dezenter machen müssen sonst sieht es so bunt aus.
00:01:54: Im Moment bin ich an den Füßenblauen in Händen schwarz aber das ändert sich übermorgen
00:02:00: Dann bin ich auch an den
00:02:01: Händen der ganzen
00:02:02: Zeit.
00:02:03: So, wie wichtigen Themen?
00:02:04: Was hast du zurzeit für eine Farbe?
00:02:06: Ich weiß, dass du immer
00:02:07: oben und unten
00:02:08: gleich
00:02:09: bist!
00:02:09: Ja eben natürlich immer gleich.
00:02:11: Immer gleich gibt es mich ja.
00:02:12: Das ist ja ... hab's ja gern ordentlich auch an denen eng.
00:02:16: Wahrscheinlich passt auch dein BH zum Schlüpper.
00:02:20: Natürlich sind wichtige Themen... Und ich habe mir neulich überlegt, warum ich ständig schwarze Klamotten anhabe.
00:02:31: Das bietet sich einfach an wenn man zwei schwarzen Hunde hat!
00:02:34: Ich würde ja sonst mit der Fusselbürste nicht mehr nachkommen.
00:02:38: Ja, das stimmt.
00:02:38: Und schwarz ist auch gut wenn man alles hat auch unterwäsche dann sieht es immer passend aus.
00:02:44: Ja und das ist einfach genial!
00:02:45: Wenn du zu faul bist weißt es ist einfach... Du musst einfach so deine Garderobe deinem Engagement gemäß aussuchen.
00:02:54: wenn ich jeden Morgen überlegen müsste ah was passt denn jetzt dazu?
00:02:58: welches Täschchen hier welche Eurengen da Schuhe?
00:03:01: Das ist einfach nicht meine Welt.
00:03:04: Ich habe hier in Kroatien ein Oberteil fürs Meer.
00:03:10: Also ich hab so einen Zweiteiler, es ist kein hotter Bikini, das ist ein Zweiteiller.
00:03:16: und weil ich einfach zu faul bin morgens ziehe ich meistens nur das Oberteil an und gehe dann in Unterwäsche ins Meer.
00:03:24: Das ist ja hier vor der Tür!
00:03:26: Und wenn ich dann rauskomme, dann wasche ich alles schön und hänge das auf, sodass ich dann immer quasi... ein frisch gewaschenes Teil am Baum hängen habe, weil da trocken nicht immer meine Sachen.
00:03:40: Ist das auch schön für die Gäste?
00:03:42: Nein der Baum ist hier ums Eck.
00:03:45: Der ist von der Terrasse gut zu erreichen und er hat so einen Ast, den sich anbietet seine Badesachen daran zu trocknen.
00:03:55: Und der Badewannen-Astbaum.
00:03:57: Ich schicke dir gleich ein Foto vom Bade, nicht Badewannen von Bade ... Ich hab
00:04:00: eine Wünsche.
00:04:01: beide im Garten stehen und du hast den Bade-Wannen-Abstbaum!
00:04:05: Badewanden?
00:04:07: Badesachen, Astbaum.
00:04:08: Aber Badesachenn
00:04:08: natürlich.
00:04:09: Ich denk grad an Badevannen.
00:04:11: da geb ich wahrscheinlich... Oh, das sind die Momente wo ich mir denke wir sollten vielleicht doch mal kurz, ich habe gerade gesagt zu kommen.
00:04:18: wir drücken auf Start.
00:04:22: Das ist okay, das ist ein Primen.
00:04:26: Man bringt erst mal die Leute auch in eine Stimmung uns gerne zuzuhören.
00:04:32: und da ist der Inhalt gar nicht so wichtig.
00:04:34: es geht darum dass man sich einfach gut aufgehoben fühlt.
00:04:38: Und wenn wir solche privaten Dinger erzählen, zum Beispiel dass deine Unterwäsche immer aufeinander abgestimmt ist ... Meine Fußnägel in Neonblau sind und ich ein Baum habe an dem mich meine Unterwäsche trockne weil es so faul bin morgens einen Bader anziehen kann zu ziehen dann ist man doch total.
00:04:56: also Ich finde wer sich jetzt nicht eingeladen fühlt der sollte eher ausmachen.
00:05:02: Ja ich mache ja.
00:05:04: Ja
00:05:05: Bist du nicht meiner Meinung?
00:05:07: Ich weiß nicht.
00:05:08: Ich muss grade überlegen, ob ich ausmachen würde.
00:05:12: Ich befürchte ja!
00:05:15: Du weißt viel zu neugierig was denn sonst ... Auf was
00:05:18: denn?
00:05:18: Auf was soll ich jetzt neugirigs
00:05:20: sein?!
00:05:20: Also pass auf, ich hab eine sehr gute Freundin, die heißt Anke Ballmann und die hört unseren Podcast ab und an.
00:05:28: Jedes Mal weil sie schreibt die Texte
00:05:30: Genau und die sagt ihr jedes mal also wenn ich nicht Ich würde ihn hören, weil er ist einfach gut.
00:05:41: Und das ist für mich die beste Rezension überhaupt?
00:05:45: Weil du bist ja sehr kritisch und gerade mit Sachen...
00:05:49: Ach krum!
00:05:49: Das kann man so auch nicht sagen.
00:05:52: Ja aber grade mit Sachen, die du selber machst und wenn dir
00:05:55: das
00:05:55: gefällt Das ist für mich die größte Motivation.
00:06:01: Naja, ich habe ja jetzt mit mir... Ja genau das stimmt!
00:06:04: Ich bin sehr kritisch mit Dingen, die ich selber mache und ich habe jetzt mit dir beschlossen, dass Steter Tropfenhöhl den Stein und da kamen relativ viele Rückmeldungen übrigens zu dieser Aussage von wegen jaja macht weiter macht weiter.
00:06:17: Ja, das
00:06:17: stimmt.
00:06:18: Da kam richtig was?
00:06:19: Ja ich hab auch Emails gekriegt also so privat E-Mails im Sinne von ja das finde Thema nicht mehr hast, weil einige wussten das ja von mir.
00:06:29: Dass ich das Thema habe und... Ja!
00:06:32: Und ich denke mir bei unseren Podcasts immer von wegen so mein Liebermann da geht es ja echt ans Eingemachte und dann fällt den beiden immer wieder irgendeinen Blödsinn zwischendurch ein?
00:06:44: Dann erzähle ich irgendwas von Sauerkrautsaft wie heute geht's um blaue Fußnägel.
00:06:49: die sind übrigens sehr blau.
00:06:51: Also
00:06:52: Entschuldigung, die sind auch nicht mehr und blau.
00:06:55: Ich liebe Claudia!
00:06:57: Ich muss dir jetzt leider... vielleicht desillusioniere ich dich jetzt?
00:07:01: Schließe
00:07:02: deine Füße!
00:07:03: Sehen einfach aus wie Schlünfe!
00:07:06: Das ist Schlumpfblau!
00:07:09: Ja das ist totales Schlumpflau!
00:07:11: Ich habe diesen großen fussnageligen Fußzieher gesehen.
00:07:13: Ich hab nämlich ein Foto gekriegt gerade.
00:07:16: Die stecken übrigens in sehr geschmackvollen Birkenstocks, sind das sogar.
00:07:24: Und es ist einfach Schlumpf!
00:07:26: Du bist jetzt schlumpfine?
00:07:28: Es hilft nichts...
00:07:30: Ach, das ist schön.
00:07:31: Jetzt gefällt mir.
00:07:32: Ich nenne
00:07:33: jetzt meine fünf Zehen auf der einen Seite und die Fünfe auf der anderen.
00:07:38: Ich gebe den jetzt gleich noch Namen.
00:07:41: Der Schlaubing-Schlumpfer-Dego
00:07:43: Das
00:07:44: ist wahrscheinlich
00:07:45: ... Den kleinen See.
00:07:47: Und den Gagamehl?
00:07:49: Nee, der war
00:07:50: woanders.
00:07:50: Der Gagamel ist ja der Einzige, der nicht schlumpf ist.
00:07:53: Ja, für wer es das sind.
00:07:55: Aber ich hab ganz viel Baby gesittet früher und ich weiß noch da habe ich ... Kann ich den Vornamen sagen... Ich kann mich doch an die Karoline erinnern!
00:08:06: Die Karolin hatte ein Schlumpfhaus mit unfassbar vielen Schlümpfen.
00:08:11: Ich glaub, die hatte alle Schlümpfe Die war dann oft bei mir und dann haben wir ganz, ganz viel Schlumpfer gespielt.
00:08:17: Und ich weiß noch da haben wir das Schlumpfhaus immer auf einen selbst gezeichneten Untergrund gestellt.
00:08:24: also haben wir ganze viele Zeichenblock, also A-III zusammen geklebt und haben dann so ein Boden gemalt.
00:08:31: praktisch je nach Jahreszeit waren er natürlich mit Blümchen oder Schnee oder Blätterwarten, also Herbstblätter.
00:08:37: Darauf haben wir dann das Schlupfhaus gestellt, das war ja kennst du das?
00:08:40: So ein Pilz.
00:08:42: Ja, klar kenn ich
00:08:44: das.
00:08:45: Und dann haben wir da Schlümpfe gespielt und ich hab deine ... Hattest
00:08:48: du einen?
00:08:50: Nein!
00:08:50: Aber die Caroline?
00:08:52: Ich hatte schon der Babysitter.
00:08:54: Als ich Babysitt war, habe ich selber nicht mehr mit Schlüpfen geschmückt.
00:09:00: Aber oh, ich hatte die Familie Sonnenschein.
00:09:04: Oh ja, die Familie Sonnenscheine.
00:09:06: Ich hatte ganz wenig Barbies außer weil ich meine Barbies ziemlich misshandelt.
00:09:13: Ich hatte die Familie Sonnenschein.
00:09:15: Ja,
00:09:16: ich hatte ... Wir sind ja in dieser Stelle sowieso.
00:09:24: Aber ich hab wirklich richtig liebe nette Eltern.
00:09:27: also nichts gegen meine Eltern.
00:09:29: Es war nur so dass wir als Gastarbeiterfamilie in Deutschland einfach irgendwie anders waren.
00:09:35: Also ich war irgendwie anders als die anderen.
00:09:37: Meine Eltern haben auf andere Dinge wertgelegt als
00:09:42: ... Du hast Nutella-Bot gekriegt.
00:09:43: Das hast du mal erzählt bei deinen Eltern, weil sie dachten, das finde ich extrem spannend die Geschichte von wegen, dass deine Eltern praktisch durch die Dinge, die sie dir gekauft haben zeigen wollten, dass ihr
00:09:59: gut
00:10:00: Geld habt, dass er dazu gehört.
00:10:03: Es ist so spannend!
00:10:06: Ich bin in Düsseldorf zur Schule gegangen und Ich bin ein sehr kluges Kind und in den ersten Schuljahren, als ich hier war hat sich das auch in meinen schulischen Leistungen schon noch gezeigt.
00:10:19: Später hat es sich leider verändert.
00:10:21: Es hatte Gründe aber es war
00:10:22: sicherlich nicht
00:10:23: fehlende Klugheit.
00:10:25: Nein, Misshandlung?
00:10:27: Ja, das waren Misshandlungen von mehreren Seiten auf jeden Fall.
00:10:32: Womit will wieder mein Thema werden?
00:10:34: Ja, auf jeden Fall bin ich bald in die Grundschule gekommen.
00:10:38: In die dritte Klasse und wir sind ja aus Jugoslawien gekommen aus einem kommunistisch geprägten Land wo es also Dinge wie das was ich jetzt gerade hier stehen habe.
00:10:48: Ich hab hier mal ein Mikro aufgebaut.
00:10:50: Ich habe eine Coca Cola.
00:10:52: hier stehen in also Coca Cola Zero Zero mit Aspartam.
00:10:59: An dieser Stelle muss ich unterbrechen, weil Claudia trinkt sonst überhaupt nichts mit Süßstoff und nennt Coca-Cola Cero immer, was ich toll finde.
00:11:10: Zorro würde mir noch besser gefallen.
00:11:13: Ich habe irgendwann mal über das ältere Dame gesagt ... Und
00:11:16: die Frage ist Cero!
00:11:19: Zero, und die Frage ist jetzt warum in aller Welt?
00:11:22: Von dir kenn ich.
00:11:23: Wenn ich schon Cola trink, dann trinke ich auch Cola mit Zucker!
00:11:28: Weil es nicht mehr ... Es
00:11:29: gab keine.
00:11:31: Ich habe gerade Lust gehabt auf... Ich will jetzt irgendetwas Verputenes tun!
00:11:39: Ich weiß nicht.
00:11:40: Manchmal kommt er nach Hause und trinkt dann eben nicht ein Wasser oder einen Tee ungesüß, sondern eben Cola.
00:11:47: Dann guck ich in den Kühlschrank und sehe diese Cola da stehen und denke mir gut es gibt keine Echte.
00:11:52: also das ist ja echter aber halt nicht mit Zucker nämlich die Zerror.
00:11:56: auf jeden Fall gab es solche Dinge in Jugoslawien früher nicht.
00:12:01: dort haben die Kinder wenn sie zur Schule gegangen sind haben sie halt eine stulle Brot mitgekriegt Und man hat Saisonfrüchte oder auch manchmal eingekochte Früchte, oder irgendetwas mitbekommen.
00:12:13: Oder Obst und Gemüse was es gratis sessional gab so Es gab aber weder Schokolade, es gab keine Milchschnitten.
00:12:22: Es gab kein Nutella ... So was gab's alles nicht!
00:12:25: Und als wir dann in Deutschland waren, hat meine Mama gedacht jetzt gehört mein Kind dazu und hat mir Nutellabrötchen, weiß Brötchen mit Nutella-
00:12:35: und
00:12:36: Capri-Sonne in meinen Schultern.
00:12:38: Also die Dinge, die halt einfach schmecken?
00:12:41: Also einfach Dinge, denen man sie schmecken.
00:12:43: Ich hab das überhaupt nicht verstanden.
00:12:47: Sorry, aber Nutella-Brötchen mit Butter und Capri-Sonne.
00:12:51: Ja?
00:12:52: Willkommen
00:12:52: in Deutschland!
00:12:56: Und ich weiß noch Jutta ... Den Nachnamen war es sich auch, aber ich sage ihn jetzt mal nicht.
00:13:02: Also Jutta, ne so sei gegrüßt.
00:13:06: Die hat immer mit mir Brötchen getauscht weil die hat nämlich einen dunkles Brot mit Leberwurst dabei gehabt und Gurken da drauf.
00:13:16: Und wollte immer mein Nutellerbrötchen haben, und wir haben dann getauscht.
00:13:21: Also die Schüler fanden das jetzt gar nicht so schlimm aber die Lehrer fanden es schlimm.
00:13:26: also sie haben dann irgendwann gesagt ich dürfte das nicht mehr mitbringen und meine Eltern haben das überhaupt nicht verstanden weil die haben sich so glücklich gefühlt dass ich halt diese Dinge, dass sie mir das endlich mitgeben durften.
00:13:39: Was jetzt aber bei uns auch anders war, war halt wir kannten früher keine Kinderzimmer in dem Sinne wie es die so in Deutschland gab.
00:13:47: In einem Zimmer waren Bett meistens ein großes weil mehrere Geschwister da drin geschlafen haben Aber es gab jetzt keinen Spielzimmer.
00:13:58: Das ist so erst in den letzten fünfzehn, zwanzig Jahren hier etabliert worden.
00:14:02: Früher gab es das nicht und da gab's auch keine Spielsachen an Massen und schon gar keine Schlumpfhäuser.
00:14:09: Und wenn ich dann bei diesen ganzen Jutters und Danielas und so eingeladen war nachmittags Ich fand das so toll.
00:14:17: Die hatten Hochbetten, die teilweise wie Schiffe waren, wo man richtig Schiff spielen konnte und die Barbis überall hinstellen.
00:14:27: Und ich war einfach so unfassbar gerne bei denen, weil es das bei uns nicht gab.
00:14:32: Dann kam ja noch dazu, dass ich den Geist die schwerstbehinderten Bruder habe – wo man sowieso die Wohnung sehr reduziert gehalten hat, weil er alles kaputt gemacht hatte.
00:14:41: Der hat Tabeten von der Wände gerissen Der hat Sachen runtergeschmissen.
00:14:45: Es konnte keine Deko irgendwo stehen, der hat Gardinen
00:14:48: runtergerissen.".
00:14:49: Also es war schon sehr reduziert, nennen wir's mal so bei uns zu
00:14:54: Hause.
00:14:55: Rausfordert wahrscheinlich auch?
00:14:57: Das auf jeden Fall gleich.
00:14:58: Ich habe das natürlich nicht in Frage gestellt und er konnte das damals nicht so reflektieren wie ich das heute
00:15:02: kam.
00:15:02: Das war ja dein Alltag!
00:15:04: Das ist ja genau das Thema.
00:15:05: Was war mein Alltag?
00:15:06: Dass wenn Kindern was Schlimmes passiert... Ja.
00:15:09: ...das können Kinder nicht einschätzen.
00:15:11: Das isst ihr Alltag.
00:15:12: die denken das ist normal
00:15:14: Ganz genau.
00:15:15: Und mit
00:15:15: normal mein ich jetzt so lebt man?
00:15:19: Ich hab mich dann nicht dazu gehörig gefühlt, ich hab dann gedacht ... Ich kann die Jutta nicht zu mir einladen.
00:15:26: Das geht nicht!
00:15:27: Also das Gefühl hatte ich schon, dass ich das nicht kann weil dann kam dann schon auch Scham dazu, dass sich mich geschämt hat, weil sie dann schon sagte ja aber Klaudia wir können doch mal zu dir und so... Ich habe das dann gerne auf mein Bruder geschoben aber eigentlich war der Grund.. Ich hab mich geschämt ob dieser Wohnung.
00:15:43: Ich fand
00:15:43: die
00:15:44: ganz furchtbar, ganz ganz schlimm Und hatte nie Freunde mit zu Hause, nie.
00:15:49: Für dich war das schlimm und als Kind hast du ja da überhaupt keine Chance.
00:15:52: also ich meine wir rennen ja.
00:15:53: da draußen rennen noch jede Menge Erwachsene rum die in ihrem kind ich gefangen sind und die noch dazu gehören wollen.
00:16:03: Ich muss so lachen jetzt gerade weil ich denke grade Du kennst es buch von ... äh des Buches.
00:16:08: Kennst du das Bild von mir, dass ich gemacht habe in dieser einen Kita?
00:16:14: Ich poste es einfach mal.
00:16:16: Mit diesen ganzen Körben und den passenden Schuhen dazu.
00:16:20: Ja
00:16:20: klar!
00:16:21: Das sind lauter... wie heißen denn diese Körbe ohne die Marke zu nennen?
00:16:26: Oh Gott, ich weiß gar nicht, wie sie heißen.
00:16:27: Reisentheel.
00:16:29: Ja, Reisental ist die Markel.
00:16:30: Ich wollte die Marcke nicht nennen.
00:16:32: Aber so Körper halt.
00:16:33: wahrscheinlich kann sich jetzt jeder vorstellen.
00:16:36: Diese Körpe, die man sehr oft in Kitas einfach sieht, mit so Metallhänkel und so einem Stoff außen rum.
00:16:44: Und dann gibt's
00:16:45: ... Ja die Körbe haben auch einen Cup-Haben.
00:16:48: So ein ...
00:16:50: Ja, Stanley!
00:16:51: Die Sammelde, die Marke?
00:16:52: Ach komm, es ist doch burscht.
00:16:54: Meinst du bei den fünf Millionen Leuten, die heute diesen Ponges führen,
00:16:57: sollten
00:16:58: wir uns bei Stanley und bei Reisentheel Werbeeinnahmen ...
00:17:07: Ja, genau!
00:17:08: Wir machen heute Werbung für Reisentel-Kurbe und Stanley-Cups.
00:17:15: Und dann ganz wichtig sind noch diese Gummi-Schuhe.
00:17:20: Die gibt's zwei verschiedene Varianten.
00:17:22: Einmal Crocs die hab
00:17:23: ich auch.
00:17:24: Nein das sind keine Crocs.
00:17:25: Das sind die anderen.
00:17:26: Pammys, Pammies, Pummys.
00:17:31: Das ist
00:17:31: gut wenn man Fersensporn hat.
00:17:33: Übrigens ist das unbezahlte Werbung, weil wir so selbstlos sind.
00:17:36: Wir verzichten auf die Werbeeinnahmen.
00:17:41: Wir verzichten großzügig!
00:17:42: Und ich oute mich jetzt gleich mal... Ich besitze einen Reisentheel-Coop in dem Sinn meine circa hundertdreiundachtzig Schleichtiere.
00:17:51: Der steht in Weilbach im Karboizchen.
00:17:55: Ihr könnt jetzt mal gucken was Karboidchen bedeutet?
00:17:58: Wahrscheinlich kennt das gar niemand.
00:18:01: Also im Karbonzchen Ja, du warst ja da schon drin in dem Kabeuzchen.
00:18:06: Ich wusste aber nicht, dass es Kabeutzien heißt.
00:18:08: Aber Kabeuzzien heisst das auch im Nordrhein-Westfalen.
00:18:12: Okay!
00:18:13: Es gibt noch einen Weihrausdruck, den kann ich glaube ich gar nicht sagen.
00:18:18: Ich weiß nicht ob der politisch korrekt ist...kabuf?
00:18:21: Ah so
00:18:22: könnte er politisch
00:18:23: unkürzt werden.
00:18:24: Ich weiss bin mir nicht sicher.
00:18:26: Jetzt hast du es gesagt.
00:18:28: Kabeutschen und kabuf.
00:18:29: Ich was von beiden Worten nicht woher sie kommen.
00:18:33: Und sollt dich irgendjemand oder wir irgendjemand damit irgendwie ... I'm so sorry.
00:18:40: Ja, dann muss man uns darauf aufmerksam machen und für versuchen beim nächsten Mal draufzusehen.
00:18:44: Wir müssen halt vorher gucken!
00:18:45: Aber ich hab jetzt nicht gemacht... Ich weiß doch vorher nicht was ich sage?
00:18:49: Was soll ich denn davon gucken?
00:18:49: Nee, ich weiß eben vorher
00:18:50: auch nicht, was ich sag.
00:18:51: Das
00:18:53: ist ja ein angescripted Podcast.
00:18:56: Das stimmt aber.
00:18:57: Angescriptet ist eine heise Nummer wie wir alle wissen.
00:19:01: Genau
00:19:02: Ich war Ben an dieser Stelle.
00:19:04: Du hättest die Chance!
00:19:05: Ach
00:19:07: so, wir kommen zu dir wenn du möchtest.
00:19:11: Ja
00:19:12: er kann ja
00:19:14: mal fragen oder auch nicht auf jeden Fall.
00:19:17: was wollte ich jetzt erzählen?
00:19:18: Ja genau ich habe einen Reisentelkorb mit den Schleichtieren und Glitzer, also heute ist wirklich ein tolles Thema wieder.
00:19:26: Du hast die blauen Fußnägel und ich habe die Silber-Glitzer Crocs Und ich hab so Dinger da drin!
00:19:33: So Nipps-Dinger, so mal reinmacht... ...und da hab' ich einen Yoda!
00:19:39: Weißt du?
00:19:39: Yoda von Star
00:19:40: Wars?!
00:19:41: Ich hab' einen Yoda in den Schuhen!
00:19:43: Was soll ich noch trennen?
00:19:44: Und
00:19:45: ein Faultier
00:19:47: natürlich!
00:19:50: Und ich möchte bitte keine, schenkt mir keine von den Dingern dar.
00:19:55: Ich weiß nicht wie die heißen.
00:19:57: Pluck ins wahrscheinlich!
00:19:59: Keine Ahnung was sie heißen?
00:20:00: Genau.
00:20:00: Ich habe keine Parmies und auch keinen fersenspornd.
00:20:05: Und was hab ich noch?
00:20:06: Ich habe einen Stanley Cup in Burgundi, der würde perfekt zu meinen Fingernägel passen.
00:20:12: Die hab' ich geschenkt gekriegt weil ich immer Witzchen über Stanley Cups gemacht hab von einem meiner Fachkraftkurse bei der Verabschiedung.
00:20:21: Da hab' übrigens bald die letzte Verabbschiedung.
00:20:24: Da ist es dann Kurs dreißig!
00:20:27: Ich werde so weinen!
00:20:28: Ich werd's so weinnen!
00:20:30: Ich weiß jetzt schon dass ich wein.
00:20:32: Weil das is dann doch... Ja, das ist... Die ist Ende Juni.
00:20:39: Ende Juni?
00:20:41: Oh mein Gott!
00:20:42: Okay.
00:20:44: Wollen wir heute auch irgendwas mit Inhalt?
00:20:46: Sollen mal irgendwie noch inhaltlich werden ja?
00:20:48: Aber ich mag es ja.
00:20:50: Ich stehe ja auf dieses Gelaber.
00:20:52: Eine Sache würde ich gerne
00:20:53: von meiner Post-Boligerin erzählen.
00:20:55: Bei unserem Podcast muss einfach nicht denken du hörst so zu und bist unterhalten dann lachst gelegentlich Mal hat was Und dann kommt irgendwie so ein Kindesmissbrauch.
00:21:04: Ja, also genau.
00:21:05: Da wollte ich jetzt gerade hinlenken.
00:21:07: Siehst du?
00:21:08: Ich hab
00:21:10: für mich mit meiner Fußpflegerin noch über mehr Dinge gesprochen, weil bei uns im Ort hat eine Krippe aufgemacht in dem Dorf was sich denn davon halten würde ist so du Silvana wir haben nicht so viel Zeit dass wir darüber ausführlich sprechen könnten.
00:21:26: und dann sagt sie zu mir aber weißt du Claudia Es gibt ja nun mal auch Menschen, die haben eben keine andere Wahl ihre Kinder ganz früh also mit einem Ja oder auch wie es hier ist unter dem Jahr in die Krippe zu geben.
00:21:41: Und da habe ich gesagt zu Silvana ... Ja?
00:21:45: Habe ich gesagt sehe ich aber anders.
00:21:47: So
00:21:49: Ich
00:21:49: und da hab mir drüber gesprochen und das fand ich ein sehr sehr spannendes Gespräch.
00:21:55: Und ihr habt gesagt weißt du Silvana es gibt eine Situation im Leben von einer Familie und jetzt müssen Menschen Opfer bringen, damit diese Situation irgendwie gelöst werden kann.
00:22:09: Für mich stellt sich dann die Frage wer soll denn das Opfer bringen?
00:22:14: Und ich finde dass die Kinder die Letzten sein sollten, die dafür in Frage kommen und nicht die ersten.
00:22:22: Guckt zu mich an, sagt sie ja aber hmhm, ist so nee, nicht aber hmh.
00:22:26: Und damit meine ich nicht wirklich Menschen in Not gekommen Den muss geholfen werden, das ist ganz klar.
00:22:32: Und den muss so geholpen werden dass es den Kindern gut geht und den muss auch sie in unserer Sozialgemeinschaft gut überleben können.
00:22:41: Aber das was ich auch hier in den Kitas sehe.
00:22:45: Ich seh hier, ich bin ja jetzt oft genug dran vorbeigefahren was dafür Autos parken wie die Mutis die Kinder hinbringen Wie viele davon tatsächlich arbeiten?
00:22:54: Wie viele Omas es auch im Hintergrund gibt.
00:22:57: und so gesagt da ist die Priorität nicht bei den Kindern.
00:23:01: Kinder sind einfach nicht das Wichtigste Auch wenn Menschen immer sagen ein Kind ist das Allerwichtigste, was es gibt.
00:23:09: Und diese Entwicklung Kinder so schnell auch zu sourcen und beziehungsweise der problemlöse Point Nummer eins zu sein in der Familie Das zeigt mir nicht dass Kinder das Wichtigste sind.
00:23:22: Zumal wir wissen Dass halt Kinder die Vollzeit betreut werden Auch davon Schäden davon tragen können.
00:23:32: Wenn ich dann mein Kind in die Betreuung gäbe, damit ich in meiner Familie einen Konflikt löse.
00:23:38: Dann sehe ich nicht dass das der Number one
00:23:42: ist.".
00:23:43: Dann sagte sie aber wenigstens müssen die Kinder ja heute nicht mehr für ihre Familien arbeiten.
00:23:52: Du
00:23:53: kannst dir vorstellen was ich sagen wollte oder was wir dann gesagt haben und habe mich gesagt Silvana ich finde es gerade ganz spannend was du sagst.
00:23:59: und jetzt lass uns diesen Gedanken einfach nur mal weiter spinnen.
00:24:03: Sagst du, was weißt Du denn davon wie ein Kind es empfindet in einer Betreuung zu sein?
00:24:10: Eins unter vielen.
00:24:11: Eins in einer großen Gruppe.
00:24:13: Eins unter... Das ist Arbeit!
00:24:17: Vielleicht ist das Kind nicht im Steinbruch oder muss andere Dinge tun.
00:24:21: aber ein einjähriges Kind und dann unter einjähriges Kind hat andere Bedürfnisse als Vollzeit Teil einer großen.
00:24:30: Das soll man wenigstens nicht runterspielen, weil wenn wir das nicht runterspielen würden.
00:24:36: Wenn wir das in den Fokus nehmen würden... ...wenn wir das an Nummer eins stellen würden dann würden wir die Bedingungen so gestalten dass die Kinder wirklich gut dort aufgehoben wären.
00:24:50: und ich habe mir gerade den Schlüssel angeguckt wie es hier in Kroatien ist.
00:24:55: Es ist so, dass die kroatischen Tetas sie heißen Tanten.
00:24:59: Also, es wird immer Tante gesagt.
00:25:01: Die Tante im Kindergarten ... Was bist du von Beruf?
00:25:04: Ich bin Tante!
00:25:05: Dann weiß man, du bist Erzieherin im Kindergartens.
00:25:07: Das ist ein akademischer Beruf.
00:25:09: Du studierst hier einige Jahre, um halt Tante werden zu dürfen
00:25:15: und ... Und Tante ist nicht abwertend gemeint?
00:25:19: Tante is die Berufsbezeichnung.
00:25:22: Okay... Du
00:25:22: bist Tante in dem Kindergaten.
00:25:23: Keiner sein.
00:25:24: natürlich heißt das Odgoi Telica, Erziehern aber Umgangssprachlich sagt jeder Tante.
00:25:31: Jeder sagt Tante und das ist überhaupt nicht abwertend gemeint im Gegenteil.
00:25:35: Er hat gesagt, was macht denn die Frau von XY?
00:25:37: Die ist Tante in der Kindergarten oder in einer Krippe?
00:25:42: Nee, ich frage jetzt aus dem Grund.
00:25:44: Weil wenn du in Deutschland sagen würdest eine Kindergarten-Tante, dann hätt sich der schon wieder erledigt?
00:25:50: Da ist es einfach ganz
00:25:52: schick eigentlich
00:25:52: auch nicht abwertend
00:25:55: gemeint überhaupt.
00:25:56: Das ist die Berufsbezeichnung und das ist genau so akzeptiert wie die Grundschullehrerin für die es bestimmt auch ne Bezeichnung gibt oder die Oberstufen und Gymnasial keine Ahnung.
00:26:09: Also du studierst praktisch kindheitspädagogik Da ist die Berufsbezeichnung umgangssprachlich.
00:26:16: Tante, aber umgangssprachliche ... Tanten-Bezeichnungen sind nicht abwertend gemeint und haben auch nichts mit Behandlungen.
00:26:26: Nein, damit hat's auch nix.
00:26:29: Ich hab jetzt auch grade
00:26:30: darüber nachgedacht.
00:26:31: Nein!
00:26:33: Nein!
00:26:35: So.
00:26:36: Und ich habe mich halt mit dem Schlüssel befasst und es so, dass halt ... Sieben unter drei Jährige, meinetwegen in einer Gruppe sind.
00:26:46: Und acht oder neun ist unterschiedlich je nach Alter.
00:26:50: Zwischen eins und drei sind noch mal so Staffelungen.
00:26:54: Es sind zwei Tanten zuständig.
00:26:56: Aber die zwei Tanden sind nur in der Stoßzeit zusammen.
00:27:02: D.h.,
00:27:02: in der Mittagszeit zwischen zehn und zwölf sind die Tanten zusammen.
00:27:06: In aller anderen Zeiten ist immer eine Tante da.
00:27:11: für sieben, acht, neun Kinder.
00:27:14: Oh!
00:27:15: Und dann habe ich gesagt – also unter dreijährige – und dann hab' ich gesagt, weißt du?
00:27:20: Ja so herzlich und so lieb und ja mitfühlend diese Tanten auch sein mögen.
00:27:29: Du hast selber zwei Kinder.
00:27:30: Du weißt wie deine Kleine, weil sie ist sehr temperamentvoll wie viel Aufmerksamkeit sie gebraucht hat, um sich wirklich gesehen zu fühlen.
00:27:40: Und jetzt stell dir das mal fünf vor sechs, sieben.
00:27:46: Du kannst nicht die Möglichkeit den Kindern das zu geben was die Kinder brauchen.
00:27:50: Entschuldigte sie sich sofort und sagte ja meine sind erst mit drei in den Kindergarten gegangen.
00:27:56: Echt so weißt du?
00:27:58: Die Kinder haben mit drei eine ganz andere Fähigkeit und Kapazität der Situation wirklich zu überschauen.
00:28:07: Sie wissen, wenn die Mama geht, die kommt wieder!
00:28:10: Sie können sich durch das innere Bild der Mutter mehr oder weniger beruhigen – oder des Vaters und einer anderen wichtigen Bezugspersonen.
00:28:19: Sie können Situationen, die Ihnen vielleicht gerade nicht so gefallen, aushalten... weil sie wissen, Sie sind nicht Teil dieser Situation.
00:28:27: Sondern Sie sind gerade in dieser Situation!
00:28:30: Das wissen Kleine noch nicht.
00:28:31: Das weiß ein einjähriges Kind noch nicht und ein einjähriges Kind für das ist es unfassbar was das Gehirn da leistet.
00:28:41: in diesen Situationen.
00:28:42: Und ich fand das ganz spannend als sie sagte So die Kinder sind ja gut also es gibt viel Spielzeug und das ist eingerichtet für Kinder Und die müssen halt... Die sind ja dort gut aufgehoben und es ist ja keine Kinderarbeit.
00:28:59: Also das mit der Kinderarbeit fand ich sehr, sehr spannend!
00:29:03: Und damit möchte ich um Gottes willen kein Kind, dass irgendwo arbeiten muss – mit einem Kindergartenkind in Düsseldorf, in Deutschland vergleichen.
00:29:14: Das ist mir total fernundfremd.
00:29:17: Das möchte ich nicht.
00:29:19: Das is auch kein Vergleich.
00:29:21: Ich möchte damit nur sagen… mit wechselnder Betreuungspersonen, weil die dürfen ja alle nicht so lange arbeiten im Kindergarten in der Krippe sind.
00:29:34: Dass das für die eine unfassbare Leistung ist, die sie zu erbringen haben und die nicht nur weil viel Spielzeug da ist unterschätzt werden darf.
00:29:43: Was sonst könnten wir auch?
00:29:44: Sonst könnte es ja auch berechtigt sein dass jetzt hierinnen ja haben ja einen lauen Job.
00:29:49: Das spielt man ja nur.
00:29:54: Ich weiß gar nicht, an welcher Stelle ich mich da jetzt einklinken sollte, muss oder will.
00:30:04: Ich weiß, dass es gewagt ist diese These.
00:30:06: und dann möchte ich auch noch mal sagen ...
00:30:09: Was ist daran gewagt?
00:30:10: An welcher These
00:30:11: das ist für Kinder?
00:30:12: Das mit der Kinderarbeit.
00:30:14: Mit der Kinder-Arbeit!
00:30:15: Ist das wirklich so eine gewagte These?
00:30:18: Ich finde die ist gar nicht
00:30:18: so gewagt.
00:30:18: Es hat mir gerade ein Teil meines Gerechtigkeit oder Korrektheit sind.
00:30:25: Aber wir haben doch am Anfang des Podcasts darüber gesprochen, wie ich Dinge erlebt habe als in der Schule war und als ich mit meinem Nutellerbrötchen, mit dem Fahrrad oder mit der Wohnung, wo ich mich geschämt habe.
00:30:41: Was ich für Gefühle hatte!
00:30:43: Und ich glaube dass das Gefühl eines Kindes wenn es alleine irgendwo ist und halt nicht adäquat begleitet wird und in diesem Zustand verharren muss und nicht koreguliert wird wie das Kind wirklich ein sehr schlimmer Zustand ist.
00:31:01: Deswegen bin ich ja so für Tagespflege, deswegen bin ich hier so für konstante Bezugspersonen und für Menschen die diese kleinen Wesen wirklich ins Herz schließen.
00:31:17: Es
00:31:18: ist ganz spannend!
00:31:19: Ich habe heute einen in einem Buch gelesen... Ich würde es erst nur gern fertiglesen bevor ich sage um welches Buch es sich handelt weil ich noch nicht weiß, was noch kommt in dem Buch.
00:31:34: Ich bin da noch nicht ganz so weit fortgeschritten und da ist eine ganz, ganz gewagte These drin.
00:31:41: nochmal, ich bin mittendrin und das steht drin.
00:31:44: wir vergleichen ja ganz oft die ganzen Traumathemen und die ganzen Kinderthemen mit.
00:31:53: von wegen Säbelzahn Tiger ne?
00:31:55: Von wegen wie reagiere ich wenn der größte Feind überhaupt kommt?
00:32:00: Und in diesem Buch ist die steile These, dass in unserer Vergangenheit ... Ah geht's schon mal drum.
00:32:06: von wegen Menschen sind Tiere.
00:32:10: Wir sind nicht ähnlich wie Tiere sondern wir sind Tiere laut diesem Autor.
00:32:18: und eine weitere These ist also er sagt dann eben auch das wir mit Schimpansen und mit Bonobos irgendwie unserer Gene gemeinsam haben.
00:32:33: und auch nochmal die Theorie.
00:32:36: Der hat eben rausgefunden oder das stellt die steile These auf, dass nicht der größte Feind für uns Menschen der Säbelzahntiger oder irgendwelche anderen Raubtiere waren sondern die Menschen selbst also untereinander Und dass wir deshalb praktisch dieses sogenannte People-Pleasing ganz ganz früh schon entwickelt haben weil wir gemocht werden müssen, weil wir sonst nicht überleben können.
00:33:08: Wir müssen beschützt werden!
00:33:11: Und das ist auch der Grund, warum bei Menschen praktisch die einzigen Tiere sind, die ihre Nachkommen nicht über Geruch identifizieren.
00:33:22: Er sagt eine Menschenmutter – nochmal!
00:33:24: Ich habe das Buch noch nicht fertig gelesen, gell?
00:33:27: Er sagt Eine Menschenmütter erkennt ihr eigenes Baby nicht und in den ersten paar Stunden, Wochen, Monaten wahrscheinlich.
00:33:40: Würdest du deswegen kannst du auch an Menschenbaby irgendeiner anderen Frau geben oder Familie geben.
00:33:48: näher sagt ganz bestimmt es müssen Frauen sein weil zum Beispiel wenn du mir dein baby gibst würde mir innerhalb von kürzester Zeit dadurch dass praktisch bei mir bestimmte biologische Kaskaten ausgelöst werden würden, könnte ich auch ein sogenanntes fremdes Kind stillen.
00:34:14: Und ich finde es ganz, ganz spannend.
00:34:16: nochmal.
00:34:17: Ich bin noch nicht fertig mit dem Buch!
00:34:18: Ich bin erst mal irgendwie im zweiten Kapitel.
00:34:22: und was sich aber ganz spannend findet abgesehen davon dass Menschenmütter ihre eigenen Nachkommen nicht am Geruch erkennen, aber Affen zum Beispiel schon könnte auch damit zusammenhängen das zb eine Kuh oder eine Effin ihr Baby
00:34:39: ableckt
00:34:40: nach der Geburt ihm ja auch die Fruchthülle im Prinzip wecleckt und dass das Menschen eben nicht machen.
00:34:49: Dadurch entsteht praktisch eine gewisse Empathie, entsteht oder entsteht eben auch nicht.
00:34:57: Und ich fand es aber ganz, ganz spannend, dass wir immer damit begründen wie wir reagieren aufgrund von Panikattacken in dem Sinne der Sebel-Santiker kommt.
00:35:10: Das ist aber gar nicht der Fall finde ich sehr, sehr spannend.
00:35:13: Lass mir das Buch erst fertiglesen!
00:35:15: Ich kann dann in den nächsten Podcast vielleicht mehr dazu sagen.
00:35:18: aber es geht da jetzt eben auch darum von wegen wie wir warum wir bestimmte Verhaltensketten nennt er das dann auch raus kristallisiert haben.
00:35:33: zum Beispiel er nennt das ganze nicht Bedürfnis Aufschub, sondern Belohnungsverzögerung und wir entwickeln praktisch eine gewisse Zeit.
00:35:44: Eine Belohnung Verzögarung damit wir gemocht werden weil wenn wir darauf bestehen dass unsere das wir sofort belohnt werden können wir sowas wie Selbstdisziplin nicht entwickeln.
00:35:59: und diese selbst Disziplin brauchen wir aber nicht nur im Sinne von heute trinke ich kein Kohl erzerrumeer sondern wir brauchen diese Selbstdisziplin als Menschen dafür, dass wir auch über unsere eigenen Belohnungen... also wir müssen Belohnung aufschieben können damit wir freundlich sind zu anderen.
00:36:21: Kannst du mir folgen?
00:36:22: Ich kann dir total gut folgen und mir fällt da auch ein Beispiel zu ein Wenn ein Kind irgendwas sieht Also heute ja meistens nicht so häufig in Säbelzantige aber etwas was vielleicht erschreckend sein könnte.
00:36:37: Ist ja immer der erste Blick zur Hauptbezugsperson, ist die Mama jetzt mit dem Kind unterwegs und das begegnet einem ein Hund oder einen Mann mit Bart oder so und das klingt es irgendwie sieben- acht Monate alt dann ist er der erste blick sofort zum Mama oder als Papa ich sag jetzt Mama stellvertretend für alle Bezugspersionen des Kindes.
00:37:00: und Dann zeigt sich ja eigentlich in der Reaktion der Mutter Ob die Situation für das Kind gefährlich bleibt oder ob diese Situation eben nicht gefährlich ist.
00:37:11: Und das zeigt ja eben, dass es nicht der Hund oder der Säbelzantiger Das Problem sind, sondern die Beziehung zu Menschen.
00:37:17: Wenn das jetzt alleine wäre und diese Rückversicherung nicht hätte, dann würde es anders reagieren wahrscheinlich, würde schreien oder panischerimprimitiv reagieren und damit auch zum Opfer des Hundes oder des Säbelzantigers oder wie auch immer werden.
00:37:33: Und dass mit diesem Bedürfnis aufschubt... Also ich finde da gibt es die Unterscheidung zwischen einem Kind, also ich finde da muss man diese wirklich dieses extrauterine Frühjahr mit bedenken dass die Kinder einfach viel zu früh auf die Welt kommen und das sie eine absolute Bedürfnisbefriedigung brauchen in den ersten Lebensmonaten.
00:37:51: Und ich würde sagen bis Sie mindestens achtzehn Monate alt sind Und dann verändert sich das.
00:37:58: Dann ist auch das mit dem Wartenlernen und Bedürfnis aufschieben, vor allen Dingen auf Rust aushalten.
00:38:06: Aber trotzdem ja in Begleitung ... Hey du bist nicht augenblicklich in
00:38:09: Gefahr, weil du
00:38:11: jetzt einen Moment warten darfst!
00:38:13: Ja?
00:38:14: Es geht aber da ganz speziell eben nicht um Bedürfenesaufschub, sondern um Belohnungsverzögerung.
00:38:21: Ich finde die Differenzierung total wichtig jetzt.
00:38:24: Belohnung ist ja was anderes als ein Bedürfnis.
00:38:27: Ja, bei ihm eben ... Was jetzt Nahrungen
00:38:29: und so beim Säugling sind oder
00:38:31: es nicht
00:38:32: missverstanden wird, dass man sagt okay wir dürfen Kinder oder wir sollen Kinder doch früh schreien lassen lernen oder schreihen lassen damit sie lernen das ist ja eine Bedürftnis nach Nahrung und Belohnungen ist etwas anderes.
00:38:46: naja da bin ich jetzt mal gespannt.
00:38:47: also er unterscheidet es eben schon und er sagt jetzt zum Beispiel, dass auch so ein ganz junger Mensch schon ganz früh lernt.
00:38:57: Eben sich so... Du würdest das Anpassung nennen?
00:39:00: Er nennt es auch Anpassungen!
00:39:02: Sich jetzt anzupassen an die Umgebung und wenn wir in die Krippen gehen geht's ja jetzt wieder drum.
00:39:08: von wegen Wenn das Kind merkt ich bekomme mehr Zuwendung Wenn ich die Belohnungsverzögerung anschalte, dann trainiert das Kind praktisch dadurch diesen sogenannten Selbstdisziplinmuskel.
00:39:28: Und selbst Disziplin ist ja was, was ... Das müssen wir ja lernen!
00:39:33: Also das weiß jeder der irgendwas diszipliniert macht.
00:39:38: Weiß?
00:39:38: Das ist schwer und es wird leichter indem man es ständig wiederholt.
00:39:46: Das ist ja oft ein ganz, ganz großes Thema.
00:39:49: Was weiß ich?
00:39:50: Wenn ich Klavier spielen lernen will und ich übe nicht diszipliniert dann spielt man so wie ich spiele nämlich gar nicht oder in zehn Jahren drei Liedchen.
00:40:03: Es gibt bestimmte Fähigkeiten die kann ich nur erlernen wenn ich super diszipliniert bin.
00:40:09: keine KI kann mir beibringen Klavier zu spielen wenn ich es nicht mit meinen Fingern mache.
00:40:16: So einfach ist das.
00:40:17: Ja, aber jetzt bezogen auf die Krippe.
00:40:19: Nehmen wir mal die Kleine.
00:40:21: Dann könnte man ja auch denken ... Ah okay!
00:40:25: Das ist eigentlich ganz gut dass sie nicht so schnell irgendwie beachtet werden können weil dann könnt ihr das ja trainieren?
00:40:32: Ja genau, das ist ja genau das Thema.
00:40:34: Die können das ja ein Stück weit trainieren nur wenn sie es trainieren geht halt was kaputt dabei.
00:40:40: Das ist ja dieses jedes Kind kann schlafen lernen.
00:40:43: Es ist nichts anderes.
00:40:45: Trainiert mit den Kindern, die Kinder gehen nur leider kaputt dabei.
00:40:48: Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht im Buch.
00:40:50: Also erzählst du uns definitiv?
00:40:52: Weil würde mich interessieren was der gute Mensch dann noch weiter ausführt weil das wäre ja fatal jetzt davon auszugehen dass wir so die Kinder müssen früh sozialisiert werden.
00:41:03: das würde ja irgendwie nicht
00:41:06: garantiert.
00:41:06: da will er garantiert nicht hin.
00:41:07: der will gar.
00:41:08: also ich sag der will.
00:41:09: in dem buch geht's jetzt darum dass wenn du eben früh trainierst möglich ist, was hier auch gemacht wird.
00:41:18: Ich sage jedes Kind kann schlafen werden hat ja spitzenmäßige Erfolge.
00:41:22: die Kinder schlaven ja nach kürzester Zeit durch weil ihnen was kaputt geht Weil sie praktisch lernen.
00:41:31: ich kann rufen wie ich will es kommt niemand.
00:41:35: Also höre ich auf zu rufen ich lerne also ich lernte nicht aber ich ich reagiere ganz ganz früh nicht mehr wo ich eigentlich hin will, warum ich von dem Buch erzähle.
00:41:48: Ich mache ja mit ganz vielen Menschen diese narrative Expositionstherapie und da geht es sehr oft um ganz frühe Erfahrungen.
00:42:02: Und ich hatte neulich mit jemandem gesprochen Und hat sie mir so erzählt, ja und meine Mutter hat damals, deswegen komme ich jetzt auf das Buch.
00:42:10: Auf Belohnungsverzögerung, sprich Bedürfnis in dem Moment, Bedürfenissaufschub oder Bedürffnisignoranz wäre es dann?
00:42:20: Als sie das erzählt hat was ihre Mutter ihr erzählt hat ist keine Pädagogin und kennt sie schon eine Pädagogin aber es ist jetzt keine Krippenpädagogine kennt sich nicht so gut mit dem Thema Bindung aus.
00:42:38: Und dann erzählt sie so, dass ihre Mutter das eben gemacht hat, weil damals wurde es ihrer Mutter empfohlen und die Klientin von mir ist noch gar nicht so alt.
00:42:49: Dann habe ich so erzählt um was es in dem Buch geht... Sie sagt, wieso kennst du das?
00:42:55: Und ich so ja!
00:42:57: Und dann erzähle ich so um was Die hat so wahnsinnig geweint, weil ihr es so klar wurde was mit ihr da als ganz ganz junges Baby passiert ist.
00:43:13: Und dann lag's halt so auf dem Tisch und bei dem Buch das ich jetzt gerade lese Dachte ich so, ja genau.
00:43:20: Sie hat einfach ganz früh nicht gelernt im Sinne von was wir unter Lernen verstehen sondern sie musste sich ganz früh anpassen.
00:43:30: und das ist doch unser Problem dass wir haben in den Krippen
00:43:33: Ja.
00:43:33: Das Kind kommt ja aus der Nummer gar nicht raus
00:43:36: ohne Anpassung.
00:43:36: und wenn
00:43:37: wir uns ... Und das meint ich eben jetzt, der Vergleich von wegen Kinderarbeit.
00:43:40: Weißt du?
00:43:41: Ein Kind, dass sich irgendwo in ein um Gottes willen Bergwerke, es sind ja gar nicht um die Bergwerken, das sind doch einfach die Färbeanstalten... Es
00:43:54: ist vielleicht einfach das, dass man Kindern die Möglichkeit nimmt wirklich kind sein zu können.
00:44:02: Ihr Leben
00:44:03: zu leben, man nimmt ihnen die Möglichkeit ihr Leben zu lebend.
00:44:08: Wir reden von Kinderrechten, wir reden von Recht auf Bildung, recht auf Würde!
00:44:15: Also das was die Wissenschaft weiß ist dass kein Kind freiwillig sagen würde... also wir reden jetzt vom Krippenkind an ne?
00:44:24: Dass die freiwillige sagen würden.
00:44:26: ich möchte die Zeit ohne meine Eltern verbringt so dass die natürlich Dinge spannend finden, solange der sichere Hafen im Hintergrund ist.
00:44:35: Das leuchtet mir ein.
00:44:37: aber kein Kind möchte den Großteil des Tages ohne seine Bezugsperson verbringen.
00:44:43: und da sind wir ja auch bei Kinderrechten Und ich sage das ja auch immer Wir kommen ohne außerfamiliäre Betreuung oder Fremdbetreuung or whatever Kommen wir nicht Wir kommen nicht drumherum.
00:44:59: Und es ist auch nicht in unserem Sinne, dass Fremdbetreuung oder außerfamiläre Betreuung abgeschafft wird.
00:45:03: Aber wir müssen endlich dahin gucken was oder wie die Bedingungen sein müssten
00:45:08: ... Das ist genau der Punkt!
00:45:09: Dass Kinder
00:45:09: eine Chance haben
00:45:11: sich dort
00:45:12: wirklich so zu fühlen und trotzdem ist das so?
00:45:18: sich anpassen müssen und diese Leistung eines einjährigen, sich in einer Gruppe.
00:45:23: Es kann es nicht!
00:45:24: Und das ist auch wissenschaftlich evitiert.
00:45:27: Ein Kind kann nicht eins von vielen sein.
00:45:30: Das schafft seinen Gehirn nicht.
00:45:32: Dass es eins von Vielen ist.
00:45:34: D.h.,
00:45:34: es passt sich an irgendwann weil's gelernt hat Ja, da reagiert keiner mehr.
00:45:40: Es passt sich an.
00:45:42: und dieser Anpassung – das kostet ein Preis!
00:45:46: Und jetzt komme ich nochmal zurück zu meiner Fußpflege, der ich dann gesagt habe es zahlt jemand die Zeche und ich muss mir in der Familie überlegen wer diese Zeche zahlt?
00:45:57: Für mich war ganz klar meine Kinder sind's nicht.
00:46:01: Fakt ist, alles im Leben hat einen Preis.
00:46:04: du setzt Prioritäten Und die kannst du begründen und die begründet jeder für sich.
00:46:12: Nur da gibt es diesen Spruch, das ist ein britisches Sprichwort there's no free lunch.
00:46:19: Fakt ist wenn ich mich entscheide Cola Zero zu trinken nehme ich Aspartam zu mir.
00:46:29: Punkt!
00:46:30: Es ist da reingemischt.
00:46:32: Es kann man wahrscheinlich chemisch trennen, du kannst es nicht.
00:46:36: Und wenn ich mich entscheide für eine Krippe, dann habe ich oft nicht die Möglichkeit mir die Grippe auszusuchen.
00:46:46: Wenn ich mir die Kripper aussuchen kann, kann ich mir nicht die Menschen aussuchen, die in dieser Kripe arbeiten.
00:46:53: und selbst wenn ich mir jetzt noch die Gripper aussuche, die Menschen auch suchen können, weil ich mir eine bestimmte Gruppe aussuch ... habe ich keinen Einfluss darauf, ob da jemand krank wird auf Fortbildung ist oder wie jemand qualifiziert ist.
00:47:09: Sogar das kann ich mir vielleicht noch aussuchen aber dann kann ich mich nicht mehr aussuchen von wegen wie jemand persönlich aufgestellt ist.
00:47:17: Das heißt wenn ich mein Kind in eine außerfamiläre Betreuung gebe immer das Risiko dass Menschen arbeiten mit denen ich nicht befreundet sein möchte.
00:47:28: Vorsichtiger kann ich es jetzt nicht mehr sagen.
00:47:30: Ja, absolut.
00:47:31: Irgendeiner zahlt den Preis und wenn Familien deswegen andersrum... Deswegen ist es ja so wichtig oder deswegen ist es mir so wichtig und uns so wichtig dass die Menschen, die mit den ganz jungen Kindern arbeiten, die müssen das im Idealfall sehr gerne machen und sehr gut können.
00:47:55: dazu brauchen sie Wissen und dazu brauchen Sie Haltung und die dementsprechende Persönlichkeit.
00:48:05: Und sie müssen auch mit sich selber so gut zurechtkommen, dass Sie in schwierigen Situationen – und die gibt es da jeden Tag, weil's die einfach im Leben immer gibt – dann müssen Sie dementsprechend reagieren können.
00:48:22: Wir hatten ja gerade, das ging jetzt grad wieder durch die Presse Frankreich, sag ich nur, haben das letzte Mal drüber gesprochen.
00:48:30: Mittlerweile ist der Artikel online und ich denke mal dass es da noch weitergeht weil ich weiß, dass sich die Journalistin da noch um ein paar andere Themen kümmert Und es ist kein französisches Problem.
00:48:46: Das ist ein Thema, das wir haben.
00:48:49: Ich finde das Mindeste was wir tun müssen wenn wir unsere komplette Wirtschaft und unser Wirtschaftswachstum, und unsere Renten und unser Brutto-Sozialprodukt und überhaupt alles auf den Schultern der Kinder abladen.
00:49:08: Weil das tun wir?
00:49:09: weil wir müssen die Kinder früh in die Betreuung geben damit die mittlere Bevölkerungsschicht also im mittleren Alter Früh wieder zurück in den Job kommt.
00:49:20: ja darum müssen Kinder sehr früh in die Betreuung.
00:49:24: Das ist der Grund, warum es Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt nicht!
00:49:29: weil die Politik so nett ist und jetzt den Müttern und Vätern etwas Entlastung bringen möchte.
00:49:34: Nein, das hat einen ganz klaren Grund!
00:49:36: So... Und das ist okay, anders geht es nicht.
00:49:39: Wir haben eine demografische Entwicklung.
00:49:41: wir können uns aus jetzt schön reden wie wir wollen.
00:49:43: Wir fahren das ganze Ding gegen die Wand wenn es nicht weiter so läuft.
00:49:48: ich finde was wir müssen ist und zwar sofort und auch nicht tröpfchenweise die Verantwortung übernehmen dafür, dass die Kinder das Recht haben gut durch diese Zeit begleitet zu werden.
00:50:01: Und dazu gehören alle Punkte, die du eben aufgezählt hast – die zähle ich jetzt nicht nochmal auf und die müssen und zwar sehr schnell nachgeschult werden und die Einrichtungen dementsprechend aufgestellt werden.
00:50:13: Personalschlüssel gernert, blablabla.
00:50:15: Hast du eben alles gesagt?
00:50:17: So!
00:50:18: Es gibt so viele Eltern, die immer sagen, oh mein Gott was soll ich denn machen... Ich habe ja keine andere Wahl… Ausdruck.
00:50:25: Es gibt so viele Fachkräfte, die unzufrieden sind und wir haben gestern doch in einer Fortbildung, die du gegeben hast noch darüber gesprochen dass Das hat jemand ausgerechnet, wenn wir halt Dinge tun um halt Dinge zu ändern.
00:50:43: Also wenn Organisationen Sachen machen und sagen so wie wollen an die Politik treten?
00:50:48: Wir wollen Dinge verändern!
00:50:49: Und liebe Eltern, liebe pädagogische Fachkräfte, wir nehmen das jetzt in die Hand.
00:50:54: Wir opfern unsere Zeit.
00:50:56: Wir machen das jetzt.
00:50:57: So, wir brauchen aber euch dafür sonst geht es nicht.
00:51:00: Dann sind es null Komma sieben Prozent der Eltern, die damit machen und zwei Komma, keine Ahnung was Prozent der pädagogischen Fachkräfte.
00:51:08: Und ja, was soll ich dazu sagen?
00:51:11: Ja da sage ich nur noch dazu das habe ich auch in diesem Interview gesagt und das sage ich auch immer wieder Ich glaube einfach nicht und die Zahlen sprechen zu hundert Prozent für mich Das Kinder des wichtigsten sind.
00:51:27: es hört sich einfach nur schick an Und das darf man sich einfach auch mal anschauen und dazu darf man dann einfach sagen, okay ja es ist halt einfach so mein Kind ist nicht mein wichtigstes.
00:51:39: Genau, das wäre zumindest ehrlich.
00:51:41: Dann hätten wir vielleicht die Möglichkeit, dass sich Dinge ändern weil die Leute dann denken oh mein Gott will ich das ist mein Kind nicht das wichtigste?
00:51:48: Ich glaube einfach in dem Moment wo mein Kind mein wichtigstes ist werde ich auch dementsprechend handeln auch wenn es dann sehr unbequem wird und sehr anstrengend wird.
00:51:59: und das meinte ich jetzt wieder mit dem Thema.
00:52:03: Das hat was mit Disziplin zu tun.
00:52:06: Und das ist anstrengend, du weißt es!
00:52:09: Du hast drei Kinder... Die sind alle erwachsen jetzt aber du hast sie einfach sehr engmaschig auch begleitet
00:52:18: und ich habe jetzt noch ein Enkelkind wo wir auch gemeinsam am Tisch sitzen und gucken wie kriegen wir denn jetzt den Trop hier gelutscht?
00:52:26: Das heißt er wird jetzt ja.
00:52:27: das heißt er steht jetzt auch vor der Situation, wie machen wir es?
00:52:32: Ich fühle mich auch da verantwortlich.
00:52:34: Wir fühlen uns alle verantwortlichen!
00:52:36: Wir sind einfach als ganze Familie um dieses Kind herum und überlegen uns jetzt gemeinsam das Einfachste wäre Kita-Navigator zack, Plätze gibt's genug im Moment, zack vierzig Stunden ab ersten August betreut.
00:52:50: Das freut mich übrigens total.
00:52:52: ich freue mich wahnsinnig über rückgehende Kinderzahlen bei Eltern jetzt ein bisschen mehr die Wahl haben, wo sie ihr Kind hinbringen.
00:53:04: Meine große Sorge ist momentan dass die Kitas, die wieder in vielmehr eine Mitbewerberschiene kommen um nicht Konkurrenz zu sagen das deren da arbeite ich gerade ganz hart mit Die Kriterien jetzt nicht, die sind höher schneller weiter und wir bieten jetzt wieder Physik für Einjährige an.
00:53:30: Sondern auch mit Eltern in Beratung, wo ich sage da oben ganz viel Liebe drin ist, ganz viel Zeit drin ist.
00:53:42: Ganz viel Aktivität im Sinne von Spiel es und möglichst wenig Stundenplan.
00:53:50: Da würde ich mal hinschauen.
00:53:52: Ich ziehe den Hut vor allen Menschen, die sich diese Aufgabe stellen und die mit Herz und Verstand dieser Aufgabe auch wirklich annehmen.
00:54:01: Und ich breche eine Lanze für die Kindertagespflege und ermutige immer alle Eltern, mit denen ich spreche dass ich sage Hey, ihr habt im Moment echt gute Kartensohne.
00:54:12: Ich weiß nicht wie viele Tagespflegepersonen ich in Düsseldorf kenne die jetzt noch drei Plätze frei haben.
00:54:18: Wir haben den ersten Juni bis August noch drei plätzefrei haben.
00:54:21: Aber ist das lieber Eltern?
00:54:23: Ihr habt jetzt echt eine Chance!
00:54:25: Und die Tagespflegeperson Ich habe gesagt, auch ihr habt eine Chance mal hinzugucken wie ja eure Qualität jetzt mal aufs Next Level bringt und wie ihr das den Eltern bitte schön mit transportiert.
00:54:37: Und da gehört für mich Transparenz zu Hospitationsmöglichkeiten lange ausgedehnte Eingewöhnungen in wirklich guter Expertise in gewissen Bereichen, die Fähigkeit auch eine Erziehungspartnerschaft mit den Eltern aufzubauen.
00:54:54: Das sind alles Dinge, die man lernen kann.
00:54:57: Der Job, der ist nicht hinfällig.
00:54:59: Viele haben so unfassbar viel Angst jetzt
00:55:01: darum."
00:55:02: in ihrem Job, also diesen Job nicht mehr weitermachen zu können.
00:55:05: Und ich sehe das gar nicht so!
00:55:07: Ich denke es ist eine Riesenchance weil sich jetzt die Spreu vom Weizen trennt und alle die richtig geile Qualität anbieten und Bock auf Qualität haben jetzt auch die Möglichkeiten dazu haben und sie sich ihre Kunden holen wie geil ist das bitte?
00:55:24: Und auch die Eltern.
00:55:25: und bitte achtet darauf gibt eure Kinder nicht irgendwo hin das Herz aufgeht und wo man denkt.
00:55:34: Ich kann gar nicht erwarten, dass der erste August kommt, wo ich endlich mit meinem Kind und dieser Person eine Erziehungspartnerschaft eingehen kann.
00:55:41: Ich fieber da drauf hin!
00:55:44: Und es gibt es... Das muss aber Normalität werden.
00:55:47: Das muss normalität werden, participatorische Eingewöhnung die wirklich lange dauert wo erst mal die Eltern aufgenommen werden.
00:55:54: Wo erstmal gesagt wird hey liebe Eltern!
00:55:56: Nicht der Säbelzantiger ist das Thema nicht die Kita ist das thema oder sonst irgendetwas sondern ihr dürft jetzt hier erstmal gucken dass ihr sicher ankommt und wenn ihr safe seid werdet ihr das euren Kindern übermitteln.
00:56:09: Guckt überall hin, guckt in jede Ecke.
00:56:11: Seid willkommen!
00:56:12: Wir heißen euch total willkommen.
00:56:15: Vielleicht die Kinder auch zu Hause besuchen wirklich richtig zu gucken wahrnehmend beobachten, die Kinder gut begleiten den Eltern ein offenes Ohrbeten wissen.
00:56:24: das sind die ersten wichtigen Übergänge für Eltern auch nach der Geburt.
00:56:29: also auch die Fähigkeit zu besitzen mit den Eltern auch über solche Themen zu sprechen.
00:56:35: und so wie war das denn damals?
00:56:38: mal jetzt hier und wie nehme ich dir denn auch die Sorge da?
00:56:43: Und bei sich zu gucken, was löst das in mir aus.
00:56:48: Da würde ich gerne noch etwas dazu sagen, wenn ich Eltern wäre mich überhaupt nicht einlullen lassen oder blenden lassen von hübschen kleinen Stühlchen und schönen bunten Tellerchen.
00:57:02: Ich würde wissen wollen, wer bist du eigentlich?
00:57:06: Wie tickst Du?
00:57:07: Was bist Du für ein Mensch und ich würde mir schauen möchte ich mit Dir befreundet sein.
00:57:12: Möchte ich Dich morgens um drei anrufen können.
00:57:15: Bist Du ein in sich ruhender sicherer Mensch kann ich dir mein Kind anvertrauen wie was passiert bei Dir wenn Du in Not bist?
00:57:27: wie reagierst Du dann?
00:57:28: also das würde ich mich viel lieber anschauen.
00:57:30: Du mit Blick auf die Uhr hätt ich einen scheinenden Moment.
00:57:34: Ja, auch schon lange aber ich fand das gerade so wichtig dass mir sagte andere Podcasts gehen drei Stunden wir können auch mal ein bisschen weiterziehen.
00:57:44: Mein scheinender Moment ist mein kleiner Hund der grade so klug war und gewusst hat.
00:57:51: es fängt jeden moment an und es regnet jeden moment und ich find's einfach so schön dass ich weiß die kriegt.
00:58:01: Gut ist dafür, dass sie einfach existiert.
00:58:04: Und ich wünsche mir so sehr, dass viel mehr Kinder auf dieser Welt vor allem die ganz Jungen – bleiben wir mal mit den ganz, ganz jungen Kindern!
00:58:14: Dass die
00:58:14: einfach
00:58:15: sein dürfen und sich entwickeln dürfen und einfach nur dafür, das sie existieren geliebt werden.
00:58:22: Ja
00:58:23: lass uns das in unser Bewusstsein holen und es nicht so flächendeckend ausblenden wie wichtig dieses Dutziduzzi Füßchen riechen.
00:58:36: Du bist der Narbe der Welt, Verblödlung einfach ist mit allem was dazugehört und ich wünsche mir so sehr Unterstützung für Eltern.
00:58:48: Ich wünsche mich so sehr viel mehr Menschen die Eltern begleiten am Lebensanfang des neuen Erdenbürgers und mein scheinender Moment Dadurch, dass wir rückläufige Kinder zahlen haben was sicherlich nicht scheint ist.
00:59:06: Aber Wir haben viele Möglichkeiten und wir haben wirklich die Möglichkeit unsere kinder an die erste stelle zu setzen Und wirklich zu sagen ihr seid das wichtigste und lasst uns gucken Was gehört hin dazu?
00:59:22: Es ist ganz spannend.
00:59:23: ich mache ja immer dieses von Tieren lernen.
00:59:25: wie wir alle wissen liebe ich ja Tiere ganz wahnsinnig was mich auch zu was der Konsequenzen hat in meinem Leben.
00:59:34: Und ich überlege jetzt grad, wie Tiere mit ihren Nachkommen umgehen.
00:59:41: und für die Tiere sind ihre Nachkommen das Aller-Aller-Wichtigste?
00:59:49: Ja!
00:59:51: Sobald sie es nicht sind nehmen Sie ja tatsächlich auch den Tod im Kauf.
00:59:59: Ja...und manche Tiere opfern ja einen Teil ihrer Nachkommen.
01:00:05: Die kriegen aber nicht nur eins oder zwei, sondern mehrere.
01:00:08: Wenn sie merken die sind zu schwach dann opfern Sie sie.
01:00:13: und da freue ich mich jetzt wieder dass Menschen eben nicht so viele nachkommen haben das sie sich entscheiden müssen welches meiner kleinen Babys opfer ich, damit die anderen überleben können.
01:00:31: Zum Glück haben wir das nicht mehr?
01:00:33: Nee
01:00:34: und deswegen dürfen wir die frühe Kindheit auch endlich mal... wahrnehmen.
01:00:38: Im Lange genug wurde sie ausgeblendet, weil sie ausgeblendet werden musste damit man sich nicht zu früh an diese kleinen Menschen gewöhnt oder bindet weil es dann so schmerzhaft wäre für eine Mutter dieses Kind auch wieder gehen zu lassen.
01:00:50: das haben wir jetzt zum glück nicht.
01:00:52: also lasst uns die erste zeit doch endlich wo wir endlichen jahrhunderten ja tausend haben wo wir das können doch auch bitteschön leben und zelebrieren und feiern.
01:01:02: dass ist mein stein der moment diese kleinen menschen in ihrer Ganzeit am Lebensanfang, was so viele Hunderte von Jahren verschüttet war.
01:01:13: Endlich feiern zu dürfen!
01:01:15: Wir feiern sie und wir feiern dass unsere Babys bald ein Jahr werden.
01:01:19: Ich finde das auch so toll, was für Charaktere das schon so sind und was man da schon so erkennt.
01:01:25: Allerdings... Ja!
01:01:28: Shine on, liebe Anke!
01:01:29: Shine On, liebe Claudia.
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